EZB-Prognose, Inflation

EZB-Prognose: Inflation fällt 2026 unter Zwei-Prozent-Marke

23.01.2026 - 11:32:12

Die Europäische Zentralbank erwartet für 2026 eine Inflationsrate unter zwei Prozent. Österreich liegt mit 2,4 Prozent leicht darüber, doch die Wirtschaft erhält durch sinkende Teuerung neuen Schub.

Die Europäische Zentralbank rechnet damit, dass die Inflation im Euroraum 2026 erstmals seit Jahren unter ihr Ziel von zwei Prozent fällt. Das zeigen aktuelle Prognosen. Für Österreich bedeutet das Entlastung, doch die Teuerung bleibt hierzulande etwas höher.

Endlich Stabilität in Sicht?

Nach Jahren der Turbulenzen deutet sich eine Trendwende an. Die aggressiven Zinserhöhungen der EZB scheinen zu wirken. Getrieben von sinkenden Energiepreisen und entspannten Lieferketten soll die Gesamtinflation 2026 und 2027 unter zwei Prozent rutschen.

Auch die Kerninflation, die volatile Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, zeigt eine klare Abwärtstendenz. Ein Grund: Der Lohndruck im Dienstleistungssektor lässt nach. Die EZB belässt den Leitzins bei 2,15 Prozent – ein Zeichen des Vertrauens, dass die Preisstabilität zurückkehrt, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

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Warum Österreich hinterherhinkt

Während der Euroraum aufatmet, bleibt die Lage in Österreich angespannter. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) prognostiziert für 2026 eine Teuerungsrate von etwa 2,4 Prozent. Damit liegt Österreich weiter über dem Euro-Durchschnitt.

Experten machen zwei Hauptgründe aus:
* Der „Basiseffekt“ bei Energie: Staatliche Stützungsmaßnahmen wie die Strompreisbremse sind ausgelaufen. Die vollen Marktpreise schlagen nun bei den Verbrauchern durch. Dieser Effekt soll aber im Laufe des Jahres abflachen.
* Lohn-Preis-Spirale im Dienstleistungssektor: Vor allem in der tourismusabhängigen Wirtschaft halten hohe Lohnabschlüsse die Inflation länger am Leben.

Dennoch stimmt die Richtung: Die Kluft zum Euroraum schließt sich langsam, und reale Lohnzuwächse stärken die Kaufkraft der Haushalte wieder.

Konjunktur bekommt Rückenwind

Die sinkende Inflation kurbelt die Wirtschaft an. Die Wachstumsprognosen für 2026 wurden leicht angehoben.

  • Für den Euroraum wird ein Plus von durchschnittlich 1,2 Prozent erwartet.
  • Österreichs Wirtschaft soll um 1,0 bis 1,2 Prozent wachsen.

Treibende Kraft ist der private Konsum. Da die Löhne nun stärker steigen als die Preise, geben die Menschen wieder mehr Geld aus. Auch Unternehmen investieren mutiger, weil Planungssicherheit durch stabile Preise und Zinsen zurückkehrt.

Doch die Ökonomen warnen vor zu viel Euphorie. Die angespannte geopolitische Lage und protektionistische Tendenzen im Welthandel bleiben ein Risiko für exportstarke Länder wie Österreich.

Märkte atmen auf – Euro profitiert

Die positiven Inflationssignale wirken beruhigend auf die Finanzmärkte. Der Euro bleibt stabil, und die Renditen für Staatsanleihen bewegen sich kaum. Das deutet auf großes Vertrauen in den Kurs der EZB hin.

Strategen sprechen von einem gelungenen „Soft Landing“: Die Inflation wurde bekämpft, ohne eine tiefe Rezession auszulösen. Im Vergleich zu den volatilen US-Märkten wirkt Europa derzeit als Hort der Stabilität. Das könnte auch den österreichischen ATX stützen, der von Banken und zyklischen Werten lebt.

Was kommt als Nächstes?

Die EZB wird ihren Zinskurs vorerst beibehalten und die Datenlage genau beobachten. Sollte sich die Inflation dauerhaft unter zwei Prozent einpendeln, könnten in der zweiten Jahreshälfte 2026 erste Diskussionen über Zinssenkungen aufkommen.

Für die österreichische Bundesregierung bedeutet die Entwicklung eine finanzielle Entlastung. Weniger Geld muss für akute Teuerungshilfen ausgegeben werden. Der Fokus kann sich auf langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Wachstumsreformen verlagern. Für die Verbraucher könnte 2026 das Jahr werden, in dem sich der Wohlstand endlich wieder stabilisiert.

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