EXIST-Startup-Factories, Millionen-Förderung

EXIST-Startup-Factories starten mit Millionen-Förderung

02.01.2026 - 01:04:12

Zehn neue Public-Private-Partnerships starten mit bis zu 100 Millionen Euro Bundesmitteln, um Forschungsergebnisse in marktfähige Unternehmen zu überführen und Deutschlands Innovationskraft zu stärken.

Deutschlands Deep-Tech-Gründungslandschaft erhält zehn neue Leuchttürme. Ab sofort fließen bis zu 100 Millionen Euro an Bundesmitteln in die ausgewählten EXIST-Startup-Factories. Ihr Auftrag: Aus Forschung marktfähige Unternehmen machen und den Abstand zu Innovationsnationen wie den USA verringern.

Paradigmenwechsel in der Gründungsförderung

Seit Anfang Januar 2026 sind die zehn im Sommer 2025 gekürten Hubs offiziell im operativen Geschäft. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWK) setzt mit der Initiative auf einen Systemwechsel. Statt verstreuter Einzelprojekte entstehen nun integrierte Ökosysteme als Public-Private-Partnerships. Jede Factory erhält über fünf Jahre bis zu zehn Millionen Euro vom Bund – vorausgesetzt, sie mobilisiert mindestens den gleichen Betrag aus der Privatwirtschaft. Dieses Matching-Prinzip soll marktgetriebene Relevanz sicherstellen.

Bereits in den vergangenen Wochen war viel Bewegung in den Konsortien zu spüren. Noch im Dezember 2025 wurden finale private Finanzierungszusagen getroffen. Insgesamt haben die zehn Gewinner bereits über 100 Millionen Euro an privatem Kapital zugesichert bekommen. Geldgeber sind Konzerne, Stiftungen und Family Offices.

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Zehn Leuchttürme für die deutsche Gründerszene

Die ausgewählten Factories sind über die gesamte Republik verteilt und decken verschiedene Hochtechnologie-Sektoren ab. Zu den prominenten Projekten, die nun ihre Arbeit aufnehmen, zählen „UNITE Berlin-Brandenburg“, die „ZOHO Factory“ in Bayern und die Initiative „boOst“ in Mitteldeutschland.

Ihre ambitionierten Ziele für 2026 sind klar:
* Professionalisierter Transfer: Sie agieren nicht wie klassische Uni-Ausgründungsstellen, sondern als unternehmerische Einheiten.
* Private Kapitalmobilisierung: Sie sichern langfristige Finanzierungszusagen von Industrie und Investoren.
* Internationale Skalierung: Sie bauen Netzwerke auf, die deutschen Startups einen schnelleren globalen Markteintritt ermöglichen.

Vorbilder sind erfolgreiche Einrichtungen wie UnternehmerTUM in München. Die „ZOHO Factory“ etwa hat angekündigt, bis 2030 einen der Top-Startup-Hubs Europas aufzubauen – mit Fokus auf Deep-Tech.

Erfolg hängt an Bürokratieabbau und Agilität

Die Reaktionen aus der Gründerszene und dem Venture Capital fallen überwiegend positiv aus. Experten hoffen, dass die Bündelung der Ressourcen in zehn leistungsstarke Zentren Deutschlands Position im globalen Innovationswettbewerb stärkt. Doch es gibt auch kritische Stimmen, vor allem aus der Wissenschaft. Sie mahnen: Der Erfolg des gesamten Programms wird maßgeblich davon abhängen, ob die Factories bürokratische Hürden abbauen und den Gründern agile, schnelle Unterstützung bieten können.

Ein erster großer öffentlicher Auftritt ist bereits geplant: Am 17. Februar 2026 sollen die Factories auf einer Award-Gala in Berlin ihre detaillierten Roadmaps vor internationalen Investoren und Politikern präsentieren.

Startrampe für die nächste Generation von Marktführern?

Das BMWK erwartet von dem Programm eine Signalwirkung für das gesamte Jahr 2026. Experten prognostizieren einen spürbaren Anstieg von Uni-Spin-offs, insbesondere in den Zukunftsfeldern Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Green Tech. Die Factories werden ihre Scouting- und Accelerator-Programme nun hochfahren.

Das Ministerium wird die Performance der zehn Pilot-Hubs genau beobachten. Sollte sich das Modell bewähren, könnte es zum Standard für künftige Transferförderung in Deutschland werden. Während die ersten Startups in die neuen Fabriken einziehen, bleibt die spannende Frage: Kann diese „Industrialisierung“ der Gründungsförderung tatsächlich die nächste Generation globaler Marktführer hervorbringen?

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