European Fashion Alliance fordert radikalen Umbau der Modebranche
15.01.2026 - 01:22:12Die European Fashion Alliance (EFA) legt einen 63-Punkte-Plan für eine nachhaltigere und innovativere Modeindustrie vor. Der Bericht ist ein klarer Weckruf an Politik und Unternehmen.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen im Fokus der Empfehlungen. Sie gelten als kreatives Rückgrat der Branche, kämpfen aber besonders mit den Herausforderungen der Transformation.
Nur die Hälfte der Firmen fühlt sich vorbereitet
Eine zentrale Erkenntnis: Die Branche ist überfordert. Nur 52 Prozent der befragten Unternehmen fühlen sich ausreichend über neue EU-Regeln wie die Ecodesign-Verordnung (ESPR) informiert. Diese wird strengere Vorgaben zu Langlebigkeit und Recycling von Textilien bringen.
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Viele Marken haben weder das Wissen noch die finanziellen Ressourcen für die Umstellung. Die EFA fordert deshalb gezielte Unterstützung und klare Richtlinien von der Politik.
Digitaler Hub soll KMUs retten
Als konkrete Lösung schlägt der Bericht einen “European Fashion Hub” vor. Diese digitale Plattform soll kleineren Labels als zentrale Anlaufstelle dienen.
- Zugang zu regulatorischer Beratung
- Nachhaltigkeits-Tools und Förderinformationen
- Mentoring-Programme für den digitalen Wandel
Bisher nutzen nur wenige Firmen Technologien zur Rückverfolgbarkeit. Dabei sind sie der Schlüssel für transparente Lieferketten und neue Geschäftsmodelle.
Fachkräfte fehlen für die Jobs von morgen
Während die Branche sich neu erfindet, hinkt die Ausbildung hinterher. Es fehlt an Fachkräften für nachhaltiges Design, digitale Produktentwicklung und Kreislaufwirtschaft.
Die EFA appelliert an Politik und Hochschulen, die Lehrpläne endlich an die Realität anzupassen. Sonst fehlt bald der Nachwuchs für die innovative Modeindustrie von morgen.
Imageproblem trotz Wandel
Das Timing des Berichts ist kein Zufall. Das öffentliche Bild der Branche ist schlecht: 66 Prozent der Insider bewerten es als negativ, geprägt von den Auswirkungen der Fast Fashion.
Gleichzeitig wächst das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Verbraucher. Der Bericht will zeigen, wie europäische Mode diesen Wandel als Chance nutzen kann. Kreativität soll der Treiber für Innovation werden – nicht ihr Gegensatz.
Die 63 Empfehlungen sind ein ambitionierter Fahrplan. Ob er funktioniert, hängt jetzt vom Handeln der EU, der nationalen Regierungen und der Unternehmen selbst ab.
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