EUDI-Wallet: Finanzspritze soll digitale Identität beschleunigen
06.01.2026 - 08:22:12Die EU-Kommission schaltet neue Millionen-Förderungen frei, um den digitalen Personalausweis für alle Europäer bis Ende 2026 auf die Straße zu bringen. Mit dem Geld soll der Aufbau der nötigen Infrastruktur in den Mitgliedsstaaten vorangetrieben werden.
Finanzielle Schützenhilfe für knappe Deadline
Die Uhr tickt: Bis Dezember 2026 muss jeder EU-Staat seinen Bürgern mindestens einen digitalen Identitätsnachweis, die EUDI-Wallet, anbieten. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, hat die Kommission jetzt zentrale Fördertöpfe des Digital Europe Programme für 2026 aktiviert. Das frisch fließende Kapital ist für die Endentwicklung und Zertifizierung der nationalen Wallet-Lösungen vorgesehen.
Hintergrund ist eine strategische Einigung von Rat und Parlament Ende 2025, die digitale Souveränität und sichere Identifikation in den Fokus rückte. Die Mittel bauen auf einer 15-Millionen-Euro-Förderung aus dem letzten Jahr auf, die bereits die Zertifizierung von Wallets und die Integration von mobilen Führerscheinen unterstützte. Jetzt geht es darum, die in Pilotprojekten 2024 und 2025 gesammelten Erfahrungen in produktionsreife Systeme zu überführen.
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Vom Testbetrieb zum flächendeckenden Rollout
Die Strategie hat sich gewandelt: Statt weiterer Experimente steht nun die großflächige Implementierung im Mittelpunkt. Große Pilotprojekte wie das POTENTIAL-Konsortium testeten bereits, wie man damit Bankkonten eröffnet oder Behördendienste nutzt. Die neuen Gelder sollen diese erfolgreichen Ansätze industrialisieren.
Ein besonderer Fokus liegt auf sogenannten White-Label-Lösungen und Open-Source-Komponenten. Damit sollen auch kleinere Mitgliedsstaaten von den Vorarbeiten profitieren und kompatible Technologie übernehmen können, ohne eigene Systeme von Grund auf neu entwickeln zu müssen. Zugleich fließen Mittel in den Ausbau der europäischen Vertrauensinfrastruktur, damit ein in Lettland ausgestellter digitaler Ausweis auch in Portugal problemlos anerkannt wird.
Privatwirtschaft rüstet sich für Final-Sprint
Die Freigabe der Fördermittel hat die Privatwirtschaft in Alarmbereitschaft versetzt. Technologieanbieter und Cybersicherheitsfirmen positionieren sich, um nationale Regierungen in der finalen Phase bis zur Compliance zu unterstützen. Die Gelder adressieren auch technische Hürden, die in der Pilotphase sichtbar wurden – etwa bei der grenzüberschreitenden Interoperabilität.
Ein Teil der Mittel ist für umfangreiche Sicherheitsaudits und öffentliche Aufklärungskampagnen reserviert. Das Ziel: Das Vertrauen der Bürger in das System stärken. Schließlich soll die Nutzung der Wallet später im Jahr nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung von ihrer Sicherheit und ihrem Nutzen erfolgen.
Der Blick geht schon über 2026 hinaus
Während sich 2026 auf die Einführung durch die Behörden konzentriert, ist der nächste große Meilenstein bereits in Sicht. Ab Ende 2027 sind regulierte Privatsektoren wie Banken und Telekommunikationsanbieter sowie sehr große Online-Plattformen verpflichtet, die EUDI-Wallet zur starken Nutzerauthentifizierung zu akzeptieren.
Die jetzt aktivierten Fördermittel legen das Fundament für diese breite Akzeptanz. Durch die Subventionierung der Infrastrukturkosten für Aussteller und frühe Nutzer hofft die Kommission, eine kritische Masse an Nutzern und Diensten zu schaffen. Für 450 Millionen Europäer soll 2026 das Jahr werden, in dem die digitale Identität von der Politik in die gelebte Realität übergeht.
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