EU verschärft Sanktionen: Russische Zahlungssysteme Mir und SBP gesperrt
25.01.2026 - 05:15:12Die Europäische Union schließt weitere Finanzlücken im Sanktionsregime gegen Russland. Ab heute ist EU-Unternehmen die Nutzung der russischen Systeme Mir und SBP verboten.
Die heute in Kraft getretene Regelung untersagt europäischen Wirtschaftsakteuren jegliche Transaktionen über das russische Kartensystem Mir und das System für Schnelle Zahlungen (SBP). Beide werden von der russischen Zentralbank kontrolliert und gelten als strategische Alternativen zu Visa, Mastercard und SWIFT. Das Verbot ist Teil des bereits im Herbst 2025 beschlossenen 19. Sanktionspakets und zielt darauf ab, Umgehungsmöglichkeiten für bestehende Restriktionen zu schließen.
Direkter Angriff auf Russlands Finanz-Infrastruktur
Die Maßnahme markiert eine strategische Eskalation. Während frühere Sanktionen russische Banken vom internationalen SWIFT-System ausschlossen, geht die EU nun direkt gegen die von Moskau selbst aufgebaute Ersatz-Infrastruktur vor. „Damit wird der Aktionsradius von Mir und SBP international weiter eingeschränkt“, analysieren Beobachter. Bereits seit Juni 2024 war die Nutzung des russischen Pendants zu SWIFT, das SPFS, für EU-Organisationen tabu. Die neue Regelung schließt nun die verbliebenen signifikanten Lücken.
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Das Verbot ist umfassend: Es betrifft alle EU-Organisationen, auch wenn sie außerhalb Russlands tätig sind. Sie dürfen keine Systeme der russischen Zentralbank oder anderer russischer juristischer Personen mehr nutzen, die die Übermittlung von Finanznachrichten ermöglichen.
Begrenzte EU-Auswirkungen, globale Signalwirkung
Die direkten Konsequenzen für die europäische Wirtschaft gelten als überschaubar. Die meisten Finanzinstitute haben ihre Verbindungen zu russischen Systemen bereits in den vergangenen Jahren gekappt. Die eigentliche Wirkung entfaltet die Maßnahme anderswo: Sie trifft vor allem Unternehmen aus Drittstaaten, die noch mit Mir-Karten oder SBP arbeiten und gleichzeitig Geschäftsbeziehungen zur EU unterhalten.
Diese Firmen stehen nun vor einer klaren Wahl. Sie müssen sicherstellen, nicht gegen die neuen EU-Vorschriften zu verstoßen – was die internationale Akzeptanz der russischen Zahlungssysteme weiter untergräbt. Die finanzielle Isolation Moskaus wird so Stück für Stück vorangetrieben.
Langfristige Strategie der finanziellen Isolation
Das heutige Inkrafttreten unterstreicht, dass Brüssel die Finanzsanktionen als zentrales und langfristiges Instrument betrachtet. Die Regime werden regelmäßig überprüft und angepasst, oft im Sechsmonatsrhythmus. Das übergeordnete Ziel bleibt unverändert: Die Fähigkeit Russlands, den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren und technologisch zu unterstützen, soll systematisch geschwächt werden.
Doch der Schritt ist kein Schlusspunkt. Es wird erwartet, dass Moskau nach neuen Wegen sucht – etwa durch verstärkte Nutzung von Kryptowährungen oder bilaterale Abkommen mit nicht-sanktionierenden Staaten. Die EU und ihre Partner dürften ihrerseits weiter darauf reagieren. Der finanzielle Konflikt bleibt eine zentrale Arena der geopolitischen Auseinandersetzung.
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