EU-Unternehmen, Tokio

EU-Unternehmen werben in Tokio um Japans Robotik-Markt

23.01.2026 - 00:31:12

Eine hochrangige EU-Mission knüpft in Tokio Kontakte zu japanischen Technologieführern, um Kooperationen in Robotik und intelligenten Fabriken voranzutreiben.

Eine hochkarätige EU-Delegation sucht in Japan nach Partnern für die Fabrik der Zukunft. Bei einer viertägigen Geschäftsmission in Tokio knüpften ausgewählte europäische Mittelständler Kontakte zu führenden japanischen Technologiekonzernen. Im Fokus standen Kooperationen in Robotik und Smart Factory-Technologien.

Mission für mehr Automatisierungspartner

Vom 20. bis 23. Januar führte das EU-Japan Centre for Industrial Cooperation zwölf bis sechzehn europäische KMU durch Japans High-Tech-Landschaft. Die Mission war strategisch auf die Tokioter Factory Innovation Week abgestimmt, eine der wichtigsten Fachmessen für Industrie 4.0 in Asien.

Die europäischen Unternehmen präsentierten dort ihre Lösungen für intelligente Fabriken und Automatisierung. Ziel war es, nachhaltige Geschäftsbeziehungen in einem Markt aufzubauen, der durch Fachkräftemangel und den Druck zu mehr Effizienz geprägt ist. Dies war bereits die zweite Auflage dieser spezialisierten Geschäftsmission.

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Brückenschlag mit System

Die Organisatoren gaben den Teilnehmern umfassende Unterstützung: von einem Gemeinschaftsstand über professionelle Dolmetscher bis hin zu übersetzten Unterlagen. Zusätzlich zur Messe besuchte die Delegation führende japanische Unternehmen für Robotik und Automatisierung.

So erhielten die europäischen Unternehmer Einblicke in modernste Produktionsanlagen und Geschäftspraktiken. Eine Online-Vorbereitung vermittelte Wochen zuvor bereits die Grundlagen japanischer Geschäftsetikette und Marktbesonderheiten.

Einblick in Japans Technologie-Führerschaft

Die Factory Innovation Week vereinte drei Spezialmessen: die Smart Factory Expo, RoboDEX und die Green Factory Expo. Diese Plattform bot den Europäern Zugang zu Japans gesamter Innovations-Elite.

Die Themen reichten von digitaler Transformation über kollaborative Roboter bis hin zu KI-gestützter vorausschauender Wartung. Besonderes Augenmerk lag auf humanoiden Robotern und tragbaren Lösungen – Schlüsseltechnologien für die Mensch-Roboter-Zusammenarbeit von morgen.

Wachstumsmarkt mit strategischer Bedeutung

Die Mission endet zu einem Zeitpunkt kräftigen globalen Wachstums. Laut einem aktuellen Marktbericht vom 21. Januar 2026 war der globale Industrierobotik-Markt 2024 rund 34 Milliarden US-Dollar schwer. Bis 2030 wird ein jährliches Wachstum von 13 Prozent erwartet.

Japan ist dabei ein besonders strategischer Partner für Europa. Die rapide alternde Gesellschaft und schrumpfende Erwerbsbevölkerung machen Automatisierung zur nationalen Priorität. Gleichzeitig teilen EU und Japan ihre Werte bei der Entwicklung ethischer, menschenzentrierter und sicherer KI.

Langfristige Allianz im Blick

Nach Abschluss der Mission geht es nun darum, die geknüpften Kontakte in stabile Geschäftsbeziehungen zu überführen. Die Kombination europäischer Stärken in Software und Systemintegration mit japanischer Hardware-Expertise könnte die Entwicklung industrieller Spitzenlösungen beschleunigen.

Zukünftige Initiativen sollen diese Zusammenarbeit vertiefen. Gemeinsame Forschungsprojekte könnten die smarten Fabriken von morgen definieren – und die technologische Führungsposition beider Regionen festigen.

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