Millionen-Projekt, Einsamkeits-Krise

EU startet Millionen-Projekt gegen die Einsamkeits-Krise

23.01.2026 - 00:22:12

Ein neues EU-Forschungsprojekt mit 3 Millionen Euro Budget untersucht die volkswirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen von Einsamkeit, um evidenzbasierte Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Die Europäische Union startet eine datengestützte Offensive gegen die wachsende Einsamkeit. Das neue Forschungsprojekt LONELY-EU erhält rund 3 Millionen Euro, um die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der „stillen Pandemie“ zu bekämpfen.

Rund 13 Prozent der EU-Bürger fühlen sich häufig einsam. Diese soziale Isolation ist längst kein rein privates Problem mehr. Sie belastet Gesundheitssysteme, senkt die Produktivität und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die hohen Kosten des Alleinseins

Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm. Studien zeigen:
* Einsame Menschen benötigen häufiger medizinische Hilfe – das treibt die Kosten der Gesundheitssysteme in die Höhe.
* Soziale Isolation dämpft Kreativität und Leistung am Arbeitsplatz.
* Besonders junge Erwachsene und Menschen mit geringem Einkommen sind betroffen.

Für die Politik wird die Bekämpfung der Einsamkeit damit zur fiskalischen Notwendigkeit. Es geht nicht mehr nur um Sozialpolitik, sondern um den Schutz der Volkswirtschaften.

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So will LONELY-EU gegensteuern

Unter Leitung von Prof. Dr. Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum bündelt ein internationales Forscherteam ab 2025 für drei Jahre alle verfügbaren Daten. Das Ziel: klare, evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für die Politik.

„Wir müssen die Ursachen und Folgen von Einsamkeit in Europa erstmals systematisch verstehen“, so der Ansatz. Auf dieser Grundlage sollen wirksame Maßnahmen zur Prävention entwickelt werden. Ein europaweites Experten-Netzwerk soll den Austausch beschleunigen.

Nationale Initiativen wie in Österreich

Parallel zur EU-Forschung laufen bereits nationale Programme. In Österreich, wo etwa 1,8 Millionen Menschen betroffen sind, treibt Ministerin Korinna Schumann die „Plattform gegen Einsamkeit“ voran.

Die OECD hebt dieses Modell bereits als vorbildlich hervor. Solche nationalen Kompetenzstellen enttabuisieren das Thema, vernetzen Hilfsangebote und bereiten den Boden für die EU-Strategien.

Ein Paradigmenwechsel in der Politik

LONELY-EU markiert einen Wendepunkt. Einsamkeit wird nicht länger als persönliches Schicksal abgetan, sondern als zentrales wirtschafts- und gesundheitspolitisches Risiko erkannt.

Die EU hofft, mit einheitlichen Daten und Standards Insellösungen zu überwinden. Könnte dieser wissenschaftliche Ansatz der Schlüssel sein, um die gesellschaftlichen Kosten der Vereinsamung endlich zu senken? Die nächsten drei Jahre der Forschung sollen die Antwort liefern.

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