EU fördert KMU mit Millionen für Cybersicherheit
02.02.2026 - 23:35:11Die EU stellt 5 Millionen Euro bereit, um kleinen und mittleren Unternehmen den Weg zur Einhaltung des neuen Cyber Resilience Act (CRA) zu ebnen. Das Förderprogramm SECURE soll die digitale Widerstandsfähigkeit des europäischen Mittelstands stärken.
Erste Förderrunde ist gestartet
Angesichts der strengen neuen Cybersicherheitsvorschriften hat die EU ein gezieltes Hilfsprogramm für KMU aufgelegt. Die erste Ausschreibungsrunde des Projekts SECURE („Strengthening EU SMEs Cyber Resilience“) läuft seit dem 28. Januar. Unternehmen können sich noch bis zum 29. März 2026 um Fördermittel bewerben. Insgesamt stehen in dieser Phase 5 Millionen Euro zur Verfügung. Einzelne Vorhaben werden mit bis zu 30.000 Euro bezuschusst, wobei die EU die Hälfte der förderfähigen Kosten übernimmt.
Das Gesamtbudget des SECURE-Projekts beläuft sich auf rund 22 Millionen Euro. Davon sind 16 Millionen Euro als direkte Finanzspritze für kleine und mittlere Unternehmen vorgesehen. Gefördert werden Hersteller, Händler und Importeure von Produkten mit digitalen Elementen – also nahezu allen vernetzten Geräten. Auch Verantwortliche für Open-Source-Software können Anträge stellen.
Was genau wird gefördert?
Die Gelder sollen KMU dabei unterstützen, die komplexen Anforderungen des CRA zu erfüllen. Konkret fließt das Geld in vier Bereiche:
* Beratung: Experten helfen bei Lückenanalysen, der Konformitätsbewertung und dem Aufbau interner Sicherheitsprozesse.
* Technische Maßnahmen: Finanziert werden Schwachstellenanalysen, Penetrationstests und die Absicherung von Produkten und Quellcode.
* Risikomanagement: Gefördert wird die Einrichtung von Systemen zur Erkennung von Sicherheitsvorfällen und zur Absicherung der Lieferkette.
* Schulungen: Mitarbeiter können in den neuen Vorschriften und allgemeiner Produktsicherheit geschult werden.
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Der Cyber Resilience Act: Ein neues Zeitalter für Produktsicherheit
Hinter der Förderung steht ein regulatorischer Paukenschlag: der Cyber Resilience Act. Die Verordnung trat im Dezember 2024 in Kraft und gilt ab 2027 vollständig. Sie stellt einen Paradigmenwechsel dar. Erstmals gibt es EU-weit verbindliche Sicherheitsstandards für fast alle vernetzten Produkte – von der Smartwatch über vernetztes Spielzeug bis hin zu industrieller Software.
Hersteller müssen nun die Cybersicherheit über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts garantieren, von der Entwicklung bis zur Entsorgung. Konforme Produkte erhalten eine CE-Kennzeichnung, die Verbrauchern mehr Sicherheit signalisiert. Bestehende Regeln für Branchen wie Medizin oder Luftfahrt bleiben davon unberührt.
Wettbewerbsvorteil statt Bürokratie-Hürde
Für große Konzerne ist die Umsetzung oft eine Frage des Ressourceneinsatzes. Für KMU hingegen stellen fehlendes Fachwissen, knappes Personal und hohe Kosten eine massive Hürde dar. Genau hier setzt SECURE an. Branchenkenner sehen in der Förderung eine Chance: Die Einhaltung des CRA kann so von einer Pflichtaufgabe zu einem echten Wettbewerbsvorteil werden. Sichere Produkte stärken das Kundenvertrauen und die Marktposition.
Die aktuelle Ausschreibung ist nur der Anfang. Weitere Förderrunden sind geplant, um die verbleibenden 11 Millionen Euro an KMU zu verteilen. Der Zeitdruck für die Unternehmen wächst jedoch: Ab Herbst 2026 müssen bereits Sicherheitsvorfälle gemeldet werden. Ab Ende 2027 dürfen nur noch vollständig konforme neue Produkte auf den Markt. Die EU-Förderung ist damit ein wichtiger Anreiz, sich frühzeitig und professionell auf die neue Ära der Cybersicherheit vorzubereiten.
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