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Eswatini warnt vor neuer Welle digitaler 'Facata'-Betrugsmasche

31.01.2026 - 08:30:15

Polizei in Eswatini warnt vor einer neuen Welle raffinierter Telefonbetrugsangriffe, die gezielt ältere Menschen um hohe Geldbeträge bringen. Die Täter nutzen psychologische Manipulation und geben sich sogar als Polizei aus.

Die Behörden in Eswatini warnen eindringlich vor einer neuen Welle raffinierter Betrugsangriffe auf Bankkarten und Mobile Money. Die als ‚Facata‘ bekannten Scams richten sich gezielt gegen ältere Bürger und verursachen hohe finanzielle Verluste.

Ältere Bürger im Visier der Betrüger

Die jüngsten Fälle zeigen ein klares Muster. Am 22. Januar 2026 beraubten Unbekannte einen 68-jährigen Mann aus Coates Valley um umgerechnet 33.000 Euro. Bereits Anfang Januar erlitt ein 60-Jähriger aus Lubhuku einen Schaden von 80.000 Euro. Die Täter nutzen gezielt die vermeintlich geringere Digitalaffinität älterer Menschen aus.

„Die Betrüger kontaktieren ihre Opfer per Telefon oder SMS und erzeugen gezielt Panik“, erklärt ein Polizeisprecher. Eine gängige Masche: Die Täter behaupten, das Bankkonto sei kompromittiert und bieten an, es zu „sichern“. So gelangen sie an PINs, Transaktionsbestätigungen (TANs) oder Mobile-Money-Zugangsdaten.

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Regierung warnte bereits vor Eskalation

Die aktuelle Betrugswelle bestätigt Befürchtungen der Regierung. Finanzminister Neal Rijkenberg hatte bereits im November 2025 während des Internationalen Betrugspräventionsmonats vor den wachsenden Risiken durch Online-Betrug gewarnt. „Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Finanzdienstleistungen werden auch die Methoden der Kriminellen raffinierter“, so der Minister.

Die Behörden beobachten eine beunruhigende Entwicklung: Die Betrüger geben sich inzwischen sogar als Polizeibeamte aus. Sie nutzen gefälschte WhatsApp-Konten mit Polizei-Logos oder manipulieren ihre Telefonnummern, sodass der Name der Polizeibehörde angezeigt wird.

Tiefgreifende psychologische Manipulation

Die Wirkung der Betrugsmethoden ist so stark, dass einige Bürger während Aufklärungskampagnen der Eswatini Communications Commission (ESCCOM) sogar von übernatürlichen Praktiken sprachen. „Die Opfer berichten, die Täter würden eine Art ‚Muti‘ oder schwarze Magie einsetzen, um sie zu verwirren und gefügig zu machen“, heißt es aus Kreisen der Aufsichtsbehörde.

Dies unterstreicht die tiefgreifende psychologische Manipulation, die hinter den Social-Engineering-Angriffen steckt. Die Betrüger erzeugen nicht nur Druck, sondern brechen systematisch das kritische Denken ihrer Opfer.

Digitale Transformation als doppelte Herausforderung

Der Anstieg der ‚Facata‘-Betrugsfälle offenbart die Schwachstellen in Eswatinis Cybersicherheitsinfrastruktur. Während Strafverfolgungsbehörden einige Netzwerke zerschlagen und Täter festnehmen konnten, bleibt das Problem akut. Besonders gefährdet sind auch traditionelle Spargruppen („Stokvels“), die oft mit großen Bargeldsummen operieren.

Die ESCCOM intensiviert ihre Aufklärungskampagnen und warnt vor Transaktionen mit Unbekannten. „Der informierte Bürger ist der beste Schutz“, betont die Polizei. Die Behörden raten dringend: Niemals Bankdaten, PINs oder TANs am Telefon preisgeben. Bei verdächtigen Anrufen sofort bei der eigenen Bank über offizielle Kanäle nachfragen.

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