ERP-Förderung, Bürokratieabbau

ERP-Förderung und Bürokratieabbau: So startet der Mittelstand 2026

06.01.2026 - 05:34:12

Deutsche KMU profitieren ab 2026 von erweiterten KfW-Krediten, höherer Forschungszulage und Bürokratieabbau. Das Paket zielt auf Produktivitätssteigerung und Wettbewerbsfähigkeit.

Der deutsche Mittelstand startet mit einem neu justierten Förderpaket ins Jahr 2026. Im Fokus stehen Produktivitätssteigerungen durch erweiterte Forschungszulagen, neue KfW-Kredite und weniger Bürokratie.

Neue KfW-Kredite: Drei Stufen für jedes Projekt

Seit Juli 2025 haben zwei neue Programme die alte Förderlandschaft abgelöst: der „ERP-Förderkredit Digitalisierung“ und der „ERP-Förderkredit Innovation“. Ihre volle Wirkung entfalten sie nun in der ersten vollen Planungsphase der Unternehmen.

Die dreistufige Struktur – Basis, LevelUp und HighEnd – soll Antragshürden senken. Besonders im Fokus steht die HighEnd-Variante für Investitionen in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz. Sie bietet zinsverbilligte Kredite und Tilgungszuschüsse. Da der Mindestkreditbetrag entfiel, können nun auch kleinere Digitalisierungsprojekte im Handwerk finanziert werden.

Laut Bankenkreisen nutzen Betriebe die Mittel verstärkt, um dem Fachkräftemangel mit Automatisierung zu begegnen. Die Förderung wird so zum direkten Hebel für mehr Produktivität.

Forschungszulage 2026: Mehr Geld, weniger Aufwand

Zum Jahreswechsel trat die wohl bedeutendste Änderung in Kraft: Die steuerliche Forschungszulage wurde massiv aufgewertet.

  • Die Bemessungsgrundlage für förderfähige Aufwendungen stieg von 10 auf 12 Millionen Euro pro Jahr.
  • Eine neue Gemeinkostenpauschale von 20 Prozent erspart den aufwendigen Einzelnachweis.
  • Der förderfähige Stundensatz für Eigenleistungen von Inhabern und Geschäftsführern wurde auf 100 Euro erhöht.

Ziel ist es, die interne Innovationskraft zu stärken, ohne Liquidität durch langwierige Anträge zu binden.

Bürokratieabbau: Mehr Zeit fürs Wesentliche

Flankiert wird das Paket vom Vierten Bürokratieentlastungsgesetz (BEG IV), dessen Maßnahmen nun im Alltag greifen.

Konkret bedeutet das: Die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege sinkt von zehn auf acht Jahre. Das senkt Archivierungskosten und Haftungsrisiken. Zudem erlaubt das Gesetz nun weitgehend digitale Verträge in Textform – ein Tempo-Boost für Personalverwaltung und Einkauf.

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Europa schaltet einen Gang höher

Auch auf EU-Ebene gibt es Neuerungen. Das Arbeitsprogramm „Horizont Europa 2026-2027“ setzt auf Pauschalfinanzierung („Lump Sum“), um den Abrechnungsaufwand zu drücken. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf dem „Clean Industrial Deal“ und KI-Lösungen. Für deutsche KMU soll der Zugang zu europäischem Risikokapital und Kooperationen so einfacher werden.

Ein Paket, das wie Zahnräder ineinandergreift

Die Instrumente für 2026 zeigen einen klaren Paradigmenwechsel weg vom Gießkannenprinzip. Sie bilden ein kohärentes Paket:

  1. Investition: KfW-Kredite liefern günstiges Kapital.
  2. Innovation: Die Forschungszulage subventioniert die Entwicklung.
  3. Effizienz: Bürokratieabbau schafft Freiräume für die Umsetzung.

Wirtschaftsanalysten sehen darin einen notwendigen Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit. Belohnt werden vor allem jene Unternehmen, die aktiv in ihre Zukunft investieren.

Für das erste Quartal 2026 erwarten Experten einen sprunghaften Anstieg der KfW-Anträge. Viele Betriebe haben Investitionen verschoben, um die verbesserten Konditionen abzurufen. Der Werkzeugkasten für eine produktive Unternehmensführung ist gefüllt. Jetzt liegt es an den Unternehmen, ihn strategisch zu nutzen.

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