Erneuerbare knacken 2025 die 55-Prozent-Marke
31.12.2025 - 06:53:12Erneuerbare Energien decken erstmals mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs. Der massive Photovoltaik-Zubau und eine Netzentgeltreform prägen das Rekordjahr.
Die Erneuerbaren Energien haben 2025 erstmals rund 55 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs gedeckt. Das Umweltbundesamt bestätigte den Rekordwert bereits Mitte Dezember. Getrieben wurde der Sprung vor allem von einem historischen Boom bei der Solarenergie.
Photovoltaik schießt Rekorde ab
Der unbestrittene Star der Bilanz ist die Sonne. Mit einer Produktion von 89 Terawattstunden (TWh) erreichte die Photovoltaik einen neuen Höchststand. Dieser massive Zuwachs geht vor allem auf zwei Faktoren zurück:
* Das „Solarpaket I“ beseitigte bürokratische Hürden.
* Vor allem mittelständische Unternehmen investierten massiv in Dachanlagen.
Hinzu kommt der anhaltende Trend zu steckerfertigen „Balkonkraftwerken“ im Privatbereich. Gesunkene Modulpreise und einfachere Anmeldungen machten Solarenergie 2025 für viele attraktiv.
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Windkraft: Land läuft, See holt auf
Bei der Windkraft zeigt sich ein gemischtes Bild. An Land sorgten beschleunigte Genehmigungen für einen soliden Zubau. Auf See hingegen stagnierten die Netzanschlüsse im ersten Halbjahr.
Ein wichtiges Signal setzte gegen Jahresende der Windpark „He Dreiht“ in der Nordsee. Mit 960 Megawatt Leistung und ohne staatliche Förderung gilt das Projekt als Blaupause für die künftige Wirtschaftlichkeit der Offshore-Windkraft. Solche Großprojekte sind entscheidend, um die ambitionierten Ausbauziele bis 2030 zu erreichen.
Netzentgelte: Mehr Gerechtigkeit für den Norden
Ein wirtschaftspolitisches Schlüsselthema war die Reform der Netzentgelte. Seit Januar 2025 werden Regionen mit hohem Ausbau an Erneuerbaren entlastet. Verbraucher und Unternehmen in Nord- und Ostdeutschland profitierten erstmals spürbar von sinkenden Durchleitungsgebühren.
Die Bundesnetzagentur verteilte die Kosten so breiter auf die gesamte Republik. Wirtschaftsverbände begrüßten diesen Schritt als längst überfällige Entlastung für die „Energiewende-Regionen“.
Der Weg zu 80 Prozent bleibt steil
Die 55 Prozent sind ein Meilenstein, doch das Ziel für 2030 liegt bei 80 Prozent. Analysten warnen: Der reine Zubau reicht nicht mehr. Der massive Ausbau von Sonne und Wind erhöht den Druck auf das Stromsystem.
2025 gab es erneut viele Stunden mit negativen Strompreisen an der Börse – an sonnigen und windigen Tagen wurde einfach zu viel produziert. Die Herausforderung verschiebt sich nun von der Erzeugung zur Systemintegration. Flexible Abnehmer und leistungsfähige Speicher werden zur Schlüsselfrage.
Was kommt 2026?
Nach dem Solar-Rekordjahr rückt 2026 die Infrastruktur in den Fokus. Der Ausbau von Speichern und wasserstofffähigen Gaskraftwerken wird dringender, um die Versorgung in windstillen und dunklen Phasen zu sichern.
Für Verbraucher bleibt die Preisentwicklung spannend. Während die Erzeugung durch Erneuerbare günstiger wird, sind die Kosten für Netzausbau und Systemstabilität ein entscheidender Faktor. 2025 hat gezeigt, dass die Technik liefert – die ökonomische Integration ist die nächste große Aufgabe.
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