Ernährungstherapie, Schlüssel

Ernährungstherapie wird Schlüssel für gesundes Altern

22.01.2026 - 01:21:12

Neue Leitlinien machen die Ernährung zum zentralen Baustein der Gesundheitsversorgung für Senioren. Angesichts der alternden Gesellschaft rückt die individuelle Nährstoffversorgung in den klinischen Fokus. Sie kann klinische Ergebnisse verbessern und die Selbstständigkeit erhalten.

Die Herausforderungen sind vielfältig: Im Alter sinkt oft der Energiebedarf, doch der Bedarf an Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen bleibt hoch oder steigt. Appetitlosigkeit, Kauprobleme oder soziale Faktoren erschweren die Nahrungsaufnahme. Das Risiko für Mangelernährung wächst – und beschleunigt den Abbau von Muskelmasse und Kraft.

Einen wesentlichen Fortschritt bringt die aktualisierte S3-Leitlinie “Klinische Ernährung und Hydrierung im Alter”. Sie gilt bis 2030 und bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Prävention und Therapie von Mangelernährung, Sarkopenie und Adipositas bei Menschen ab 65 Jahren.

Die Leitlinie fordert ein frühzeitiges Screening auf Ernährungsrisiken. So sollen Interventionen beginnen, bevor eine manifeste Mangelernährung mit gravierenden Folgen entsteht. Der Ansatz ist ganzheitlich und berücksichtigt die gesamte Lebenssituation der Betroffenen.

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Protein: Der Turbo gegen Muskelabbau

Im Kampf gegen den Muskelverlust spielt Protein die Hauptrolle. Während Jüngeren 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen werden, brauchen gesunde Senioren laut Expertengruppen 1,0 bis 1,2 g/kg.

Bei Erkrankungen kann der Bedarf sogar auf 1,2 bis 1,5 g/kg steigen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge, sondern auch die Verteilung über den Tag und die Qualität. Die Aminosäure Leucin, reichlich in Molkenprotein enthalten, stimuliert den Muskelaufbau besonders effektiv.

Vitamine und Mineralstoffe: Kleine Helfer, große Wirkung

Ein Mangel an Mikronährstoffen begünstigt Gebrechlichkeit. Besonders kritisch ist Vitamin D, essenziell für Muskeln und Knochen. Da die Eigenproduktion im Alter nachlässt, wird für Menschen ab 65 eine Supplementierung empfohlen.

Weitere potenziell kritische Nährstoffe sind:
* Kalzium für die Knochen
* Vitamin B12 und Folsäure für die kognitive Gesundheit

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn bildet die Basis. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine gezielte Ergänzung nötig sein.

Ganzheitlicher Ansatz gewinnt an Bedeutung

Die Entwicklungen zeigen: Die Ernährungstherapie wird als integraler Bestandteil der Altersversorgung anerkannt. Es geht nicht mehr nur um die Behandlung von Krankheiten, sondern proaktiv um den Erhalt von Funktionalität und Lebensqualität.

Zukünftige Strategien setzen auf bessere Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Ernährungsberatern und Pflegekräften. Die Umsetzung der Leitlinien in den Alltag ist der nächste entscheidende Schritt.

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