Ernährung und Gewicht: Schlüssel im Kampf gegen Schuppenflechte
02.02.2026 - 00:51:12Neue Studien belegen: Ernährung und Gewichtsmanagement sind wirksame Waffen gegen Psoriasis. Sie können Symptome lindern und Therapien verstärken.
Übergewicht heizt Entzündungen an
Die Verbindung ist klar: Übergewicht ist ein Risikofaktor für die Entstehung und einen schwereren Verlauf der Schuppenflechte. Das metabolisch aktive Fettgewebe produziert entzündungsfördernde Botenstoffe. Diese können die systemische Entzündung im Körper anfachen und die Hautsymptome verschlimmern.
Patienten mit höherem BMI sprechen oft schlechter auf Medikamente an. Eine Gewichtsreduktion zeigt dagegen häufig direkte Wirkung. Schon eine moderate Abnahme kann das Hautbild verbessern. In Einzelfällen führte massiver Gewichtsverlust sogar zur Symptomfreiheit.
Mittelmeerdiät als entzündungshemmende Kraft
Im Fokus der Forschung steht die mediterrane Ernährung. Reich an Gemüse, Obst, Fisch und Olivenöl liefert sie Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren. Eine Studie im JAMA Dermatology zeigte: Diese Kost kann Psoriasis-Symptome signifikant bessern – teils sogar ohne Gewichtsabnahme.
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Im Gegenzug sollten Betroffene entzündungsfördernde Lebensmittel meiden:
* Rotes und verarbeitetes Fleisch
* Zucker und Weißmehlprodukte
* Alkohol
Darmgesundheit und spezifische Nährstoffe im Blick
Die Forschung rückt den Darm in den Mittelpunkt. Eine gestörte Darmbarriere und ein Ungleichgewicht der Darmflora scheinen mit der Krankheitsaktivität zusammenzuhängen. Eine ballaststoffreiche Ernährung fördert ein gesundes Mikrobiom.
Bestimmte Nährstoffe sind besonders relevant:
* Omega-3-Fettsäuren (in fettem Fisch, Leinöl) wirken entzündungshemmend.
* Vitamin D: Ein Mangel ist bei Psoriasis-Patienten häufig und wird mit stärkeren Symptomen in Verbindung gebracht.
* Gesättigte Fettsäuren: Eine Leipziger Studie fand heraus, dass ihre Reduktion die Symptome um etwa 25 Prozent verbessern kann – selbst ohne Gewichtsverlust.
Vom Hautleiden zum systemischen Ansatz
Die Erkenntnisse markieren einen Paradigmenwechsel. Psoriasis wird heute als systemische Entzündungskrankheit verstanden, die einen ganzheitlichen Therapieansatz erfordert. Die Ernährung wird zur festen Säule neben der Medikation.
Dies ist auch wegen der häufigen Begleiterkrankungen wichtig. Psoriasis-Patienten haben ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine gesunde Ernährung adressiert auch diese Risiken. Ärztliche Beratung ist entscheidend, denn eine universelle Diät gibt es nicht.
Personalisierte Ernährung als Zukunftshoffnung
Die Zukunft könnte individualisierte Strategien bringen. Die Analyse des persönlichen Darmmikrobioms und genetischer Faktoren könnte gezieltere Empfehlungen ermöglichen. Digitale Gesundheits-Apps können Patienten bei der nachhaltigen Umsetzung unterstützen.
Ernährungsinterventionen werden voraussichtlich fester in die Behandlungsleitlinien einziehen. Die Botschaft lautet: Bewusste Ernährung ist keine Wellness-Maßnahme, sondern eine evidenzbasierte Therapieergänzung.
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