März, Kontrolle

ePA: Ab März 2026 Kontrolle per Push-Nachricht

01.01.2026 - 07:00:12

Die elektronische Patientenakte (ePA) wird transparenter: Ab März 2026 können Versicherte per Smartphone-Benachrichtigung verfolgen, wer ihre Gesundheitsdaten einsehen oder ändert. Dies ist der nächste große Schritt nach der verpflichtenden Einführung für Ärzte und Apotheker im Oktober 2025.

Seit dem bundesweiten Rollout im April 2025 ist die ePA für alle gesetzlich Versicherten verfügbar, die nicht aktiv widersprochen haben. Hochfunktionale Features wie die Benachrichtigungen wurden jedoch zurückgestellt, um die Stabilität des Kernsystems zu gewährleisten. Das bestätigt der Fahrplan von gematik, der Nationalen Agentur für digitale Medizin, und dem Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Das Update Release 3.1.2 im März adressiert eine zentrale Sorge der Bürger: das Gefühl, die Kontrolle über die eigenen sensiblen Daten zu verlieren. Künftig schließt die Telematikinfrastruktur einen „Push Notification“-Dienst als Grundfunktion ein. Damit soll die Lücke zwischen automatischer Datenverarbeitung und Patientenbewusstsein geschlossen werden. Nutzer können den Fluss ihrer medizinischen Informationen direkt vom Smartphone aus nachverfolgen.

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So funktioniert das neue Warnsystem

Entgegen früherer Spekulationen über Pflicht-Benachrichtigungen liegt die Entscheidung beim Patienten. Technische Spezifikationen der gematik zeigen: Die Push-Funktion wird eine optionale Einstellung in den ePA-Apps der Krankenkassen (ePA-FdV) sein.

Wer die Alerts ab März aktiviert, erhält eine Smartphone-Meldung in diesen Fällen:
* Neue Dokumente: Wenn ein Arzt, ein Krankenhaus oder eine Apotheke einen neuen Befund, Brief oder Medikationsplan hochlädt.
* Datenzugriff: Wenn ein Leistungserbringer vorhandene Akten einsehen möchte.
* Berechtigungsänderung: Falls Zugriffsrechte geändert oder widerrufen werden.

Dieser „Opt-in“-Ansatz passt zum Datenschutzkonzept der ePA. Nutzer, die eine passive Erfahrung bevorzugen, werden nicht von Meldungen überflutet. Gleichzeitig erhalten datenbewusste Menschen eine detaillierte Übersicht.

Der lange Weg der ePA-Einführung

Die Benachrichtigungen folgen einer schrittweisen Implementierungsstrategie, die 2025 das deutsche Digital-Health-Landschaft prägte.
* Januar 2025: „ePA für alle“ startete in Pilotregionen (Hamburg, Franken, NRW).
* April 2025: Der bundesweite Rollout begann.
* Oktober 2025: Die Pflicht für Leistungserbringer trat in Kraft. Ärzte, Zahnärzte und Apotheker müssen die ePA seitdem mit behandlungsrelevanten Daten füllen.

Die Verschiebung der Benachrichtigungsfunktion auf März 2026 – ursprünglich für früher geplant – war eine strategische Entscheidung. Priorität hatte die Stabilität des Kerngerüsts und des ebenfalls anstehenden „Digitalen Medikationsprozesses“ (dgMP).

Mehr Vertrauen durch Sichtbarkeit

Branchenbeobachter sehen in den Push-Benachrichtigungen einen notwendigen Schritt, um langfristiges Vertrauen in das ePA-System aufzubauen. Indem Datenzugriffe in Echtzeit sichtbar werden, wandelt sich das Modell von einer „Blackbox“ hin zu aktiver Transparenz.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat stets auf stabile, nutzerfreundliche Systeme gedrungen. Das März-Update soll nicht nur Benachrichtigungen bringen, sondern auch die Integration des elektronischen Medikationsplans (eMP) verbessern. Ziel ist ein nahtloserer digital unterstützter Medikationsprozess.

Kritik kommt weiterhin von Verbraucherschützern. Sie beobachten die Umsetzung genau. Sie wollen sicherstellen, dass die „Option“ wirklich eine Wahl bleibt und die digitale Spaltung nicht Nutzer ohne Smartphone benachteiligt. Für diese bleiben die Ombudsstellen der Krankenkassen der primäre Anlaufpunkt, um Datenzugriffe zu prüfen.

Was kommt nach März 2026?

Der ePA-Fahrplan sieht für 2026 weitere Verbesserungen vor. Nach dem März-Release soll die Rollout-Phase einer Volltextsuche beginnen. Diese erlaubt es Ärzten und Patienten, in hochgeladenen Dokumenten zu suchen – nicht nur in den Metadaten. Zudem bleibt die Integration von Daten für Forschungszwecke unter strengen Pseudonymisierungsregeln ein Schlüsselthema, während das Datenvolumen im System wächst.

Versicherte sollten ihre ePA-Apps aktuell halten und ab März 2026 nach den neuen Benachrichtigungseinstellungen Ausschau halten.

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