BrainHealth, Millionen

EP BrainHealth startet mit 500 Millionen Euro für Hirnforschung

01.01.2026 - 03:31:12

Die Europäische Union bündelt mit der Partnerschaft EP BrainHealth die Forschung zu neurologischen und psychischen Erkrankungen, um den Transfer von Ergebnissen in die Praxis zu beschleunigen.

Die EU startet heute eine der größten Forschungsinitiativen ihrer Geschichte. Die “European Partnership for Brain Health” (EP BrainHealth) soll mit fast einer halben Milliarde Euro die europäische Hirnforschung revolutionieren. Unter deutscher Führung bündelt sie erstmals Kräfte aus 31 Ländern gegen neurologische und psychische Erkrankungen.

Ein neues Zeitalter für die Gehirngesundheit

Ab sofort koordiniert der DLR Projektträger (DLR-PT) aus Bonn die Arbeit von über 50 Partnern. Das Ziel ist ehrgeizig: Die Zersplitterung der europäischen Forschung beenden und schneller Lösungen für Patienten finden. Die Partnerschaft läuft zunächst für zehn Jahre.

“Dies ist ein entscheidender Wendepunkt”, kommentieren Branchenbeobachter den Start. Erstmals vereint eine strategische Agenda die lange getrennten Bereiche Neurologie und psychische Gesundheit. Kann dieser holistische Ansatz den Durchbruch bringen, auf den Millionen Patienten warten?

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Schluss mit der Zersplitterung

Die neue Struktur beendet das bisherige Parallelsystem. Initiativen wie ERA-NET NEURON und JPND laufen nun unter einem gemeinsamen Dach zusammen. Diese Bündelung soll bürokratische Hürden abbauen und die wissenschaftliche Schlagkraft erhöhen.

  • 51 Partnerorganisationen aus ganz Europa sind beteiligt
  • Transnationale Förderung wird erstmals umfassend koordiniert
  • Dateninfrastrukturen werden zusammengeführt

Der größte Vorteil: Forschungsergebnisse sollen schneller vom Labor in die Klinik gelangen. Damit will Europa das sogenannte “Tal des Todes” in der Biotechnologie überwinden – die Phase, in denen vielversprechende Ansätze oft an Finanzierung oder Koordination scheitern.

Prävention statt reiner Krankheitsbekämpfung

Die EP BrainHealth setzt auf einen radikalen Perspektivwechsel. Statt nur Krankheiten zu behandeln, will sie lebenslange Gehirngesundheit fördern. Die “Strategic Research and Innovation Agenda” definiert diesen Zustand als vollständiges geistiges, kognitives und emotionales Wohlbefinden.

Die ersten Förderaufrufe starten bereits im ersten Quartal 2026. Sie priorisieren Projekte zu:
* Früherkennung von Risikofaktoren
* Stärkung der psychischen Resilienz
* Personalisierten Interventionen

Moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, Muster in großen Patientendaten zu erkennen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Besonderes Augenmerk liegt auf der Wechselwirkung zwischen Umwelt, Lebensstil und Genetik über die gesamte Lebensspanne.

Eine wirtschaftliche Notwendigkeit

Der Start der Initiative kommt nicht von ungefähr. Die ökonomische Last ist enorm: Erkrankungen des Gehirns kosten Europa jährlich schätzungsweise 800 Milliarden Euro. Diese Summe übersteigt die Kosten für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zusammen.

Angesichts der alternden Gesellschaft droht diese Belastung weiter zu eskalieren. Die 500-Millionen-Euro-Investition versteht sich daher auch als wirtschaftspolitisches Instrument. Sie soll private Investitionen in den europäischen Neuro-Tech-Sektor anregen, der in den letzten Jahren unter großer Vorsicht der Geldgeber litt.

Patientenvertreter begrüßen den Start, mahnen aber: “Die Forschungsergebnisse müssen auch tatsächlich in den Versorgungssystemen ankommen.”

Europas Antwort auf den globalen Wettlauf

Mit der EP BrainHealth zieht Europa im internationalen Wettbewerb nach. Die USA treiben mit der BRAIN Initiative voran, China mit dem China Brain Project. Die Einbindung von 31 Ländern – darunter auch Nicht-EU-Staaten – zeigt den Willen, einen wirklichen europäischen Forschungsraum zu schaffen.

Die Partnerschaft ist Teil der größeren Strategie für eine Europäische Gesundheitsunion. Sie korrespondiert mit Projekten wie dem “European Health Data Space” (EHDS), der den digitalen Austausch von Gesundheitsdaten revolutionieren soll.

Anders als das frühere “Human Brain Project” mit seinem Fokus auf Simulation verfolgt EP BrainHealth einen klar klinischen und anwendungsorientierten Ansatz. Fachleute bewerten die Zusammenführung von psychischer Gesundheit und Neurologie als längst überfälligen Paradigmenwechsel.

Was kommt jetzt?

Die operative Arbeit beginnt sofort. In den kommenden Wochen wird der erste transnationale Förderaufruf veröffentlicht. Forschungskonsortien in ganz Europa bereiten bereits Anträge vor, deren Projekte Ende 2026 starten sollen.

Die ersten Jahre werden stark von der Etablierung neuer Datenstandards geprägt sein. Bis 2030 – zur Halbzeit der Initiative – sollen erste greifbare Ergebnisse vorliegen. Denkbar sind neue diagnostische Biomarker oder präventive Leitlinien.

Langfristig will die EP BrainHealth “Gehirngesundheit” als festen Indikator in der öffentlichen Gesundheitspolitik verankern. Der Erfolg wird sich an einer einfache Frage messen lassen: Gelingt es, den Anstieg neurologischer und psychischer Erkrankungen zu bremsen?

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