EOS, Jedermann

EOS und Jedermann Inkasso: Betrüger schicken gefälschte Inkasso-Mails

27.01.2026 - 21:52:12

Kriminelle nutzen Namen seriöser Inkassounternehmen für perfide Phishing-Mails. Verbraucherschützer warnen vor den gefälschten Schreiben und nennen klare Erkennungsmerkmale.

Eine neue Welle betrügerischer Inkasso-E-Mails geht derzeit in Deutschland um. Kriminelle geben sich als seriöse Unternehmen wie EOS Deutscher Inkasso-Dienst oder Jedermann Inkasso aus und fordern Geld für nie getätigte Rechnungen. Die perfekt gefälschten Schreiben drohen mit drastischen Konsequenzen wie Schufa-Meldung oder Zwangsvollstreckung, um ihre Opfer in Panik zu versetzen.

Verbraucherzentralen wie die in Brandenburg und Hessen warnen eindringlich vor diesen Phishing-Angriffen. Die Täter nutzen die Namen echter Firmen und bauen ihre Drohungen mit teils echten Daten von Gerichtsvollziehern auf. Die gefälschten Rechnungen oder Titel wirken täuschend echt – inklusive offizieller Logos und Wappen.

So bauen die Betrüger Druck auf

Die Masche ist raffiniert: Die E-Mails behaupten oft offene Forderungen von großen Konzernen wie Amazon oder für Lotterien wie „Euromillion“. Die angedrohten Konsequenzen sollen jeden Zweifel im Keim ersticken:
* Negative Schufa-Einträge
* Erwirkung eines Vollstreckungstitels
* Sofortige Zwangsvollstreckung
* Konto- oder Lohnpfändung

Ein besonders perfider Trick sind extrem kurze Zahlungsfristen von nur wenigen Werktagen. So bleibt den Empfängern kaum Zeit, die Forderung rational zu prüfen oder sich zu informieren.

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Vier klare Warnsignale für Fake-Mails

Trotz professioneller Aufmachung verraten sich die Betrüger oft durch dieselben Fehler. So erkennen Sie die Fälschung:

1. Die falsche Kontoverbindung
Die wichtigste Regel: Seriöse Inkassounternehmen fordern niemals Zahlungen auf ausländische Konten. Prüfen Sie die IBAN – beginnen die ersten beiden Buchstaben nicht mit „DE“, ist es Betrug. Aber Vorsicht: Auch deutsche Kontonummern werden missbraucht. Die Verbraucherzentrale Brandenburg führt eine öffentliche Schwarzliste bekannter Betrugskonten.

2. Die fehlende Forderungsnummer
Echte Schreiben von Unternehmen wie EOS enthalten eine eindeutige, 11-stellige Forderungsnummer. Fehlt diese Nummer oder führt eine Überprüfung im offiziellen Serviceportal des Unternehmens zu einem Fehler, handelt es sich um eine Fälschung.

3. Der verdächtige Rückrufwunsch
Manchmal nennen die Betrüger gar keine Bankverbindung. Stattdessen fordern sie Sie auf, eine Telefonnummer anzurufen, um die Zahlungsdetails zu klären. Ziel ist es, Sie am Telefon unter Druck zu setzen. Seriöse Unternehmen teilen ihre Kontodaten schriftlich mit.

4. Die unpersönliche Anrede und der seltsame Absender
Achten Sie auf die E-Mail-Adresse des Absenders. Passt sie nicht zur offiziellen Domain des Unternehmens (z.B. info@eos-kontaktstelle.de statt @eos.de), ist das ein Alarmzeichen. Auch eine generische Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder Rechtschreibfehler im Text deuten auf Betrug hin.

Das müssen Sie jetzt tun – und was Sie lassen sollten

Wenn eine verdächtige Inkasso-Mail landet, handeln Sie nach diesem Leitfaden der Verbraucherschützer:

  • Nicht zahlen. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld. Einmal gezahlt, ist es meist verloren.
  • Keinen Kontakt aufnehmen. Antworten Sie nicht, klicken Sie keine Links an und öffnen Sie keine Anhänge. Rufen Sie auch keine angegebenen Nummern zurück.
  • Anzeige erstatten. Melden Sie den Betrugsversuch bei Ihrer örtlichen Polizei. Das hilft, die Täter zu verfolgen.
  • Selbst prüfen. Haben Sie wirklich eine offene Rechnung beim genannten Unternehmen? Im Zweifel kontaktieren Sie den angeblichen Gläubiger direkt über dessen offizielle Website.

Die Betrugswelle wird vorerst nicht abreißen. Die Täter werden ihre Methoden ständig verfeinern. Die beste Verteidigung bleibt eine gesunde Skepsis und die sofortige Überprüfung jeder unerwarteten und drohenden Zahlungsaufforderung.

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