Energieeffizienz diktiert jetzt deutsche Immobilienpreise
24.01.2026 - 09:10:12Die Energieeffizienz übertrifft die Lage als wichtigsten Werttreiber für Wohnimmobilien. Der energetische Zustand eines Gebäudes entscheidet maßgeblich über Verkaufspreis und Nachfrage. Der Energieausweis ist zum zentralen Preisinstrument geworden.
Eine neue Studie belegt: Wohngebäude mit hoher Energieeffizienz erzielen bis zu 40 Prozent höhere Preise als unsanierte Vergleichsobjekte. Der durchschnittliche Wertzuwachs durch Sanierungen liegt aktuell bei 23 Prozent. Besonders Altbauten profitieren von Investitionen in Fassade, Fenster und Dach. Die alte Devise “Lage, Lage, Lage” wird um den Faktor Energieeffizienz erweitert.
Jede Effizienzklasse kostet 107 Euro pro Quadratmeter
Der Preiseffekt der Energieeffizienz hat seit Anfang 2024 um mehr als 30 Prozent zugenommen. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Wüest Partner. Die konkreten Auswirkungen sind drastisch:
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- Bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern bedeutet jede schlechtere Energieeffizienzklasse einen Preisabschlag von durchschnittlich 107 Euro pro Quadratmeter.
- Bei Mehrfamilienhäusern sind es sogar 118 Euro pro Quadratmeter.
Die Spanne ist enorm: Einfamilienhäuser in den besten Klassen A oder B sind im Schnitt 43 Prozent teurer als der Durchschnitt. Bei Eigentumswohnungen der Klassen A+ und A beträgt der Aufpreis immer noch rund 23 Prozent im Vergleich zur Mittelklasse D.
Gesetze treiben die Schere weiter auseinander
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verschärft den Druck auf Eigentümer ineffizienter Immobilien. Es zielt auf einen klimaneutralen Gebäudesektor bis 2045 ab. Dazu gehören:
- Schrittweise Austauschpflichten für fossile Heizungen
- Strengere Vorgaben für Neubauten und Sanierungen
- Eine EU-weite Reduzierung des Primärenergieverbrauchs um 16 Prozent bis 2030
Käufer unsanierter Objekte müssen daher hohe künftige Sanierungskosten einkalkulieren. Die Folge: Preisnachlässe für “Energieschleudern” sind Standard. Die Nachfrage konzentriert sich immer stärker auf effiziente Objekte mit niedrigen Betriebskosten und höherer Wertstabilität.
Deutschland bleibt im Sanierungsstau stecken
Trotz der klaren finanziellen Anreize hinkt die Sanierungsquote den Zielen hinterher. Die Herausforderungen sind groß:
- Zwei Drittel aller deutschen Wohngebäude fallen in die niedrigen Effizienzklassen D bis H.
- Die Sanierungsquote lag 2024 bei nur 0,7 Prozent – nötig wären mindestens 2 Prozent für die Klimaziele.
- Gründe sind finanzielle Hürden, Fachkräftemangel und stark gestiegene Baupreise.
Regional gibt es große Unterschiede. Städte wie Rostock oder Leipzig haben durch Sanierungen nach der Wende einen höheren Anteil effizienter Wohnungen. In ländlichen und strukturschwachen Regionen ist der Sanierungsstau dagegen besonders hoch.
Die Preisschere zwischen effizienten und ineffizienten Immobilien wird sich Experten zufolge weiter öffnen. Investitionen in Dämmung und moderne Heizsysteme sind damit keine reine Klimaschutzmaßnahme mehr. Sie sind essenziell, um den Wert einer Immobilie in Deutschland zu sichern und zu steigern.
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