Elton John: Kommt da doch noch eine letzte Tour-Welle?
11.02.2026 - 18:22:22Kaum ein anderer Künstler löst 2026 noch so krasse Emotionen aus wie Elton JohnWar es das wirklich schon? Neue Konzert-Gerüchte, mögliche Special-Auftritte in Europa, Deluxe-Releases und Livestream-Spekulationen – die Fangemeinde kocht. Wenn du wissen willst, ob du in Deutschland doch noch eine Chance auf einen Abend mit "Rocket Man" hast, musst du aktuell gefühlt jeden Tag die Tour-News checken.
Hier checkst du alle offiziellen Elton-John-Tour-Infos
Gleichzeitig wird Elton Johns Legacy gerade massiv neu aufgerollt: Dokus, TikTok-Edits, frische Vinylpressungen, orchestrale Tribute-Shows und Fan-Events in ganz Europa halten seine Songs in Dauerschleife. Und natürlich schwebt immer diese eine leise Hoffnung im Raum: Vielleicht gibt es doch noch ausgewählte Arena-Abende oder Festival-Surprise-Slots. Genau da setzen die aktuellen News, Leaks und Fan-Theorien an.
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Offiziell hat Elton John seine Farewell Yellow Brick Road Tour 2023 in Stockholm beendet. In Interviews danach hat er mehrfach betont, dass er keine klassische Welttournee mehr spielen will. Der Fokus liege auf Familie, weniger Reisen, mehr Ruhe. Dennoch hat er nie kategorisch ausgeschlossen, dass es einzelne Auftritte geben könnte – etwa für besondere Anlässe, Wohltätigkeitsformate oder einmalige TV-Events. Genau diese Hintertür befeuert im Moment die Gerüchte rund um Europa und speziell Deutschland.
Musikmedien in UK und den USA berichten seit einigen Monaten immer wieder indirekt über Gespräche zwischen Veranstaltern, TV-Produktionen und Elton-John-Management. Konkrete Verträge werden nirgends bestätigt, aber es tauchen Hinweise auf exklusive Event-Konzepte auf: Gala-Abende mit Orchester, Residenz-ähnliche Serien an einem festen Ort, dazu Streaming-Specials, die weltweit abrufbar wären. Für deutsche Fans wäre das vor allem spannend, weil man nicht zwingend wieder 50 Tourstopps braucht – ein einziger, klug platzierter Europa-Hub könnte reichen, um mit günstigen Flügen oder dem Nachtzug dabei zu sein.
Ein weiterer Treiber für neue Auftritte sind Jubiläen. Mehrere seiner großen Alben haben runde Geburtstage: "Goodbye Yellow Brick Road" ist längst zur Dauerfeier geworden, aber auch Werke wie "Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy" oder "Too Low for Zero" stehen stärker im Fokus von Labels und Kuratoren. Insidern zufolge stehen erweiterte Deluxe-Editionen mit bisher unveröffentlichten Live-Aufnahmen und Demo-Versionen im Raum. Solche Projekte brauchen Promo – und Promo bei Elton John bedeutet traditionell nicht nur Interviews, sondern sehr oft auch Piano und Mikrofon.
Dazu kommt seine omnipräsente Rolle als Elder Statesman des Pop. In Talkshows und Podcasts erzählt er gerne von seiner Begeisterung für neue Acts, lobt junge Songwriter und kommentiert gesellschaftliche Themen. Sobald ein großer Charity-Event oder eine globale Benefiz-Show geplant wird, fällt sein Name praktisch automatisch. Genau diese Formate – also Auftritte mit klarer Mission, zeitlich begrenzt und logistisch überschaubar – werden von Branchen-Beobachtern als realistische Bühne für Elton John gesehen. Und hier könnte Deutschland zum Standort werden: Berlin, Hamburg oder Köln sind längst etablierte Hosts für internationale TV-Produktionen und Preisverleihungen.
Für Fans hierzulande bedeutet das: Die Chance auf ein klassisches Stadion-Spektakel wie vor einigen Jahren ist gering, aber die Option auf einen hochkarätigen Spezial-Abend oder eine TV-Aufzeichnung mit Publikum ist absolut im Rahmen. Wer nichts verpassen will, sollte sowohl die offiziellen Tour-Updates als auch die Ankündigungen großer Awardshows, Benefizgalas und Festival-Specials im Auge behalten. Denn wenn Elton spontan doch wieder live spielt, werden die Tickets in Minuten weg sein.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Um zu verstehen, was dich bei einem möglichen Elton-John-Abend 2026 erwarten könnte, lohnt der Blick zurück auf die letzten Shows seiner Farewell-Tour. Die Setlist war ein komprimiertes Best-of aus über fünf Jahrzehnten, mit einer klaren Dramaturgie – und genau diese Dramaturgie dürfte bei künftigen Einzelshows als Blaupause dienen.
Klassischerweise eröffnete er mit "Bennie And The Jets": ein Tasten-Intro, das sofort klarmacht, wer hier das Sagen hat. Danach folgten meist Blockbuster wie "Philadelphia Freedom", "I Guess That's Why They Call It the Blues" und "Border Song" – Songs, die auch in Deutschland seit Jahrzehnten durch Radio, Playlists und TV-Soundtracks verankert sind. Der Saal stand in der Regel schon nach wenigen Minuten komplett.
Ein emotionaler Höhepunkt jeder Show war "Tiny Dancer". Spätestens seit der "Almost Famous"-Ära ist der Song wieder voll im Mainstream angekommen und erlebt dank TikTok und Reels eine neue Welle. Elton nutzte diesen Moment oft, um das Publikum mitsingen zu lassen, das Licht herunterzufahren und das Piano fast intim in Szene zu setzen – obwohl er in gigantischen Arenen spielte. Sollte er 2026 in einem kleineren Rahmen auftreten, wird genau diese intime Stimmung vermutlich noch stärker wirken.
"Rocket Man (I Think It's Going to Be a Long, Long Time)" wandelte sich in den letzten Jahren von einem Radiohit zu so etwas wie seiner inoffiziellen Hymne. Live baute er den Song oft zu einer langen, schwebenden Version mit ausgedehntem Piano-Solo aus. Dazu Visuals von Sternen, Nebeln und Raumfahrt-Motiven – bombastisch, aber immer mit klarer Melodie. Gerade jüngere Fans, die Elton John primär aus "Rocketman"-Biopic-Clips oder TikTok-Sounds kennen, feiern diesen Moment besonders hart, weil Musik und Pop-Mythos hier perfekt zusammenfallen.
Ein weiterer Fixpunkt: "Someone Saved My Life Tonight" und "Candle in the Wind" in der Mitte des Sets. Diese ruhigeren, textlastigen Songs zeigen, wie stark Elton John als Erzähler ist. Bei "Candle in the Wind" spielte er oft die Diana-Version nur angedeutet an, um dann in die ursprüngliche Fassung überzugehen – ein Statement dafür, dass seine Songs mehrere Leben haben. Auch hier ist zu erwarten, dass ein möglicher 2026-Abend stark mit dieser Mehrdeutigkeit seiner Hits spielt.
Der Endspurt seiner Shows war reiner Hit-Marathon: "I'm Still Standing", "Crocodile Rock", "Saturday Night's Alright for Fighting" und natürlich "Your Song". Besonders "I'm Still Standing" hat in den letzten Jahren ein Meme-Leben geführt: GIFs, TikTok-Remixe und Fan-Edits nach persönlichen Comebacks nutzen genau dieses Stück. Live wird daraus ein kollektiver Empowerment-Moment, in dem Elton – mittlerweile im Rentenalter – selbst die Zeile "I'm still standing" so singt, als würde er das ganze Popgeschäft augenzwinkernd kommentieren.
Was die Show-Atmosphäre angeht: Du kannst bei zukünftigen Auftritten eher mit einer Mischung aus klassischer Rockband, großem Piano-Fokus, punktuellen Orchester- oder Bläser-Arrangements und starken Visuals rechnen. Seine ikonischen Outfits – glitzernde Sakkos, bunte Brillen, auffällige Schuhe – gehören längst zum Markenkern. Selbst bei TV-Auftritten mit reduzierter Bühne bringt er immer irgendein Detail mit, das auf Fotos sofort nach Elton John aussieht. Dazu kommt seine direkte Art: Er erzählt Anekdoten, kommentiert spontan, lacht über eigene Ausrutscher und macht kein Geheimnis aus seiner Vergangenheit.
Sollte er 2026 in Europa noch einmal für ausgewählte Events ans Piano gehen, ist sehr wahrscheinlich, dass die Setlist wieder auf die größten Hits setzt, ergänzt um ein, zwei Fan-Favoriten wie "Mona Lisas and Mad Hatters", "Take Me to the Pilot" oder "Have Mercy on the Criminal" – Songs, die die Hardcore-Fans feiern und die er immer mal wieder rotieren ließ. Komplett neue Songs sind eher unwahrscheinlich, aber spezielle Arrangements – etwa akustische Versionen oder orchestrale Varianten – sind definitiv im Bereich des Möglichen.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Auf Reddit, TikTok und in Fan-Foren hat sich längst eine eigene Elton-John-Gerüchtewelt entwickelt. Dort wird jede Interview-Aussage, jede Playlist-Änderung und jedes Festival-Line-up so lange seziert, bis sich irgendein Hinweis auf mögliche neue Auftritte herausfiltern lässt – oder zumindest so wirkt.
Ein beliebtes Thema: mögliche "Micro-Residencies" in europäischen Metropolen. Einige Fans sind überzeugt, dass Elton keine lange Tour mehr will, aber durchaus bereit wäre, für eine Woche in einer Stadt wie London, Paris oder Berlin zu bleiben, dort ein paar Shows zu spielen und alles professionell filmen zu lassen. Die Argumentation: weniger Reisestrapazen, besser planbar, maximaler Ertrag für Streaming-Plattformen. Konkrete Beweise gibt es nicht, aber immer wieder tauchen Screenshots angeblicher Agentur-Pitches oder Produktionsmemos auf, die zumindest grobe Konzepte solcher Abende skizzieren.
Auf TikTok kursieren außerdem Theorien zu einem möglichen "Legacy-Festival" – also einem Event, bei dem mehrere große Künstler-Generationen zusammentreffen. Denkbar wäre ein Line-up mit Acts, die Elton John in den letzten Jahren öffentlich supportet hat: junge Singer-Songwriter, queere Popstars, aktuelle Chart-Acts. Elton könnte dabei als Host, Special Guest oder finales Highlight auftreten. Einige Fans gehen so weit zu spekulieren, dass so ein Festival in Deutschland stattfinden könnte, weil die Infrastruktur, Ticketnachfrage und Sicherheitsstandards hier stimmen. Offiziell bestätigt ist nichts davon, aber entsprechende Videos erreichen regelmäßig hohe Views und regen die Kommentarspalten an.
Ein anderes heißes Thema sind Ticketpreise. Schon die Farewell-Tour war alles andere als billig, besonders auf dem Zweitmarkt. Fans diskutieren, ob es moralisch vertretbar ist, für einen Künstler im Rentenalter noch dreistellige Beträge auszugeben, oder ob das einfach der Markt ist. Viele argumentieren: Wer ihn noch nie live erlebt hat, zahlt den Preis gerne, gerade weil klar ist, dass es keine 20 Tourneen mehr geben wird. Andere wünschen sich bewusst kleinere, günstigere Formate – zum Beispiel spezielle Jugendkontingente oder Streaming-Tickets mit moderatem Preis, damit auch Fans ohne großes Budget dabei sein können.
Auf Reddit tauchen außerdem immer wieder Spekulationen zu möglichen Kollaborationen auf. Weil Elton John in den letzten Jahren bereits mit Dua Lipa ("Cold Heart"), Britney Spears ("Hold Me Closer") und Ed Sheeran verbandelt war, sehen viele Fans den nächsten Schritt in einem Feature mit einem deutschen oder europäischen Pop-Act. Namen wie Kim Petras, Zoe Wees oder Ellie Goulding fallen regelmäßig. Das Szenario: ein groß angelegter Charity-Song oder eine einmalige TV-Performance, bei der Elton live mit jüngeren Stimmen seine Klassiker neu interpretiert.
Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Rolle von Netflix, Disney+ und Co. Seit "Rocketman" und diversen Musik-Dokus ist klar: Die Streaming-Plattformen haben Hunger auf große Künstler-Biografien. In Fan-Kreisen wird darüber spekuliert, ob es eine mehrteilige Doku-Serie mit unveröffentlichtem Archivmaterial, Studio-Live-Sessions und aktuellen Interviews geben könnte – und ob im Rahmen der Dreharbeiten exklusive Mini-Konzerte geplant sind. Wenn solche Sessions stattfinden, könnten sie theoretisch auch an ikonischen Orten in Deutschland gedreht werden, etwa in legendären Studios oder Konzerthäusern.
Kurz gesagt: Die offizielle Seite gibt sich zurückhaltend, aber die Community hält das Thema Elton John sehr lebendig. Und auch wenn 90 Prozent der Gerüchte am Ende keine Realität werden, sorgt schon die Diskussion dafür, dass seine Songs auf For You Pages, in Storys und in Kommentarthreads permanent auftauchen – ein digitales Dauer-Konzert, bei dem die Bühne nicht im Stadion, sondern auf deinem Screen steht.
Alle Daten auf einen Blick
Hier ein kompakter Überblick mit relevanten Eckdaten zu Elton John, die dir beim Planen, Streamen und nostalgischen Durchhören helfen:
| Kategorie | Info | Hinweis für Fans in Deutschland |
|---|---|---|
| Geburtsdatum | 25. März 1947 (Pinner, Middlesex, UK) | Mehrere runde Geburtstage waren Auslöser für Specials und TV-Auftritte |
| Karriere-Beginn | Ende der 1960er, erstes Soloalbum 1969 ("Empty Sky") | Seit über 50 Jahren in deutschen Charts und Medien präsent |
| Durchbruchsalbum | "Elton John" (1970), internationaler Durchbruch | Mit Songs wie "Your Song" bis heute fester Bestandteil von Radioplaylists |
| Legendäres Album | "Goodbye Yellow Brick Road" (1973) | Gilt als Meilenstein, häufig in Best-of-Listen deutscher Musikpresse |
| Geschätzte Albumverkäufe | Über 300 Millionen weltweit | Zählt zu den meistverkauften Solo-Künstlern aller Zeiten |
| Große Hits (Auswahl) | "Rocket Man", "Your Song", "Tiny Dancer", "I'm Still Standing", "Candle in the Wind" | Alle regelmäßig in Streaming-Charts und auf Oldie- wie Pop-Stationen |
| Jüngere Hit-Kooperationen | "Cold Heart" (Pnau Remix) mit Dua Lipa, "Hold Me Closer" mit Britney Spears | Brückenschlag zu Gen Z und Millennials, massiv auf TikTok/Instagram genutzt |
| Offizielle Tour-Abschiedsphase | Farewell Yellow Brick Road Tour (2018–2023) | Letzter Tourstopp in Europa war 2023 in Stockholm |
| Deutschland-Shows der Farewell-Tour | u. a. Berlin, Köln, Hamburg, München (verschiedene Termine 2019–2022) | Viele Konzerte waren früh ausverkauft, hohe Nachfrage auf Zweitmarkt |
| Aktueller Fokus | Familie, punktuelle Projekte, möglicherweise ausgewählte Events | Eher Einzelauftritte als große Touren zu erwarten |
| Offizielle Tour-Infos | Über die Website von Elton John | Aktuellen Stand hier direkt prüfen |
Häufige Fragen zu Elton John
Um dir den Überblick zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Fragen gesammelt, die Fans in Deutschland aktuell zu Elton John stellen – und liefern dir ausführliche, aber verständliche Antworten.
1. Wird Elton John 2026 noch einmal in Deutschland live auftreten?
Stand jetzt gibt es keinen offiziell bestätigten Konzerttermin von Elton John in Deutschland für 2026. Er selbst hat mehrfach gesagt, dass die Farewell-Tour seine letzte große Welttournee war. Das bedeutet: Du solltest nicht damit rechnen, dass er noch einmal mit dutzenden Konzertdaten durch die Republik reist. Trotzdem bleibt die Tür für spezielle Events einen Spalt offen. Einzelne Gala-Abende, Festival-Specials, Awardshow-Auftritte oder TV-Produktionen mit Live-Publikum sind weiterhin denkbare Szenarien.
Gerade wenn Labels neue Deluxe-Versionen oder Dokus veröffentlichen, braucht es oft starke Promo-Momente. Und Elton John hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er bereit ist, für besondere Anlässe ans Piano zurückzukehren – sei es für Wohltätigkeitsorganisationen, Jubiläen oder wichtige gesellschaftliche Botschaften. Kurz: Ein klassischer Stadion-Sommer ist unwahrscheinlich, aber ein exklusiver Abend in Berlin, Hamburg oder Köln ist nicht komplett vom Tisch. Verlass dich aber auf offizielle Ankündigungen, nicht auf anonyme Social-Media-Leaks.
2. Wie komme ich seriös an Tickets, falls doch neue Termine auftauchen?
Falls es neue Shows geben sollte, wird es schnell gehen. Deshalb ist es wichtig, sich früh zu positionieren. Der erste Schritt: Newsletter und Benachrichtigungen von offiziellen Ticketanbietern, von Eltons Website und von großen Veranstaltern in Deutschland aktivieren. Viele Vorverkäufe starten mit Pre-Sales (z. B. über Fanclubs, Kreditkartenpartner oder Streamingplattformen), bevor der breite Verkauf losgeht.
Zweitens: Sei vorsichtig mit vermeintlichen "VIP-Paketen" auf dubiosen Plattformen. Elton-John-Tickets waren schon immer Magnet für Reseller und Betrüger. Offizielle Links erkennst du meist direkt über die Artist-Website oder über etablierte deutsche Anbieter. Drittens: Plane realistisch mit hohen Preisen. Selbst wenn keine ganze Tour mehr stattfindet, werden Einzelevents vermutlich eher Premium-Charakter haben – also höhere Ticketpreise, aber dafür besondere Production Values. Wenn dein Budget knapp ist, kann ein offizieller Livestream oder eine nachträgliche Konzertveröffentlichung eine gute Alternative sein.
3. Welche Songs sollte ich kennen, wenn ich Elton John erst durch TikTok entdeckt habe?
Wenn du über TikTok, Insta-Reels oder Playlists bei Elton John gelandet bist, kennst du wahrscheinlich zuerst "Cold Heart", "I'm Still Standing" oder "Rocket Man". Um ein bisschen tiefer einzusteigen, lohnt ein Einstieg in drei Schichten:
- Die unvermeidbaren Klassiker: "Your Song", "Tiny Dancer", "Candle in the Wind", "Goodbye Yellow Brick Road", "Don't Let the Sun Go Down on Me".
- Die 80er-Power-Songs: "Sad Songs (Say So Much)", "Nikita", "I Guess That's Why They Call It the Blues", "Sacrifice".
- Fan-Favoriten: "Levon", "Mona Lisas and Mad Hatters", "Take Me to the Pilot", "Funeral for a Friend/Love Lies Bleeding".
Gerade die längeren Stücke zeigen, wie stark seine Kombination aus Harmonien, Akkordwechseln und Storytelling ist. Wenn du Zeit hast, hör dir einmal "Goodbye Yellow Brick Road" komplett durch – das Album ist ein kompaktes Lehrbuch dafür, wie man Songwriting auf Albumlänge spannend hält.
4. Warum gilt Elton John als so wichtig für queere Sichtbarkeit im Mainstream?
Elton John hat sich in einer Zeit als homosexuell geoutet, in der das für globale Popstars noch alles andere als selbstverständlich war. In den 1970ern und 1980ern war Maskulinität im Rock oft eng definiert, und genau dagegen setzte er seine Bühne: geschminkte Augen, glitzernde Outfits, exzentrische Brillen. Das war mehr als ein Gag – es war ein sichtbares Statement, dass Pop anders aussehen darf.
Dazu kommt sein Engagement für HIV- und AIDS-Aufklärung. Mit seiner Elton John AIDS Foundation hat er weltweit Projekte unterstützt, die Aufklärung, Prävention und medizinische Versorgung fördern. In Interviews erzählt er offen von eigenen Fehlern und Kämpfen mit Sucht, Depression und Unsicherheiten – und genau diese Ehrlichkeit macht ihn für viele queere Menschen, aber auch für heterosexuelle Fans, zu einer Identifikationsfigur. Sein Einfluss reicht über Musik hinaus in Kultur, Politik und Aktivismus.
5. Wie hat sich sein Sound über die Jahrzehnte verändert?
Am Anfang stand klassischer Piano-getriebener Rock mit starken Melodien. Alben wie "Elton John" oder "Madman Across the Water" leben von organischer Bandarbeit, warmen Arrangements und komplexen Harmonien. In den 1970ern kamen opulentere Produktionen dazu, mit üppigen Backgroundchören und Orchester-Arrangements. Die 1980er brachten mehr Synthesizer, Drumcomputer und Pop-Appeal – trotzdem blieb das Piano meist im Zentrum.
In den 1990ern und 2000ern orientierte er sich phasenweise an zeitgenössischer Popproduktion, ohne seine Handschrift zu verlieren. Gleichzeitig veröffentlichte er Projekte wie das mit Leon Russell aufgenommene "The Union", die fast schon Americana-Charakter haben. In den letzten Jahren setzte er vor allem auf Kooperationen mit jüngeren Künstlern und Remix-Konzepte, die seine Melodien in moderne Klangwelten überführten. Der rote Faden bleibt jedoch immer gleich: starke Hooklines, emotionale Harmonien und Texte von Bernie Taupin, die persönliche Geschichten in universelle Bilder übersetzen.
6. Was macht ein Elton-John-Konzert anders als andere große Popshows?
Viele Mega-Acts arbeiten heute mit übergroßen Visuals, Choreografien, kompletten Storylines, Feuerwerk und Laserorgien. Bei Elton John steht trotz aller visuellen Power immer das Piano im Mittelpunkt. Sein Instrument ist nicht Deko, sondern Zentraleinheit der Show. Er sitzt – manchmal fast unscheinbar inmitten riesiger Bühnenproduktionen – und füllt trotzdem eine Arena allein mit Stimme, Tasten und Songs.
Dazu kommt seine direkte Kommunikation mit dem Publikum. Er redet nicht in vorgefertigten Phrasen, sondern erzählt Anekdoten, bedankt sich, erklärt, warum ihm bestimmte Songs wichtig sind. Seine Biografie – von frühen Struggles über rauschhafte Erfolgsspitzen bis hin zu Entzug und Neubeginn – schwingt bei vielen Songs mit. Wenn er "I'm Still Standing" singt, ist das kein leerer Slogan, sondern eine Zusammenfassung seines Lebens.
7. Lohnt sich ein Tribute-Konzert, wenn Elton selbst nicht auftritt?
Weil nicht klar ist, ob er selbst noch einmal in großem Stil nach Deutschland kommt, gewinnen Tribute-Shows und orchestrale Projekte gerade an Bedeutung. Natürlich ersetzt keine Coverband das Original. Aber gut kuratierte Tribute-Abende – etwa mit Orchester, sorgfältig ausgewählten Sängerinnen und Sängern und hochwertiger Produktion – können eine erstaunlich intensive Hommage sein.
Vor allem, weil seine Songs sich perfekt für große Arrangements eignen: Streicher, Bläser, Chor – all das hebt die Kompositionen noch einmal hervor. Wenn du offen dafür bist, die Musik von Elton John auch in anderen Interpretationen zu erleben, können solche Abende eine sehr emotionale Erfahrung sein, gerade in klassischen Konzerthäusern oder Theatern. Und mal ehrlich: "Your Song" im vollbesetzten Saal mitzusingen, fühlt sich auch dann groß an, wenn nicht der Original-Komponist am Flügel sitzt.
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