ELSTER, Steuerplattform

ELSTER: Steuerplattform nach regionalen Störungen wieder stabil

10.01.2026 - 13:04:12

Das deutsche Steuerportal ELSTER meldet nach technischen Problemen in Bayern und dem Saarland wieder volle Verfügbarkeit. Die Stabilisierung kommt pünktlich zum Start der heißen Phase der Steuererklärung 2025.

Die deutsche Steuerplattform ELSTER ist nach regionalen Ausfällen wieder voll verfügbar – pünktlich zum Start der heißen Phase der Steuererklärung 2025.

Absatz 1: Was + Warum wichtig für Deutschland
Für Millionen Steuerzahler und Unternehmen in Deutschland gibt es Entwarnung: Das Online-Portal ELSTER meldet am Wochenende stabile Systeme. Nach technischen Problemen in Bayern und dem Saarland scheint die kritische Infrastruktur des Finanzamts bereit für den Ansturm zur Steuererklärung 2025. Die Stabilisierung kommt zur rechten Zeit, denn die ersten Abgabefristen des Jahres rücken näher.

Aktuelle Lage: Grünes Licht am Wochenende

Seit Samstagmorgen zeigt das Status-Dashboard der Steuerverwaltung durchgängig “Verfügbar” für alle Kernservices. Betroffen waren zuvor vor allem die Anmeldung per Zertifikat oder Ausweis sowie die Übermittlung der Einkommensteuererklärung und Umsatzsteuer-Voranmeldungen. Für Freiberufler und Steuerberater, die das Wochenende für Büroarbeit nutzen, ist das eine gute Nachricht. Die zuletzt berichteten langen Ladezeiten und Login-Probleme sind deutlich zurückgegangen.

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Doch die Entspannung könnte nur von kurzer Dauer sein. Das System bewegt sich in eine Hochlastphase. Seit dem 1. Januar sind die neuen Formulare für das Veranlagungsjahr 2025 freigeschaltet – ein typischer Stresstest für die digitale Steuerverwaltung.

Chronik der Störungen: Bayern und Saarland betroffen

Die jüngsten Probleme konzentrierten sich regional und trafen vor allem den Service Steuerkontoabfrage. Diese Funktion ist für Steuerberater und Unternehmen essenziell, um aktuelle Kontostände und Vorauszahlungen zu prüfen.

Am Donnerstag legte ein Engpass in Bayern das System lahm. Ab etwa 10:30 Uhr konnten authentifizierte Nutzer stundenlang nicht auf ihre Steuerkontodaten zugreifen. Die Technikteams lösten das Problem bis zum frühen Nachmittag.

Am Freitag folgten geplante Wartungsarbeiten im Saarland zwischen 13 und 19 Uhr. Obwohl angekündigt, behinderte der Ausfall zur Geschäftszeit viele Steuerkanzleien bei der wöchentlichen Abrechnung. Solche kurzfristigen Wartungsfenster sind in dieser Phase nicht unüblich – oft müssen nach der Formularfreigabe noch Fehler in der Übertragungslogik behoben werden.

Hintergrund: Der typische “Januar-Ansturm”

Die aktuellen Schwankungen sind kein Einzelfall. Sie wiederholen sich nahezu jedes Jahr mit dem Start der Steuersaison. Sobald die aktualisierten Formulare online gehen, erhöht sich der Datenverkehr schlagartig.

Steuersoftware-Anbieter wie DATEV, Buhl und Lexware müssen ihre Schnittstellen anpassen und die Datenübermittlung testen. Die Steuerkontoabfrage gilt dabei als sensibler Indikator: Sie ist rechenintensiv und zeigt als erste, wenn die Datenbanken an ihre Belastungsgrenzen kommen.

Wer war wirklich betroffen?

Für Privatpersonen, die ihre Steuererklärung einreichen, blieben die Folgen überschaubar. Das zentrale Übermittlungsprotokoll “ElsterTransfer” funktionierte weitgehend. Die größten Einschränkungen spürten:

  • Steuerberater, die für ihre Mandanten aktuelle Zahlungsverpflichtungen prüfen müssen.
  • Lohnbuchhalter, die auf stabile Verbindungen für die ELStAM-Daten (elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) angewiesen sind.

Auch Dienstleister passten ihre Systeme an: DATEV führte etwa am 9. Januar Wartungen an den Lohnservices “LODAS” durch, die mit den Finanzservern verbunden sind.

Ausblick: Der nächste Stresstest kommt am Montag

Die eigentliche Bewährungsprobe steht dem System erst noch bevor. Am Montag, dem 12. Januar, dürfte der Datenverkehr wieder stark ansteigen. Der reguläre Geschäftsbetrieb läuft an, und die Umsatzsteuer-Voranmeldung für die Mitte des Monats steht an – die Frist vom 10. Januar wurde wegen des Wochenendes auf den nächsten Werktag verschoben.

Nutzer sollten in die Hauptgeschäftszeit zwischen 9 und 11 Uhr mit längeren Antwortzeiten rechnen. Die Finanzverwaltung hat für die kommende Woche bislang keine weiteren geplanten Wartungsarbeiten angekündigt. Ein Blick auf die Statusseite vor umfangreichen Übermittlungen bleibt jedoch ratsam.

Die aktuelle Stabilität am Wochenende bietet eine Gelegenheit: Wer seine Steuererklärung vorbereitet hat, kann sie bei geringer Serverauslastung jetzt besonders zuverlässig übermitteln. Ob die Technik dem Ansturm am Montag standhält, wird zeigen, ob die Kinderkrankheiten der Saison wirklich überwunden sind.

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