Elon Musk fordert bis zu 134 Milliarden Euro von OpenAI
17.01.2026 - 19:13:12Der Rechtsstreit zwischen Elon Musk und OpenAI eskaliert: Der Tech-Milliardär verlangt nun Schadenersatz in astronomischer Höhe. Hintergrund ist der Bruch des ursprünglichen Non-Profit-Versprechens der KI-Schmiede.
In einer am Freitag eingereichten Klageschrift fordert Musks Anwaltsteam zwischen 79 und 134 Milliarden Euro von OpenAI und dessen Partner Microsoft. Die Forderung folgt unmittelbar auf eine richterliche Entscheidung: Ein Bundesgericht in Oakland, Kalifornien, wies einen Antrag auf Klageabweisung zurück und ebnete den Weg für einen Jury-Prozess Ende April 2026.
Kernvorwurf: Bruch des Gründungsversprechens
Musk argumentiert, dass OpenAI und Microsoft unrechtmäßig von seinen Gründungsbeiträgen profitiert hätten. Der Tesla-CEO war 2015 Mitgründer des KI-Labors und steuerte etwa 38 Millionen Euro Startkapital bei – rund 60 Prozent der Anfangsfinanzierung. Sein Team betont zudem seine Rolle bei der Rekrutierung von Schlüsselpersonal.
Die Schadenssumme basiert auf einer Bewertung von OpenAIs aktuell geschätztem Marktwert von 500 Milliarden Euro. Vom KI-Unternehmen selbst fordert Musk 65,5 bis 109,4 Milliarden Euro, von Microsoft zusätzlich 13,3 bis 25,1 Milliarden. Ein Gutachten des Finanzökonomen C. Paul Wazzan untermauert diese Berechnung.
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Rechtliche Argumentation: Aus Investment wurde Betrug
Musks Anwälte stellen seine frühe Förderung nicht als Spende, sondern als Investment unter falschen Voraussetzungen dar. Die Klage vergleicht es mit Wagniskapital: Frühinvestoren können vielfache Renditen erzielen. Der Vorwurf lautet auf Betrug, da Musk seine Unterstützung an explizite Zusagen knüpfte – nämlich dass OpenAI eine gemeinnützige, der Menschheit verpflichtete Organisation bleibe.
Dieses Gründungsversprechen sei gebrochen worden, als OpenAI sich in ein gewinnorientiertes Unternehmen umwandelte und eine milliardenschwere Partnerschaft mit Microsoft einging. Musk verließ den OpenAI-Vorstand 2018 und startete 2023 mit xAI einen eigenen KI-Konkurrenten.
Reaktion der Beklagten: “Unseriöse” Forderungen
OpenAI reagiert scharf und bezeichnet die Klage als „haltlos“. Die neueste Schadensforderung sei „unseriös“ und Teil eines „anhaltenden Musters der Belästigung“ durch einen Wettbewerber. Intern warnte das Unternehmen seine Stakeholder bereits vor weiteren aufsehenerregenden Schlagzeilen bis zum Prozessbeginn.
Microsoft äußert sich zurückhaltender und kommentiert die konkrete Schadensforderung nicht. In früheren Stellungnahmen betonten die Anwälte des Software-Riesen jedoch, es gebe keine Beweise dafür, dass Microsoft etwaiges Fehlverhalten OpenAis „unterstützt oder begünstigt“ habe.
Mehr als nur ein Finanzstreit
Der Prozess wird zum Lackmustest für die Ethik der KI-Branche. Er spiegelt den grundlegenden Konflikt zwischen den open-source-idealen der Pionierzeit und den kommerziellen Ambitionen, die den Sektor heute antreiben. Zugleich ist er ein Stellvertreterkrieg im Rennen um die Vorherrschaft im Markt für generative KI, wo Musks xAI direkt mit dem OpenAI-Microsoft-Bündnis konkurriert.
Die richterliche Entscheidung für einen Prozess zeigt: Die tatsächlichen Umstände rund um OpenAis anfängliche Non-Profit-Zusagen sind strittig genug für eine juristische Aufarbeitung.
Ausblick auf den Prozess im April
Im April 2026 beginnt der Jury-Prozess in Oakland. Das Urteil könnte die KI-Landschaft erschüttern. Sollte Musk recht bekommen, stünden ihm nicht nur milliardenschwere Entschädigungen zu, sondern möglicherweise auch Strafzahlungen oder einstweilige Verfügungen gegen OpenAis Geschäfte.
Unabhängig vom Ausgang zieht der spektakuläre Rechtsstreit bereits jetzt globale Aufmerksamkeit auf sich. Er könnte die Debatte um Investorenrechte, Unternehmensverantwortung und die Regulierung künstlicher Intelligenz nachhaltig prägen.
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