EliteWin, Abofalle

EliteWin DE: Neue Abofalle zieht 96 Euro monatlich ab

29.01.2026 - 23:45:12

Die EliteWin DE Vorteilsgemeinschaft lockt Verbraucher per Telefon in teure Abos. Die monatlichen Kosten von 96 Euro werden über undurchsichtige Zahlungsdienstleister abgebucht.

Eine neue Welle von Abofallen trifft derzeit Verbraucher in Deutschland. Im Zentrum steht die sogenannte „EliteWin DE Vorteilsgemeinschaft“, die monatlich bis zu 96 Euro abbucht. Die Betroffenen haben oft keinen bewussten Vertrag abgeschlossen.

Die perfide Masche am Telefon

Die Verträge kommen fast ausschließlich über unerwünschte Anrufe zustande. Die Anrufer suggerieren, man habe an einem Gewinnspiel teilgenommen und eine Vertragsverlängerung stehe an. Als angebliche Lösung wird der Wechsel in die „EliteWin DE Vorteilsgemeinschaft“ präsentiert.

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Während des Gesprächs werden Zustimmungserklärungen aufgezeichnet, die später als Vertragsnachweis dienen. Kurz darauf erhalten die Opfer ein Begrüßungsschreiben. Dieses bestätigt die Mitgliedschaft und nennt die monatlichen Kosten von 96 Euro per SEPA-Lastschrift. Viele bemerken den Betrug erst auf dem Kontoauszug.

Undurchsichtiges Geschäftsmodell

Hinter „EliteWin DE“ verbirgt sich eine komplexe Struktur. Formal werden Teilnehmer Mitglieder einer BGB-Gesellschaft, die über einen Treuhänder an Lotterien wie „EuroMillionen“ teilnimmt. Die monatliche Gebühr wird als Treuhand- und Verwaltungskosten deklariert.

Die Auswahl der Lotterien und die Verwaltung eventueller Gewinne obliegen allein dem Treuhänder. Die Teilnehmer haben keinerlei Kontrolle. Die Verträge laufen zunächst drei Monate und verlängern sich automatisch, wenn sie nicht gekündigt werden.

Warum die Abbuchungen so schwer zuzuordnen sind

Das Geld wird nicht direkt von EliteWin DE eingezogen. Stattdessen schalten sich Zahlungsdienstleister wie FinXP Ltd oder Tique Holdings Limited dazwischen. Auf dem Kontoauszug erscheinen nur deren Namen mit einer unklaren Referenznummer.

Viele Verbraucher können die Abbuchung daher nicht sofort zuordnen. Die Zahlungsdienstleister geben bei Anfragen an, nur als technischer Abwickler zu fungieren. Sie leiten Kündigungswünsche zwar weiter, erstatten das Geld aber in der Regel nicht.

So wehren Sie sich gegen die Abzocke

Experten raten Betroffenen zu diesen Schritten:
* Lastschrift widersprechen: Widersprechen Sie der Abbuchung umgehend bei Ihrer Bank. Das ist bis zu acht Wochen nach Belastung möglich.
* Schriftlich widersprechen: Teilen Sie dem Unternehmen per Einwurf-Einschreiben mit, dass Sie keinen Vertrag geschlossen haben.
* Drittanbietersperre einrichten: Diese kostenlose Sperre beim Mobilfunkanbieter verhindert, dass externe Dienstleister über die Handyrechnung abrechnen können.
* Daten schützen: Geben Sie Ihre IBAN niemals bei unaufgeforderten Anrufen oder unseriösen Online-Gewinnspielen preis.

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