Eisbad-Trend, Mediziner

Eisbad-Trend: Mediziner warnen bei Durchblutungsstörungen

28.12.2025 - 00:32:12

Der virale Eisbad-Hype birgt spezielle Risiken für Menschen mit Raynaud-Syndrom. Die Traditionelle Chinesische Medizin empfiehlt stattdessen wärmende Akupressur und Ernährung.

Der virale Eisbad-Trend kann für Millionen Menschen gefährlich werden. Während Prominente wie Ed Sheeran die Extrem-Kälte propagieren, mahnen Experten zur Vorsicht – besonders für Betroffene des Raynaud-Syndroms. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet sanftere Alternativen.

Vorsicht bei „Weißfingerphänomen“: Eisbäder als Risiko

Die Szene ging um die Welt: Sänger Ed Sheeran beantwortete am vergangenen Samstag in einem Eisbad Fragen. Das sogenannte „Kältetraining“ erlebt durch solche Promi-Aktionen einen neuen Hype. Doch für schätzungsweise 5-10 Prozent der Bevölkerung birgt der Trend erhebliche Gefahren.

Menschen mit Raynaud-Syndrom reagieren auf Kälte oder Stress mit krampfartigem Zusammenziehen der Finger- und Zehenarterien. Ein freiwilliger Eisbad-Besuch kann dabei schmerzhafte Attacken auslösen und Gewebe schädigen. „Bei Gesunden weiten sich die Gefäße nach der Kälte wieder. Bei Raynaud-Patienten bleibt dieser Reflex aus“, erklärt eine Expertin. Die Folge: weiße, taube Finger, gefolgt von schmerzhaftem Pochen.

Aktuelle Wetterlage: Tückische Feuchtkälte verschärft Problem

Die Warnungen kommen zu einer heiklen Wetterphase. Nach dem rekordkalten Weihnachten strömt seit 48 Stunden mildere Luft nach Deutschland. Das Hoch „Jasmin“ südlich von Island treibt Temperaturen von 1 bis 7 Grad in die Region.

Doch die vermeintliche Erwärmung hat einen Haken. Die Luft ist feucht und windig – aus Sicht der TCM eine besonders tückische Kombination. „Feucht-Kälte“ dringe leichter in den Körper ein als trockene Kälte und setze sich in Gelenken und Extremitäten fest, so die Lehre. Der Deutsche Wetterdienst warnt zudem weiter vor Glatteis und Nachtfrost. Dieser Wechsel zwischen milden Tagen und kalten Nächten belastet das vegetative Nervensystem – ein Hauptauslöser für Gefäßkrämpfe.

TCM-Alternative: Wärme von innen fördern

Statt den Körper durch Eisbäder „abzuhärten“, setzt die Traditionelle Chinesische Medizin auf Wärmezufuhr und besseren Energiefluss. Das Raynaud-Syndrom wird hier oft als Mangel an metabolischer Wärme (Yang-Defizit) kombiniert mit stressbedingter Verkrampfung (Leber-Qi-Stagnation) interpretiert.

Akupressur bietet einen nicht-invasiven Weg, den Teufelskreis zu durchbrechen. Durch Stimulation spezifischer Punkte soll das Nervensystem zur Entspannung und Gefäßerweiterung signalisiert werden.

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Kalte, taube Finger bei Kälte können den Alltag stark einschränken – besonders bei Raynaud-Betroffenen. Viele finden schon mit einfachen Akupressur-Techniken Erleichterung: Ein bebilderter Gratis-Guide zeigt die wichtigsten Druckpunkte (z. B. DI4, LE3, Baxie, Zusanli), erklärt die richtige Drucktechnik und gibt praktische Sicherheits-Hinweise für zuhause. Der Report kommt direkt per E‑Mail und ist ideal für Einsteiger, die medikamentöse Optionen ergänzen möchten. Jetzt Akupressur-Guide kostenlos sichern

Vier Schlüsselpunkte für bessere Durchblutung

Experten empfehlen eine tägliche Routine zur Verbesserung der peripheren Durchblutung – eine Art „Wärmetraining“ als Gegenentwurf zum Eisbad-Trend.

1. Hegu (Dickdarm 4 – DI4)
Lage: Auf dem Handrücken in der Muskulatur zwischen Daumen und Zeigefinger.
Wirkung: Dieser „Meisterpunkt“ für Gesicht und Hände fördert den Energie- und Blutfluss. Die Stimulation soll warmes Blut in die Fingerspitzen leiten.
Technik: 1-2 Minuten festen, kreisenden Druck mit dem Daumen der anderen Hand ausüben.
Hinweis: In der Schwangerschaft nicht anwenden.

2. Taichong (Leber 3 – LE3)
Lage: Auf dem Fußrücken in der Vertiefung zwischen großer und zweiter Zehe.
Wirkung: Beruhigt die Leber und löst Stress – ein bekannter Auslöser für Raynaud-Attacken. Die gleichzeitige Stimulation von DI4 und LE3 („Die Vier Tore“) gilt als kraftvolle Behandlung für die Gesamtdurchblutung.

3. Baxie (Die acht pathogene Faktoren)
Lage: In den Hautfalten zwischen allen fünf Fingern auf dem Handrücken.
Wirkung: Diese Extrapunkte werden speziell bei Taubheit, Steifheit und Kälte in den Händen eingesetzt.
Technik: Die Haut zwischen den Fingerknöcheln fest kneifen oder die Hände ineinanderlegen und gegeneinander drücken.

4. Zusanli (Magen 36 – MA36)
Lage: Etwa vier Fingerbreit unter der Kniescheibe, eine Fingerbreit seitlich des Schienbeins.
Wirkung: Stärkt die allgemeine Abwehrkraft und die Fähigkeit des Körpers, sich Temperaturwechseln anzupassen.

Strategien für die kommende Woche

Angesichts der anhaltend feuchten „Jasmin“-Wetterlage empfehlen Experten zusätzliche Anpassungen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen knapp über null ist das Zwiebelprinzip wichtiger als dicke Isolierung.

Ernährung:
Wärmende, scharfe Lebensmittel wie frischer Ingwertee, Zimt oder Cayennepfeffer wirken als interne Gefäßerweiterer. Ein warmes Frühstück (Haferbrei, Congee) ist kalten Smoothies vorzuziehen – besonders an feuchten Morgen.

Kleidung:
Feuchtigkeitstransportierende Basisschichten verhindern, dass Schweiß auf der Haut abkühlt. Handwärmer sollten bevor man nach draußen geht aktiviert werden, nicht erst wenn die Hände bereits kalt sind.

Der Einfluss von Hoch „Jasmin“ wird voraussichtlich bis Anfang der Woche anhalten. Langfristmodelle deuten jedoch auf mögliche neue Kaltlufteinbrüche zum Jahreswechsel hin. Für Betroffene bleibt die Botschaft klar: Statt extremem Kälteschock sind sanfte, konsistente Wärme und ein guter Energiefluss der sicherere Weg.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Durchblutungsstörungen konsultieren Sie bitte eine Ärztin oder einen Arzt.

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