EEG, Solarförderung

EEG senkt Solarförderung für Neuanlagen ab

01.02.2026 - 00:31:12

Die Einspeisevergütung für Photovoltaik ist zum 1. Februar 2026 planmäßig um ein Prozent gesunken. Bestehende Anlagen bleiben unberührt, die Wirtschaftlichkeit liegt zunehmend im Eigenverbrauch.

Ab heute erhalten neue Photovoltaikanlagen weniger Geld für eingespeisten Strom. Die planmäßige Absenkung der Einspeisevergütung um ein Prozent betrifft alle Anlagen, die ab dem 1. Februar 2026 ans Netz gehen. Bestehende Solaranlagen behalten ihre vertraglich festgelegten Sätze.

So viel Geld gibt es jetzt für Solarstrom

Die Höhe der Förderung hängt von der Anlagengröße und der Art der Einspeisung ab. Für die beliebten kleinen Dachanlagen bis 10 Kilowattpeak (kWp) gelten nun folgende Werte:
* Bei Teileinspeisung (Überschusseinspeisung): 7,78 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) – zuvor 7,86 ct/kWh.
* Bei Volleinspeisung: 12,35 ct/kWh – ein Rückgang von 12,47 ct/kWh.

Die Vergütung ist für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr garantiert. Größere Anlagen erhalten entsprechend geringere Sätze.

Warum die Vergütung regelmäßig sinkt

Die Kürzung folgt einem festen Mechanismus im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), der halbjährlichen Degression. Seit 2023 senkt die Bundesnetzagentur die Sätze jedes Jahr zum 1. Februar und 1. August um ein Prozent. Ziel ist es, die Förderung an die gesunkenen Technologiekosten anzupassen und den Markt schrittweise in die Marktreife zu führen.

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Trotz der Absenkung lohnt sich eine Solaranlage weiterhin. Der wirtschaftliche Vorteil liegt heute vor allem im Eigenverbrauch, da selbst genutzter Strom teuren Netzbezug erspart.

Was bedeutet das für den Solarmarkt?

Für die Branche ist die Absenkung erwartet. Die klare Botschaft an Investoren: Eine frühere Inbetriebnahme sichert höhere Fördersätze für die gesamte Laufzeit. Politisch wird jedoch über die Zukunft des Fördersystems diskutiert, was für Verunsicherung sorgen kann.

Gleichzeitig fördern andere Maßnahmen den Solarausbau weiter:
* 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen und Speicher
* Zinsgünstige KfW-Kredite
* Regionale Förderprogramme

Die nächste planmäßige Absenkung erfolgt am 1. August 2026. Langfristig gewinnt die Direktvermarktung von Strom an Bedeutung. Für maximale Rentabilität setzen Eigentümer heute auf die Kombination aus Eigenverbrauch, Batteriespeicher und smartem Energiemanagement.

@ boerse-global.de