E-Rechnung, Jahr

E-Rechnung: 2026 ist das entscheidende Jahr für deutsche Firmen

31.01.2026 - 04:44:12

Die Umstellung auf die elektronische Rechnung ist für Unternehmen verpflichtend. Die wichtigsten Übergangsfristen laufen bis 2028 aus, direkte Förderungen sind bereits gestrichen.

Die Zeit des Abwartens ist vorbei. Für deutsche Unternehmen läuft die Frist zur Umstellung auf die verpflichtende elektronische Rechnungsstellung. Der 31. Januar 2026 markiert einen kritischen Meilenstein in der Übergangsphase. Viele staatliche Förderprogramme sind bereits ausgelaufen, und die endgültigen Fristen rücken schnell näher. Die Dringlichkeit, Buchhaltungssysteme anzupassen, war nie größer.

Der Fahrplan: Diese Fristen sind bindend

Das Wachstumschancengesetz schreibt einen gestaffelten Rollout der E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich vor. Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen in der Lage sein, konforme E-Rechnungen nach dem europäischen Standard EN 16931 zu empfangen und zu verarbeiten.

Beim Versenden gelten jedoch Übergangsfristen: Bis zum 31. Dezember 2026 dürfen Firmen noch Papierrechnungen oder – mit Einverständnis des Empfängers – einfache PDFs verschicken. Kleine Unternehmen mit einem Umsatz unter 800.000 Euro im Vorjahr haben ein Jahr länger Zeit, bis zum 31. Dezember 2027.

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Die finale und wichtigste Deadline ist der 1. Januar 2028. Ab dann müssen alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, vollständig konforme elektronische Rechnungen für ihre Geschäftskunden ausstellen.

Förderung: Ist das Geld schon weg?

Die Suche nach spezifischen Software-Bonussen für E-Rechnungen gestaltet sich heute schwierig. Schlüsselprogramme wie „Digital Jetzt“ sind bereits ausgelaufen. Die Strategie der Politik hat sich gewandelt: von direkten Zuschüssen hin zum regulatorischen Mandat.

Konkrete „E-Rechnungs-Boni“ sind rar. Unterstützung gibt es möglicherweise noch über breitere Digitalisierungsinitiativen der KfW oder des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), die auch die Einführung neuer Buchhaltungssoftware umfassen können. Unternehmen sollten sich bei Steuerberatern oder Branchenverbänden nach regionalen Fördermöglichkeiten erkundigen.

Mehr als Pflicht: Der Wettbewerbsvorteil durch frühes Handeln

Wer jetzt handelt, statt bis 2028 zu warten, sichert sich einen klaren Wettbewerbsvorteil. Die Automatisierung der Rechnungsstellung reduziert manuelle Eingaben und Fehler. Sie spart Kosten für Papier, Druck und Porto.

Der gesamte Rechnungskreislauf wird beschleunigt: Rechnungen kommen sofort an, können automatisiert verarbeitet und schneller bezahlt werden. Das verbessert den Cashflow und gibt Echtzeit-Einblick in die finanzielle Gesundheit des Unternehmens.

Europäischer Kontext: Deutschland im Zug der EU

Die deutsche E-Rechnungspflicht ist kein nationales Solo. Sie ist Kernstück der EU-Initiative „VAT in the Digital Age“ (ViDA). Ziel ist es, die Mehrwertsteuer-Meldung zu modernisieren, Steuerbetrug zu bekämpfen und die milliardenschwere „VAT Gap“ in der EU zu schließen.

Deutschland legt mit den strukturierten Daten den Grundstein für ein künftiges elektronisches Meldesystem an die Finanzbehörden. Die aktuelle Umstellung ist somit nicht nur deutsche Pflicht, sondern ein notwendiger Schritt für die Zukunft des europäischen Handels.

Das Risiko des Zuwartens wird immer größer

Die endgültigen Fristen sind weniger als zwei Jahre entfernt. Wer bis 2027 wartet, riskiert einen Engpass: IT-Dienstleister und Software-Anbieter könnten mit Last-Minute-Aufträgen überfordert sein. Das treibt die Kosten, führt zu überstürzten Implementierungen und Betriebsstörungen.

Schwerwiegender sind die finanziellen Folgen bei Nichteinhaltung. Finanzbehörden könnten nicht konforme Rechnungen beanstanden und im schlimmsten Fall den Vorsteuerabzug verweigern. 2026 muss daher das Entscheidungsjahr sein: Software wählen, Prozesse anpassen und mit der vollständigen Umstellung beginnen – lange vor der finalen Pflicht.

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