E-Mail-Etikette, Gen

E-Mail-Etikette 2025: Gen Z beendet Formalitäten, KI sortiert den Chaos-Tag

29.12.2025 - 12:01:12

Die E-Mail-Kommunikation wandelt sich grundlegend: Junge Arbeitnehmer setzen auf Effizienz statt Formalismus, KI-Tools strukturieren den Nachrichtenfluss und das Recht auf Nichterreichbarkeit gewinnt an Bedeutung.

Die digitale Arbeitswelt steht vor einem radikalen Wandel. Neue Daten zeigen: Die Generation Z revolutioniert die Kommunikation, während künstliche Intelligenz gegen den endlosen Arbeitstag kämpft. Die E-Mail bleibt zentral, aber ihre Regeln werden neu geschrieben.

Während viele Büros in die ruhige Zeit zwischen den Jahren gehen, ziehen Experten eine klare Bilanz für 2025. Die Art, wie wir E-Mails schreiben und empfangen, hat sich fundamental verändert. Getrieben von jungen Arbeitnehmern und KI-Tools verschiebt sich der Fokus von formaler Höflichkeit zu radikaler Effizienz.

Gen Z killt „Mit freundlichen Grüßen“

Eine der auffälligsten Entwicklungen ist das Ende steifer Grußformeln. Was früher als unhöflich galt, wird zum neuen Standard. Lockere Abschlüsse wie „Best“ oder „Cheers“ verdrängen das traditionelle „Mit freundlichen Grüßen“.

Diese Veränderung ist mehr als nur Mode. Für die Generation Z, die immer größere Teile der Belegschaft stellt, ist es ein Effizienz-Tool. Sie behandeln E-Mails wie Chat-Nachrichten: direkt, schnell und ohne Floskeln. HR-Experten sehen das positiv. Die Zeit, die früher für perfekte Formulierungen draufging, fließt jetzt in die eigentliche Arbeit.

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Unternehmen, die an alten Hierarchien in der Kommunikation festhalten, wirken auf junge Talente abschreckend. Die neue „inhaltliche Etikette“ setzt auf Respekt durch Kürze – nicht durch lange Anreden.

Der Kampf gegen den „Infinite Workday“

Ein alarmierender Trend bestätigt sich: der „Infinite Workday“, der endlose Arbeitstag. Daten von Technologiekonzernen wie Microsoft zeigen drei feste Arbeits-Spitzen: morgens, nachmittags und problematisch spät abends gegen 22 Uhr.

Fast die Hälfte der Arbeitnehmer empfindet ihren Tag als chaotisch und zerstückelt. Ständige E-Mail-Benachrichtigungen unterbrechen die Konzentration im Minutentakt. Arbeitspsychologen fordern deshalb eine „Etikette der Asynchronität“.

Eine Nachricht um 22 Uhr darf keine sofortige Antwort erwarten. Moderne E-Mail-Programme bieten Funktionen wie „Später senden“. Führungskräfte sollten sie nutzen, um ihren Teams nächtlichen Stress zu ersparen. Die neue Regel lautet: Schütze den Empfänger vor deiner eigenen Arbeitszeit.

Recht auf Abschalten: Europa sucht die Linie

Die Debatte um das „Recht auf Nichterreichbarkeit“ gewinnt an Schärfe. Während Australien hier bereits Gesetze erlassen hat, ringt Europa noch um eine einheitliche Lösung. Gewerkschaften drängen auf EU-Ebene auf verbindliche Regeln, um Arbeitnehmer vor den Folgen ständiger Verfügbarkeit zu schützen.

In Österreich und Deutschland handeln viele Unternehmen bereits vor dem Gesetzgeber und schließen Betriebsvereinbarungen. Juristen raten Firmen, eigene Richtlinien zu entwickeln. Das ist nicht nur eine Frage des Rechts, sondern der Attraktivität als Arbeitgeber.

Die „Out of Office“-Notiz wird vom Informationshäkchen zum kulturellen Schutzschild. 2026 könnte das Jahr werden, in dem Nicht-Antworten nach Feierabend nicht als Faulheit, sondern als professionelle Selbstfürsorge gilt.

KI als persönlicher Kommunikations-Trainer

Künstliche Intelligenz dringt massiv in die Postfächer vor. Tools wie Microsoft Copilot oder Google Gemini verändern, wie wir Nachrichten schreiben und lesen. KI-gestützte Zusammenfassungen führen dazu, dass lange E-Mails oft gar nicht mehr vollständig gelesen werden.

Das erzwingt eine neue Art zu schreiben. Wer gehört werden will, muss „KI-freundlich“ kommunizieren:
* Klare Betreffzeilen
* Strukturierte Aufzählungen
* Die wichtigste Information ganz oben („Bottom Line Up Front“)

Die Nutzung von KI zur Vorformulierung wird akzeptiert, solange der Ton menschlich bleibt. Die Angst vor unpersönlicher Kommunikation weicht der Erkenntnis: KI hilft, die Informationsflut zu bändigen und Zeit zu sparen.

Was 2026 bringen wird

Der Blick nach vorne zeigt: Die Automatisierung der Etikette schreitet voran. Persönliche KI-Agenten werden zu Gatekeepern. Sie filtern nicht nur Spam, sondern entscheiden, welche Nachrichten es wert sind, den Nutzer zu stören.

Das wird unsere Kommunikation weiter verändern. Präzises Schreiben wird zur Schlüsselkompetenz. Zudem dürfte der regulatorische Druck in der EU wachsen. Unternehmen könnten gezwungen werden, technische Lösungen einzuführen – etwa Server, die E-Mails am Wochenende gar nicht erst zustellen.

Die E-Mail verschwindet nicht. Aber sie wandelt sich vom Diktator des Arbeitstags zum verwalteten Werkzeug. Die Gewinner sind jene, die verstehen: Moderne Etikette bedeutet nicht, immer erreichbar zu sein. Sondern zur richtigen Zeit das Richtige zu sagen – und dann abzuschalten.

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