DZ Bank startet Krypto-Plattform für Genossenschaftsbanken
13.01.2026 - 23:53:12Deutschlands Genossenschaftsbanken steigen in den Kryptohandel ein. DZ Bank, die Zentralbank für rund 700 Volks- und Raiffeisenbanken, hat heute ihre Plattform „meinKrypto“ gestartet. Sie ermöglicht Privatkunden erstmals, digitale Währungen direkt in ihrer vertrauten VR Banking App zu kaufen und sicher zu verwahren. Der Start erfolgt unter dem neuen europäischen Regelwerk MiCAR und setzt die Genossenschaftsbanken im Wettlauf mit den Sparkassen vorerst deutlich in Führung.
Einfacher Zugang für konservative Anleger
Die neue Lösung soll die Hürde für den Einstieg in digitale Assets senken. Sie richtet sich zunächst an „Selbstentscheider“ – Kunden, die ohne Anlageberatung ihrer Bank handeln möchten. Nach Freischaltung durch ihre lokale Genossenschaftsbank finden Nutzer eine neue Oberfläche für „Digitale Assets“ in ihrer Banking-App.
Zum Start listet die Plattform vier große Kryptowährungen: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Cardano (ADA). Diese Auswahl etablierter Werte mit hoher Marktkapitalisierung spiegelt das konservative Risikoprofil der typischen Genossenschaftsbank-Kunden wider. Der Fokus liegt auf Sicherheit und Komfort: Im Gegensatz zu externen Krypto-Börsen verwahrt die Bank die privaten Schlüssel für ihre Kunden. Das entlastet diese vom technischen Risiko der eigenen Aufbewahrung.
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Lizenz unter strenger EU-Aufsicht
Hinter dem Start steht eine intensive Vorbereitung. DZ Bank erhielt Ende Dezember 2025 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die notwendige Krypto-Verwahrlizenz nach der europäischen Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR). Diese Genehmigung ist entscheidend, denn sie garantiert hohe Verbraucherschutz- und Geldwäsche-Standards.
Die technische Umsetzung erfolgte mit starken Partnern. Die Genossenschafts-IT Atruvia integrierte das Frontend in die VR Banking App. Im Backend vertieft DZ Bank die Zusammenarbeit mit der Boerse Stuttgart Group. Deren Tochter Boerse Stuttgart Digital Custody übernimmt die treuhänderische Verwahrung der Krypto-Assets, während EUWAX als regulierter Handelsplatz für die Ausführung der Kundenorders fungiert.
Diese Struktur ermöglicht es den lokalen Volks- und Raiffeisenbanken, Krypto-Dienstleistungen anzubieten, ohne eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen. Jede Bank muss jedoch eine eigene MiCAR-Meldung bei der BaFin einreichen, um den Service freizuschalten.
Rollout in Wellen – Sparkassen hinken hinterher
Obwohl die Plattform zentral startklar ist, erfolgt die Aktivierung für Endkunden schrittweise. Jede der etwa 700 unabhängigen Genossenschaftsbanken entscheidet selbst, ob und wann sie „meinKrypto“ anbietet. Branchenberichten zufolge plant mehr als ein Drittel der Institute die Einführung in den kommenden Monaten. Eine Pilotphase mit sechs Banken im Jahr 2025 verlief erfolgreich.
Mit diesem Schritt ziehen die Genobanken an ihrem großen Konkurrenten, der Sparkassen-Finanzgruppe, vorbei. Deren Zentralinstitut DekaBank arbeitet noch an einer vergleichbaren Lösung und wird frühestens in der ersten Hälfte 2026 auf den Markt kommen. DZ Bank hat damit ein strategisches Zeitfenster, um Marktanteile bei vorsichtigen Anlegern zu gewinnen, die Fintech-Apps misstrauen, aber ihrer Hausbank vertrauen.
Marktbeobachter werten dies als Zeichen für die Normalisierung digitaler Assets in Deutschland. Wenn etablierte Institute wie DZ Bank einsteigen, verlassen Kryptowährungen die Nische des Spekulationsobjekts und werden zum Mainstream-Bestandteil des Finanzportfolios.
Sparpläne und Krypto-Kredite in Aussicht
Die Plattform soll kontinuierlich weiterentwickelt werden. Basierend auf Kundenfeedback und regulatorischen Entwicklungen ist eine Erweiterung der Handelsfunktionen geplant. Experten rechnen damit, dass bald auch Krypto-Sparpläne angeboten werden könnten – ein bei deutschen Privatanlegern äußerst beliebtes Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau.
Darüber hinaus könnte die geschaffene Infrastruktur fortschrittlichere Anwendungen ermöglichen. Erste Pilotprojekte sollen laut Branchenkreisen kryptobesicherte Kredite erkunden. Kunden könnten dann ihre Bitcoin-Bestände als Sicherheit hinterlegen, um Liquidität zu erhalten, ohne die Assets verkaufen zu müssen. Solche Features sind zwar noch experimentell, zeigen aber die langfristige Ambition der Genossenschaftsbanken, digitale Assets vollständig in das moderne Banking zu integrieren.
Der unmittelbare Fokus liegt nun auf der reibungslosen Integration der Hunderte unabhängigen Banken. Der Erfolg von „meinKrypto“ wird 2026 nicht nur am Handelsvolumen gemessen werden, sondern auch daran, ob es gelingt, junge, digitalaffine Kunden zu binden und das Image des traditionellen Genossenschaftsbankensektors zu modernisieren.
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