Dynamics GP vs. Business Central: Die ERP-Zukunft entscheidet sich 2026
27.01.2026 - 01:02:12Die Entscheidung zwischen bewährter Legacy-Software und moderner Cloud-Lösung wird für Unternehmen in diesem Jahr drängend. Während Microsoft Dynamics GP ausläuft, drängt der cloud-native Nachfolger Business Central mit KI und Automatisierung in den Vordergrund. Für Führungskräfte in Finanzen und Operations ist die Modernisierung der Kernsysteme zur Top-Priorität geworden.
Der Countdown für Dynamics GP läuft
Seit Jahrzehnten ist Dynamics GP das Rückgrat vieler Unternehmen, besonders in Produktion und Logistik. Doch Microsoft hat den Abschied klar eingeläutet. Der Verkauf neuer Lizenzen ist bereits gestoppt, und der Support endet etappenweise. Ab dem 1. April 2026 werden auch keine neuen Abonnements mehr verkauft. Die reguläre Unterstützung läuft Ende 2029 aus, Sicherheitsupdates folgen bis 2031.
Das bedeutet: Bestandskunden können GP weiter nutzen, aber Innovationen und neue Funktionen wird es nicht mehr geben. Die Plattform erstarrt technologisch. Partner wie die Beratungsgruppe GP Support North bekräftigen zwar ihre Unterstützung für die Übergangsphase. Doch das ändert nichts an der grundsätzlichen Notwendigkeit für Unternehmen, eine langfristige Modernisierungsstrategie zu entwickeln.
Business Central: Der KI-getriebene Nachfolger
Der designierte Nachfolger Dynamics 365 Business Central ist mehr als ein Software-Update. Die cloud-native Lösung bietet Skalierbarkeit, mobilen Zugriff und kontinuierliche Aktualisierungen. Der entscheidende Vorteil im Jahr 2026 ist die tiefe Integration von künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung.
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Microsofts Roadmap für Business Central setzt stark auf KI, insbesondere durch Copilot und autonome Agenten. Diese Tools automatisieren repetitive Aufgaben wie die Zuordnung von Rechnungen zu Bestellungen oder die Bearbeitung von Verkaufsaufträgen. So können sich Teams von der Dateneingabe auf strategische Analysen konzentrieren. Die nahtlose Integration mit Power BI liefert zudem Echtzeit-Einblicke, die mit alten Systemen nur umständlich zu erreichen sind.
Dieser Trend zum KI-gesteuerten ERP ist branchenweit zu beobachten. Analysten stellen fest, dass autonome Agenten zunehmend mehrstufige Geschäftsentscheidungen in ERP-Systemen verschiedener Branchen ohne menschliches Zutun ausführen. Wer auf veralteten Plattformen bleibt, riskiert einen klaren Wettbewerbsnachteil.
Migration: Eine strategische Herausforderung
Der Wechsel von GP zu Business Central ist eine strategische Initiative, die Daten, Prozesse und Mitarbeiter betrifft. Experten sehen in der Datenqualität oft die größte Hürde. Jahrelang angesammelte Daten in der alten GP-Umgebung müssen bereinigt und für die moderne Architektur von Business Central aufbereitet werden.
Empfohlen wird ein schrittweises Vorgehen. Zuerst werden Stammdaten und offene Transaktionen migriert, dann ein definierter Teil historischer Daten. Ältere, abgeschlossene Transaktionen werden oft in einer archivierten, schreibgeschützten Version des alten GP-Systems belassen. Das gewährleistet die Prüfbarkeit, ohne die neue Cloud-Umgebung zu überladen.
Die Migration bietet auch die Chance, bestehende Arbeitsabläufe zu überprüfen und zu optimieren. Viele Anpassungen, die für GP nötig waren, sind in Business Central mit seiner umfangreichen Standardfunktionalität überflüssig. Entscheidend für den Erfolg sind zudem Anwenderschulungen und ein durchdachtes Change Management.
Die Rechnung geht auf: ROI der Modernisierung
Der Umstieg von einer On-Premise-Lösung wie GP auf ein Cloud-ERP wie Business Central spiegelt einen breiteren Markttrend wider: weg von hohen Investitionsausgaben (CapEx) für Server, hin zu vorhersehbaren Betriebsausgaben (OpEx) durch ein Abonnementmodell.
Eine von Microsoft in Auftrag gegebene Studie von Forrester Consulting aus dem Jahr 2024 beziffert den wirtschaftlichen Vorteil. Ein durchschnittliches Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 15 Millionen Euro konnte demnach eine Rendite von 265 Prozent über drei Jahre erzielen. Die Amortisation lag bei weniger als sechs Monaten. Die Gewinne resultierten aus gesteigerter Produktivität in Finanzen, Operations und Vertrieb sowie aus eingesparten Drittanbietergebühren für die Wartung des alten Systems.
Ausblick: Die Schere geht weiter auf
Die Frist zum 1. April 2026 macht deutlich: Das Zeitfenster für den Einstieg in die Legacy-Plattform GP schließt sich. Für bestehende Anwender geht es nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wann und Wie der Migration.
Die Zukunft des ERP liegt unbestritten in cloud-nativen, KI-gesteuerten und integrierten Plattformen. Die geplanten Erweiterungen für Business Central werden die funktionale und strategische Lücke zu Dynamics GP weiter vergrößern. GP bleibt vorerst eine stabile Lösung. Doch Unternehmen, die ihre Migration verzögern, riskieren, von Wettbewerbern abgehängt zu werden, die mit modernen ERP-Systemen agilere, effizientere und intelligentere Abläufe aufbauen. Die kommenden Monate sind entscheidend für die Planung eines reibungslosen Übergangs in die nächste Generation der Geschäftstechnologie.
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