Duke Energy warnt vor gefälschten Stromausfall-SMS
26.01.2026 - 20:51:12Ein neuer Betrugsversuch per SMS erschleicht sich persönliche Daten von Stromkunden in den USA. Die Masche könnte auch deutsche Verbraucher treffen.
Der US-Energiekonzern Duke Energy warnt seine Kunden vor einer neuen Welle betrügerischer Textnachrichten. Diese geben vor, einen geplanten Stromausfall anzukündigen, und zielen darauf ab, persönliche und finanzielle Daten zu stehlen. Die Nachrichten erzeugen bewusst falschen Zeitdruck, um Opfer zu unüberlegten Handlungen zu drängen.
Die gefälschten SMS behaupten, der Empfänger sei von einem „geplanten, rollierenden Stromausfall“ betroffen. Oft enthalten sie einen Link oder Anhang für weitere Details. Um glaubwürdiger zu wirken, berufen sich die Betrüger teils auf frostige Temperaturen – ein besonders hinterhältiger Trick, wenn winterliches Wetter viele Regionen beeinträchtigt. Duke Energy betont, dass diese Nachrichten nicht von dem Unternehmen stammen.
Bei der aktuellen Masche handelt es sich um klassisches „Smishing“ – also Phishing per SMS. Die Texte imitieren das Erscheinungsbild und den Tonfall echter Versorgungsunternehmen. Das Ziel: ahnungslose Opfer auf eine schadhafte Website locken oder sie zur Preisgabe sensibler Daten verleiten.
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Cybersicherheitsexperten zufolge spielen diese Betrüger mit der Angst der Menschen. The Drohung mit einem bevorstehenden Stromausfall, besonders bei Kälte, erzeugt unmittelbare Sorge und lässt übliche Vorsicht vergessen. Die Links in den SMS führen oft zu täuschend echt aussehenden, gefälschten Websites, die Log-in-Daten, Kreditkartennummern oder andere persönliche Informationen abgreifen. Ein Klick kann auch die Installation von Schadsoftware auf dem Gerät auslösen.
Versorger wie Duke Energy haben klare Protokolle für die Kommunikation mit Kunden über Rechnungen oder Serviceunterbrechungen. Das Unternehmen stellt klar: Es droht niemals mit sofortiger Abschaltung oder fordert Zahlungsinformationen per unverlangter SMS oder Anrufe an. Auch verlangt es keine Zahlung über unkonventionelle Methoden wie Prepaid-Debitkarten, Geschenkkarten oder Apps wie Zelle oder Venmo – alles beliebte Mittel bei Betrügern.
Größerer Trend: Betrug unter falscher Flagge
Der Fall ist kein Einzelphänomen. Versorgungsunternehmen in den gesamten USA werden häufig als Deckmantel für Betrugsaktionen missbraucht. Organisationen wie die Tennessee Valley Authority oder ERCOT in Texas haben kürzlich vor ähnlichen Betrügereien gewarnt, die mit angeblichen rollierenden Blackouts oder Netzinstabilitäten argumentieren.
Verbraucherschützer wie die Better Business Bureau (BBB) raten stets zur Skepsis bei unerbetener Kommunikation, die sofortiges Handeln oder persönliche Daten verlangt. Betrüger nutzen Technologien, um Telefonnummern zu fälschen oder E-Mail-Adressen zu erstellen, die legitim wirken. Das macht es für Verbraucher schwerer, Echt von Falsch zu unterscheiden.
Der Anstieg dieser Betrugsmaschen ist Teil eines größeren Trend beim Identitätsbetrug. Die US-Handelsaufsicht FTC stuft ihn als eine der häufigsten gemeldeten Betrugsarten ein. Die Methoden reichen von simplen SMS bis zu aufwendigen Operationen mit gefälschten Websites und Callcentern, die echte Kundenservicesysteme imitieren.
So schützen Sie sich vor Betrug
- Nicht klicken: Öffnen Sie niemals Links oder Anhänge aus verdächtigen oder unerbetenen Nachrichten.
- Direkt kontaktieren: Bei einer Nachricht über einen Ausfall oder eine Rechnung kontaktieren Sie Ihren Versorger stets direkt über die offiziellen Kanäle. Die korrekten Kontaktdaten finden Sie auf Ihrer Rechnung oder der offiziellen Website.
- Zeitdruck ignorieren: Seien Sie misstrauisch bei Nachrichten, die Dringlichkeit suggerieren oder mit sofortigen Konsequenzen drohen. Seriöse Unternehmen geben üblicherweise ausreichend Vorlauf bei Problemen.
- Quelle prüfen: Suchen Sie die offizielle Telefonnummer des Unternehmens selbstständig heraus und rufen Sie an, um die Nachricht zu verifizieren.
- Daten schützen: Geben Sie niemals persönliche Informationen, Finanzdaten oder Zugangsdaten als Reaktion auf eine unerbetene Nachricht preis.
- Software aktuell halten: Halten Sie Sicherheitssoftware auf Computern und Mobilgeräten stets aktuell.
- Betrug melden: Leiten Sie Phishing-SMS an SPAM (7726) weiter. Melden Sie den Betrugsversuch auch beim betroffenen Unternehmen und der FTC.
Branchenreaktion: Aufklärung als Schlüssel
Da die Methoden der Betrüger immer raffinierter werden, intensivieren Versorger ihre Aufklärungsarbeit. Branchenverbände wie Utilities United Against Scams (UUAS), ein Konsortium von über 150 Versorgungsunternehmen, arbeiten daran, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und Informationen über neue Betrugstaktiken auszutauschen.
Die anhaltende Herausforderung für Versorger und Verbraucher bleibt, diesen Betrugsschemata einen Schritt voraus zu sein. Für Verbraucher lautet die zentrale Botschaft: Bleiben Sie wachsam und skeptisch. Machen Sie immer eine Pause und prüfen Sie, bevor Sie auf eine Nachricht reagieren, die sofortige Zahlung oder persönliche Daten verlangt.
Duke Energy hat seine Kunden zugesichert, die Lage zu beobachten und weiter über offizielle Kanäle zu informieren. Kunden mit Fragen werden gebeten, sich direkt an den Kundenservice unter 1-800-777-9898 zu wenden.
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