Dürr, Technologiewandel

Dürr AG im Technologiewandel: Wie der Maschinenbau-Spezialist sich mit Digitalisierung und E-Mobilität neu erfindet

12.01.2026 - 18:04:24

Die Dürr AG positioniert sich als Hightech-Systemanbieter für die Fabrik der Zukunft – mit Lackierrobotern, Umwelttechnik, Software und E-Mobility-Lösungen. Wo steht das Unternehmen technologisch und im Wettbewerb?

Der Aufbruch in die Fabrik der Zukunft: Welche Probleme die Dürr AG adressiert

Die Dürr AG steht exemplarisch für den radikalen Wandel im industriellen Maschinen- und Anlagenbau. Automobilhersteller, Batterieproduzenten und die breite verarbeitende Industrie stehen unter massivem Druck: Dekarbonisierung, Kostensenkung, volatile Lieferketten und ein extremer Fachkräftemangel treffen auf einen globalen Wettbewerb, der kaum Fehler verzeiht. Gleichzeitig wird von Produktionsbetrieben erwartet, dass sie nahezu in Echtzeit transparent, effizient und ressourcenschonend arbeiten. Genau an dieser Schnittstelle aus Hardware, Automatisierung und Software setzt die Dürr AG an.

Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren von einem klassischen Lackieranlagen-Bauer zu einem breit aufgestellten Systemanbieter für die industrielle Produktion entwickelt. Ob vollautomatische Karosserielackierung, hochpräzise Applikationstechnik, Abluftreinigung, intelligente Montagelinien, Software für die Produktionssteuerung oder Technologien für die Herstellung von Batteriezellen und Elektromotoren: Die Dürr AG versteht sich als Enabler der smarten, vernetzten Fabrik.

Für Industriekunden löst die Dürr AG im Kern drei Problembereiche: Erstens die Reduktion von Energie- und Materialverbrauch, zweitens die Steigerung von Durchsatz und Qualität bei hochkomplexen Prozessen und drittens die Integration heterogener Maschinenparks in eine durchgängige, datenbasierte Steuerung. Gerade Automobil OEMs, die parallel Verbrenner- und Elektroplattformen betreiben, suchen nach Partnern, die End-to-End-Lösungen statt Inseltechnologien liefern können – ein Feld, auf dem Dürr seine Stärken ausspielt.

Dürr AG: Hightech-Lösungen für Lackiertechnik, Umwelttechnik und die Fabrik der Zukunft

Das Flaggschiff im Detail: Dürr AG

Unter der Marke Dürr AG bündelt der Konzern mehrere Technologien, die zusammengenommen den Anspruch unterstreichen, ein Flaggschiff der industriellen Produktionstechnologie zu sein. Organisatorisch gliedert sich die Gruppe in Segmente wie Paint and Final Assembly Systems, Application Technology, Clean Technology Systems, Measuring and Process Systems sowie Woodworking Machinery and Systems (HOMAG). Technologisch lassen sich die Stärken der Dürr AG in vier Clustern fassen: Lackier- und Applikationstechnik, Umwelt- und Energieeffizienz, E-Mobilität & Batterieproduktion sowie Software & Digitalisierung.

1. Lackier- und Applikationstechnik: Robotik als Kernkompetenz

Das klassische Kerngeschäft der Dürr AG ist die Planung und Realisierung kompletter Lackierwerke für die Automobilindustrie. Herzstück sind hochentwickelte Lackierroboter wie die Baureihen des Typs EcoRP sowie Applikationssysteme wie EcoBell-Zerstäuber und Dosiertechnik. Sie ermöglichen:

  • hohe Übertragungsraten bei Lack und Klarlacken (weniger Overspray, geringerer Lackverbrauch),
  • präzise, reproduzierbare Beschichtungsqualität bei gleichzeitig hoher Liniengeschwindigkeit,
  • flexible Umrüstung auf neue Modelle und Farben durch modulare Zellenkonzepte,
  • integrierte Prozessdaten-Erfassung bis auf Einzelkarossen-Ebene.

Im Zusammenspiel mit eigenen Fördersystemen, Trocknern und Vorbehandlungsanlagen liefert die Dürr AG schlüsselfertige Systeme für OEMs und Tier-1-Zulieferer. Der USP liegt dabei in der Kombination aus Mechanik, Sensorik, Prozess-Know-how und Software – also einem tief integrierten Systemansatz, den nur wenige Wettbewerber in dieser Breite abdecken.

2. Umwelttechnik und Energieeffizienz: Clean Technology Systems

Mit der Sparte Clean Technology Systems adressiert die Dürr AG ein zweites, hochaktuelles Problemfeld: Emissionsreduktion und Energieeffizienz. Regenerative thermische Oxidationsanlagen, Abluftreinigungssysteme für Lösemittel oder VOC-Emissionen und Wärmerückgewinnungslösungen helfen Industriekunden, strenger werdende Umweltauflagen einzuhalten und gleichzeitig Energiekosten zu senken.

Insbesondere in Lackierereien, in der chemischen Industrie, bei Beschichtungsprozessen und in der Batterieproduktion werden volatile organische Verbindungen freigesetzt, die aufwendig behandelt werden müssen. Die Dürr AG bietet hier modulare, skalierbare Systeme, die sich in Brownfield- wie Greenfield-Projekte integrieren lassen. Durch die Kopplung mit Energiemanagement-Software lassen sich Lastspitzen ausgleichen und der CO?-Footprint signifikant reduzieren.

3. E-Mobilität und Batterieproduktion: Neue Wachstumssäule

Ein zentrales Zukunftsfeld der Dürr AG ist die E-Mobilität. Der Konzern liefert Anlagen und Technologien für Schlüsselprozesse in der Batterie- und Komponentenfertigung, etwa:

  • Beschichtungsanlagen für Elektrodenfolien,
  • Trocknungs- und Kalandertechnik,
  • Montagelinien für Batteriemodule und -packs,
  • Systeme für Hairpin-Wicklungen und die Montage von Elektromotoren.

Damit positioniert sich die Dürr AG entlang der Wertschöpfungskette der E-Mobilität – nicht als Zellhersteller, sondern als Ausrüster der OEMs und Tier-1-Anbieter. Das macht das Geschäftsmodell weniger rohstoffpreisabhängig und stärker auf das Wachstum des globalen EV-Marktes fokussiert. Insbesondere in Europa und Nordamerika profitiert das Unternehmen von Förderprogrammen zur lokalen Batterieproduktion, während es in Asien von seiner langjährigen Präsenz im Automobilsektor zehrt.

4. Software & Digitalisierung: DXQ als Nervensystem der ProduktionEin strategisch besonders wichtiger Baustein ist das Software-Portfolio DXQ. Unter dieser Marke bündelt die Dürr AG Lösungen für:

  • Manufacturing Execution (MES) und Produktionssteuerung,
  • Qualitätsdaten-Management und Traceability,
  • Analytics, KI-basierte Optimierung und Condition Monitoring,
  • Energiemanagement in der Fabrik.

DXQ ist der Hebel, mit dem die Dürr AG aus einem reinen Anlagenbauer zu einem Anbieter wiederkehrender Software- und Serviceumsätze werden will. Durch die enge Integration in eigene Anlagen, Sensorik und Roboter entsteht ein Ökosystem, das Kunden langfristig bindet und Upgrades, Feature-Erweiterungen und datenbasierte Services ermöglicht. Businessseitig ist das ein klarer Schritt in Richtung Plattformökonomie im industriellen Umfeld.

Warum ist die Dürr AG gerade jetzt so relevant?

Drei Trends spielen dem Unternehmen in die Karten: der weltweite Ausbau der Elektromobilität, die Dekarbonisierung der Industrie und der Run auf digitale, hochautomatisierte Fabriken. OEMs, die neue EV-Plattformen aufbauen, benötigen moderne Lackierwerke, Batterie- und Motorenfertigung sowie integrierte Umwelttechnik – all das liefert die Dürr AG aus einer Hand. Gleichzeitig müssen bestehende Werke modernisiert, energieeffizienter und datengetriebener werden. In diesem Spannungsfeld fungiert Dürr als technologischer Brückenbauer zwischen alter und neuer Automobilwelt.

Der Wettbewerb: Dürr Aktie gegen den Rest

Im internationalen Wettbewerb trifft die Dürr AG auf einige starke Kontrahenten, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen. Besonders relevant sind etwa ABB, Atlas Copco (durch die Marke Gema) und Fanuc im Bereich Robotik und Applikationstechnik, sowie GEA oder Andritz in Segmenten der Umwelt- und Prozesstechnik. Im Bereich fertigungsnaher Software konkurriert Dürr zudem indirekt mit IT- und Automatisierungsgrößen wie Siemens (MindSphere, Industrial Edge) und Schneider Electric.

Im direkten Vergleich zu ABB RobotStudio und der ABB-Roboterplattform punktet die Dürr AG vor allem mit tiefem Prozess-Know-how im Lackierumfeld. ABB bietet extrem flexible Industrieroboter und eine leistungsfähige Simulationsumgebung, adressiert aber branchenübergreifend nahezu alle Anwendungen von Schweißen bis Palettieren. Die Dürr AG hingegen hat ihre Roboter- und Applikationssysteme konsequent auf die Anforderungen der Oberflächenbeschichtung und der Fahrzeugproduktion ausgerichtet – inklusive Luftströmungssimulationen, Lackierkabinen-Design und Anbindung von Qualitätsmesstechnik. Der Fokus ist enger, der Spezialisierungsgrad aber höher.

Im Wettstreit mit dem Pulverbeschichtungsspezialisten Gema (Atlas Copco) zeigt sich ein ähnliches Bild. Gema setzt starke Akzente bei Pulverbeschichtungsanlagen für Metallbau, Haushaltsgeräte und industrielle Komponenten. Dürr dagegen deckt mit flüssigen Lacksystemen, Roboterapplikation und End-of-Line-Lösungen vorrangig Automotive- und großindustrielle Anwendungen ab. Für OEMs, die eine komplette Karosserielackierung inklusive Tauchlackierung, Füller, Basislack, Klarlack, Trocknung und Endabnahme benötigen, ist die Dürr AG der logischere Partner.

Im Softwarebereich stellt sich die Frage: Im direkten Vergleich zu Siemens Opcenter und MindSphere wiegt die integrierte Maschinenkopplung der Dürr-Software schwer. Siemens setzt klar auf herstellerübergreifende Offenheit und deckt ein breites Feld von MES bis PLM ab. Dürrs DXQ-Lösungen sind dagegen enger mit den eigenen Anlagen verzahnt, was in Lackier- und Montagelinien zu besonders tiefen Einblicken in den Prozess führt. Für Kunden, die ohnehin stark auf Dürr-Technologie setzen, kann dieser integrierte Ansatz entscheidende Vorteile bringen – insbesondere bei Traceability, Energieoptimierung und anlagennahem Monitoring.

Im Feld Umwelttechnik konkurriert die Dürr AG mit Unternehmen wie GEA oder Andritz, die ebenfalls Abluft- und Prozessgasbehandlung anbieten. Hier punktet Dürr vor allem mit der engen Kopplung an Lackier- und Beschichtungsprozesse: Emissionsminderung wird nicht als isolierte Aufgabe behandelt, sondern als integraler Bestandteil der Gesamtanlage. Das erleichtert die Auslegung von Wärmerückgewinnung, die Dimensionierung von Reinigungsstufen und das Zusammenspiel mit Energiemanagement-Systemen.

In Summe gilt: Die Konkurrenz ist stark, aber oft breiter und weniger fokussiert. Die Dürr AG behauptet sich mit tiefem vertikalem Know-how in ausgewählten Nischen – insbesondere Automobil, Oberflächenbeschichtung und zunehmend E-Mobilität.

Warum Dürr AG die Nase vorn hat

Die zentrale Frage für Kunden und Investoren lautet: Worin liegt der nachhaltige Wettbewerbsvorteil der Dürr AG? Mehrere Argumente sprechen dafür, dass der Konzern in seinen Kernmärkten langfristig gut positioniert ist.

1. Tiefe Systemintegration statt Einzellösungen

Während viele Wettbewerber primär Komponenten liefern – Roboter, Softwaremodule, einzelne Reinigungsanlagen – bietet die Dürr AG komplette Produktionssysteme aus einer Hand. Lackierstraße, Roboter, Applikationstechnik, Abluftreinigung, Energiemanagement und MES können als durchgängiges, abgestimmtes Gesamtpaket geplant, gebaut und betrieben werden. Für OEMs reduziert das Schnittstellenrisiken, Planungsaufwand und Inbetriebnahmezeiten.

Hinzu kommt: In der Praxis entscheidet die Effizienz oft an den Übergängen zwischen einzelnen Gewerken. Wer die gesamte Kette plant, kann Luftströme, Trocknung, Materiallogistik und Taktzeiten gemeinsam optimieren. Diese Fähigkeit zur Systemintegration ist schwer imitierbar und baut auf jahrzehntelanger Branchenerfahrung auf.

2. Branchenfokus Automotive und E-Mobilität

Die Dürr AG hat sich bewusst auf Branchen konzentriert, in denen hohe technische Komplexität, strenge Qualitätsanforderungen und großer Automatisierungsgrad zusammentreffen – allen voran Automobil und E-Mobilität. Diese Fokussierung zahlt sich aus, wenn OEMs weltweit vergleichbare Plattformen hochziehen. Wer als Generalunternehmer eine neue Fahrzeugfabrik ausrüstet, profitiert von einem Partner, der ähnliche Projekte bereits in Europa, Asien und Amerika umgesetzt hat und auf bewährte Standardmodule zurückgreifen kann.

Gleichzeitig schafft die E-Mobilität neue Touchpoints: Von der Batteriefertigung über Elektromotoren-Montage bis zu speziell auf EV-Plattformen optimierten Lackierlinien kann die Dürr AG bestehende Kundenbeziehungen vertiefen und sich neue Geschäftsfelder erschließen.

3. Software als Differenzierungsfaktor

Mit dem DXQ-Portfolio rückt die Dürr AG weg vom reinen Maschinenbauer hin zum Software-getriebenen Lösungsanbieter. Das ist strategisch bedeutsam, weil es:

  • höhere Margen ermöglicht (Software- und Serviceanteil),
  • die Kundenbindung erhöht (Lifecycle-Management, Updates, datenbasierte Services),
  • die Grundlage für neue Geschäftsmodelle wie Performance-basierte Verträge oder „Equipment as a Service“ schafft.

Technologisch entscheidend ist dabei, dass die Software auf den eigenen Domänen-Know-how aufbaut. KI-Algorithmen, die Overspray reduzieren, Energieverbrauch optimieren oder Anomalien im Lackierprozess frühzeitig erkennen, sind spezifisch und schwer zu kopieren. Hier entsteht langfristig ein Wissensvorsprung, der durch jede neue Anlage und jede zusätzliche installierte DXQ-Instanz wächst.

4. Nachhaltigkeit als Umsatztreiber statt Compliance-Kosten

Durch die Kombination aus Umwelttechnik, Energieeffizienzlösungen und Prozessoptimierung positioniert sich die Dürr AG als Partner für nachhaltige Produktion. Kunden investieren nicht nur, um regulatorische Vorgaben zu erfüllen, sondern um tatsächlich Betriebskosten zu senken und CO?-Ziele zu erreichen. Dadurch wird ökologische Nachhaltigkeit zu einem direkten Enabler für wirtschaftliche Effizienz – und damit zu einem Verkaufsargument.

Im Vergleich zu Wettbewerbern, die Emissionsreduktion als nachgelagerte Ergänzung betrachten, kann die Dürr AG Nachhaltigkeit bereits in der Planung der Gesamtanlage mitdenken und so Synergien heben, die anderen verschlossen bleiben.

5. Modulare Skalierbarkeit und Brownfield-Fähigkeit

Viele OEMs modernisieren bestehende Werke schrittweise, statt komplette Greenfield-Fabriken neu aufzubauen. Die Dürr AG hat in den vergangenen Jahren konsequent modulare Anlagenkonzepte entwickelt, die sich in laufende Werke integrieren lassen – von einzelnen Robotersystemen über Energie- und Abluftmodule bis hin zu Software-Layern wie DXQ. Diese Brownfield-Fähigkeit ist ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil, da sie Investitionsrisiken reduziert und flexible Modernisierungspfade ermöglicht.

Bedeutung für Aktie und Unternehmen

Die technologische Positionierung der Dürr AG schlägt sich auch im Kapitalmarktbild des Unternehmens nieder. Die Dürr Aktie (ISIN: DE0005565204) wird von Investoren als zyklischer, aber technologiestarker Ausrüster der Industrie wahrgenommen, dessen Entwicklung eng mit Investitionszyklen in der Automobil- und E-Mobilitätsbranche sowie mit globalen Industrieinvestitionen verknüpft ist.

Zum angegebenen Recherchezeitpunkt notierte die Dürr Aktie laut Datenabgleich aus mehreren Finanzportalen im unteren bis mittleren zweistelligen Euro-Bereich. Da Börsenkurse starken Schwankungen unterliegen und sich fortlaufend ändern, ist für aktuelle Bewertungen stets der Blick auf Echtzeitdaten erforderlich; maßgeblich ist dabei der zuletzt festgestellte Schluss- oder Realtime-Kurs der Xetra-Notierung. Wichtig ist hier weniger der exakte Kurs zum Zeitpunkt der Betrachtung als die Einordnung: Analysten und Marktbeobachter verknüpfen die Perspektive der Dürr AG stark mit den Themen E-Mobilität, Industrialisierung von Batteriefertigung und dem globalen Trend zur nachhaltigen Fabrik.

Wie wirkt die Produktstrategie der Dürr AG auf die Aktie?

Die breite, aber klar fokussierte Aufstellung in fünf Geschäftsfeldern reduziert das Risiko, ausschließlich vom klassischen Automobilbau abhängig zu sein. Insbesondere die Segmente Clean Technology Systems, E-Mobility-Lösungen sowie das Softwaregeschäft gelten als Wachstums- und Margentreiber. Gelingt es der Dürr AG, den Softwareanteil konsequent zu steigern und zusätzlich von Investitionswellen im Bereich Batterie- und EV-Fabrikbau zu profitieren, verbessert das tendenziell das Bewertungsprofil der Aktie.

Gleichzeitig bleibt das Unternehmen zyklisch: Großaufträge für Lackierwerke, Final-Assembly-Linien oder Batteriefabriken hängen von Investitionsentscheidungen der OEMs ab, die in Phasen konjunktureller Unsicherheit oder politischer Spannungen verschoben werden können. Für Investoren bedeutet das: Die Dürr Aktie reflektiert den Spagat zwischen dem klassischen Capex-getriebenen Maschinenbaugeschäft und neuen, stärker wiederkehrenden Erlösströmen aus Software und Services.

Fazit: Produkt- und Technologiefokus als langfristiger Werttreiber

Die Dürr AG zeigt, wie sich ein traditioneller Maschinenbauer in einen Hightech-Systemanbieter für die Fabrik der Zukunft transformieren kann. Mit starker Position im Automotive-Sektor, wachsender Präsenz in der E-Mobilität, einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und einem konsequent ausgebauten Software-Portfolio adressiert das Unternehmen zentrale Industrietrends. Für Kunden bedeutet das integrierte, skalierbare Lösungen entlang des gesamten Produktionsprozesses; für die Dürr Aktie eröffnet es die Perspektive auf strukturelles Wachstum jenseits klassischer Zyklen – vorausgesetzt, der Konzern gelingt es, seine technologische Führungsposition im Wettbewerb mit globalen Schwergewichten weiter auszubauen.

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