Drittanbietersperre, Abofallen

Drittanbietersperre: So schützen Sie sich vor teuren Abofallen

20.01.2026 - 01:02:12

Die kostenlose Drittanbietersperre schützt Mobilfunkkunden vor ungewollten Abos durch Clickjacking. Verbraucherschützer empfehlen sie als grundlegende Sicherheitsmaßnahme gegen versteckte Kosten.

Ein unachtsamer Klick auf ein Werbebanner genügt – schon schnappt die Abofalle zu. Unerwünschte Abonnements belasten die nächste Mobilfunkrechnung mit überraschend hohen Kosten. Doch ein kostenloser Schutzmechanismus kann das verhindern: die Drittanbietersperre.

So funktionieren die teuren Fallen

Hinter den Abfallen steckt oft die Methode Clickjacking. Nutzer wollen eine Anzeige schließen und aktivieren dabei unbewusst einen Kauf-Button. Die Abbuchungen erscheinen dann versteckt als „Dienste Dritter“ auf der Rechnung.

Die Abrechnung läuft über Direct Carrier Billing. Dabei identifiziert sich der Nutzer allein über seine Rufnummer. Sensible Daten wie Kreditkartendetails sind nicht nötig. Ein versehentliches Antippen reicht aus, um teure Abos für nutzlose Dienste abzuschließen.

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Abofallen per Clickjacking und Direct Carrier Billing sind eine reale Gefahr — ein unachtsamer Tap genügt und Drittanbieter buchen über Ihre Mobilfunkrechnung ab. Der kostenlose Anti-Phishing-Report erklärt verständlich, wie Sie betrügerische Banner erkennen, welche Einstellungen (z. B. Drittanbietersperre) sofort schützen und welche Schritte bei verdächtigen Abbuchungen helfen. Praktische Checkliste inklusive. Ideal für alle Handy-Nutzer, die ihre Mobilfunkrechnung vor teuren Überraschungen schützen wollen. Gratis Anti-Phishing-Guide jetzt herunterladen

Ihr digitales Schutzschild: Die Drittanbietersperre

Die Drittanbietersperre ist eine kostenlose Funktion. Mobilfunkanbieter müssen sie auf Wunsch einrichten. Sie blockiert die Abrechnung externer Dienstleister über die Handyrechnung.

  • Vollsperre vs. Teilsperre: Eine Vollsperre blockiert alle Drittanbieter. Teilsperren lassen nützliche Dienste wie Parkscheinkäufe zu.
  • Was nicht betroffen ist: In-App-Käufe über den App Store oder PayPal laufen weiterhin.

Verbraucherschützer empfehlen die Sperre als grundlegende Sicherheitsmaßnahme.

In drei Schritten zur eigenen Sperre

Die Einrichtung ist unkompliziert und für Kunden kostenlos. So gehen Sie vor:

  1. Kundenservice anrufen: Der schnellste Weg ist oft ein Anruf bei der Hotline Ihres Anbieters.
  2. Online-Kundenportal nutzen: In den meisten Apps oder Kundencentern lässt sich die Sperre selbst aktivieren.
  3. Schriftlich beauftragen: Eine formlose E-Mail oder ein Brief an den Anbieter reicht aus.

Einige Anbieter wie 1&1 oder Drillisch aktivieren die Sperre bei Neuverträgen bereits standardmäßig. Bei Telekom, Vodafone oder O2 müssen Kunden meist selbst aktiv werden.

Warum die Fallen trotzdem noch zuschnappen

Trotz gesetzlicher Regeln bleibt das Geschäft mit Abofallen lukrativ. Kritiker sehen einen Interessenkonflikt: Mobilfunkanbieter verdienen an den Umsätzen der Drittanbieter mit.

Die Bundesnetzagentur fordert mehr Transparenz. Sollte es doch zu einer unberechtigten Abbuchung kommen, ist schnelles Handeln entscheidend:
* Der Rechnung umgehend schriftlich widersprechen.
* Das Abo beim Drittanbieter kündigen.

Oft sind Rückerstattungen erfolgreich, da durch Clickjacking entstandene Verträge rechtlich nicht gültig sind.

Die Zukunft: Mehr Schutz von Anfang an?

Der Druck auf Gesetzgeber und Anbieter wächst. Denkbar wäre ein Wechsel vom aktuellen Opt-out- zum Opt-in-Prinzip. Dann müssten Kunden das Bezahlen per Handyrechnung für Drittanbieter erst aktiv freischalten.

Bis dahin bleibt die Eigeninitiative der wirksamste Schutz. Die Drittanbietersperre gehört zur digitalen Grundhygiene – wie sichere Passwörter.

@ boerse-global.de