Draisaitl, Olympia

Draisaitl setzt bei Olympia auf Senf gegen Krämpfe

17.02.2026 - 18:30:12

Der Eishockey-Star nutzte ein altes Hausmittel gegen Muskelkrämpfe. Experten erklären den möglichen neurologischen Wirkmechanismus und betonen die Bedeutung klassischer Prävention.

Leon Draisaitl griff im Olympia-Spiel gegen die USA zu einem ungewöhnlichen Mittel. Der deutsche Eishockey-Star aß einen Löffel Senf, um drohenden Muskelkrämpfen vorzubeugen. Diese Szene entfachte eine breite Debatte über unkonventionelle Methoden im Spitzensport.

Der Kapitän bestätigte nach der 1:5-Niederlage, dass Senf für ihn das beste Mittel gegen Krämpfe sei. Bei ersten Anzeichen greife er vorbeugend zu dem Würzmittel. Die prominente Anwendung während der Olympischen Spiele rückt ein altes Hausmittel zurück ins Rampenlicht.

Die Wissenschaft hinter dem scharfen Würzmittel

Was steckt wirklich dahinter? Die genauen Ursachen für Muskelkrämpfe sind in der Sportwissenschaft umstritten. Neuere Erkenntnisse deuten weniger auf Elektrolytmangel hin, sondern eher auf eine neuromuskuläre Ermüdung.

Die Theorie: Der intensive Geschmack von Senf aktiviert bestimmte Nervenrezeptoren im Mund. Diese Signale könnten die fehlgeleiteten Impulse, die den Krampf auslösen, im Nervensystem „überschreiben“. Verantwortlich dafür ist vermutlich die enthaltene Essigsäure – ein Mechanismus, der auch bei der Wirkung von Gurkenwasser vermutet wird.

Von Alcaraz bis Draisaitl: Der Pragmatismus der Profis

Draisaitl ist kein Einzelfall. Tennisspieler Carlos Alcaraz trinkt während Matches Gurkenwasser gegen Krämpfe. Solche Praktiken zeigen: Spitzensportler suchen ständig nach jedem noch so kleinen Vorteil.

Die Reaktionen reichen von Spott in sozialen Medien bis zu ernsthaftem Interesse von Amateuren. Mediziner wie Orthopäde Christian Sturm betonen: Fehlende Studien bedeuten nicht, dass ein Mittel im Einzelfall unwirksam ist. Ähnliches gelte für die weit verbreitete Einnahme von Magnesium.

Prävention bleibt der beste Schutz

Unabhängig von der Senf-Debatte sind sich Experten einig: Vorbeugung ist entscheidend. Die Hauptursache für Krämpfe ist eine Überlastung der Muskulatur.

Zu den grundlegenden Maßnahmen gehören:
* Ein adäquates Aufwärmprogramm
* Gezieltes Dehnen nach der Belastung
* Ausreichende Flüssigkeits- und Energiezufuhr
* Gute Regeneration und ausreichend Schlaf

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Vom Hausmittel zum gezielten Produkt?

Der Olympia-Vorfall könnte die Forschung beflügeln. Bislang stützt sich die Wirksamkeit von Senf vor allem auf Erfahrungsberichte. Sollten Studien den neurologischen Mechanismus bestätigen, könnten daraus neue Sportprodukte entstehen.

In den USA gibt es bereits Präparate mit scharfen Inhaltsstoffen wie Ingwer und Chili. Bis dahin bleibt der Löffel Senf für Athleten wie Draisaitl eine pragmatische Notlösung. Sein Bekenntnis lenkt den Blick auf die physiologischen Herausforderungen des Spitzensports – und wird nach seinem Führungstreffer im folgenden Sieg gegen Frankreich umso aufmerksamer verfolgt.

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