Dow, Jones

Dow Jones: Zoll-Schock zum Wochenstart

20.01.2026 - 12:45:31

Die Androhung von US-Strafzöllen gegen europäische NATO-Partner belastet die Wall Street. Der Dow Jones verliert vorbörslich und Anleger flüchten in sichere Anlagen wie Gold.

Ein unruhiges Wochenende sorgt für rote Vorzeichen an der Wall Street. Die US-Administration droht NATO-Partnern wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich mit Strafzöllen, sollte keine Einigung in der Grönland-Frage erzielt werden. Diese geopolitische Zuspitzung drückt die Stimmung vorbörslich massiv und treibt Anleger scharenweise in sichere Häfen.

Handelsstreit weitet sich aus

Der Auslöser für den aktuellen Verkaufsdruck ist konkret und zeitlich eng getaktet: Sollte kein Deal zustande kommen, drohen ab dem 1. Februar Zölle von 10 Prozent auf Importe aus acht NATO-Staaten. Im Raum steht sogar eine Eskalation auf bis zu 25 Prozent bis Juni. Diese Rhetorik trifft den Markt auf dem falschen Fuß und sorgt für erhebliche Unsicherheit bei international aufgestellten Konzernen.

Marktbeobachter sehen darin nicht nur ein politisches Manöver, sondern eine direkte Bedrohung für die Gewinne exportorientierter Unternehmen. Die Reaktion an den Terminmärkten fiel entsprechend deutlich aus: Der VIX, oft als “Angstbarometer” bezeichnet, sprang um fast 19 Prozent an, was auf eine sprunghaft gestiegene Nervosität hindeutet.

Industrie und Exporteure unter Druck

Besonders hart trifft die Ankündigung Schwergewichte wie Boeing und Caterpillar, deren Lieferketten eng mit Europa verknüpft sind und die nun unter vorbörslichem Abgabedruck stehen. Auch Konsumwerte mit hohem Umsatzanteil in der EU, darunter Nike und McDonald’s, belasten die Futures. Anleger schichten ihre Portfolios um und suchen Schutz in defensiven Sektoren wie Versorgern, während zyklische Werte gemieden werden.

Gleichzeitig profitiert Gold von der Flucht in Sicherheit und notiert nahe der Rekordmarken. Investoren wägen derzeit ab, ob die Zölle eher inflationär wirken oder das globale Wachstum abwürgen könnten.

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Charttechnische Situation

Die Dow-Futures notieren aktuell bei rund 48.920 Punkten und damit spürbar unter dem Schlusskurs vom Freitag (49.359 Punkte). Damit gerät die psychologisch wichtige Marke von 49.000 Punkten in Gefahr. Charttechnisch richten sich die Blicke nun auf die Unterstützungszone bei 48.800 Zählern. Ein Bruch dieser Marke könnte weiteren technischen Verkaufsdruck auslösen und den Index in Richtung des 50-Tage-Durchschnitts drücken.

Für den heutigen Handelstag dürfte die geopolitische Schlagzeile dominieren. Entscheidend wird sein, ob die Bullen die Zone um 48.800 Punkte verteidigen können oder ob die Unsicherheit über die drohenden Zölle eine tiefere Korrektur einleitet. Solange keine politische Entspannung in der Grönland-Frage signalisiert wird, bleibt das Aufwärtspotenzial wohl begrenzt.

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