DoorDash-Roboter erhalten grünes Licht für Riverside
21.01.2026 - 15:21:12Die kalifornische Stadt Riverside ebnet den Weg für autonome Lieferroboter auf ihren Gehwegen. Ein städtisches Komitee hat einstimmig einen Regulierungsrahmen für die Geräte beschlossen.
Riverside könnte zur ersten Stadt im Großraum Los Angeles werden, die persönliche Lieferroboter offiziell zulässt. Der Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur stimmte am Donnerstag dafür, eine entsprechende Verordnung auszuarbeiten. Die vollständige Zustimmung des Stadtrats wird in den kommenden Monaten erwartet. Damit würde Riverside eine Vorreiterrolle in der Region einnehmen.
Die geplanten Regeln sollen einen klaren Rahmen zwischen technologischem Fortschritt und öffentlicher Sicherheit schaffen. Im Fokus stehen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überwachungspflichten.
Konkret sehen die Vorschläge vor: Auf Gehwegen dürfen die Roboter maximal 8 km/h fahren, in Fahrradspuren bis zu 32 km/h. Das anvisierte Einsatzgebiet umfasst zunächst einen Radius von etwa 21 Kilometern rund um die Innenstadt. Jede Lieferung muss zudem von einem geschulten Fernbediener überwacht werden. Ein innovativer Nebeneffekt: Die sensorbestückten Roboter könnten Straßenschäden wie Schlaglöcher erfassen und so zur Stadtplanung beitragen.
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„Dot“ – der elektrische Bote
Hinter dem Vorstoß steht eine Partnerschaft mit DoorDash Labs, der Robotik-Sparte des Lieferdienstes. Das Unternehmen stellte seinen Roboter „Dot“ bereits im Oktober 2025 in Riverside vor.
Bei „Dot“ handelt es sich um einen 160 Kilogramm schweren, vollelektrischen Roboter für die letzte Meile. Er ist etwa zehnmal kleiner als ein Auto und mit Lidar, Kameras und Radar ausgestattet. In Tests in Kalifornien und Arizona habe das Gerät bereits Hunderttausende Lieferungen ohne größere Vorfälle absolviert. DoorDash kooperiert in Riverside mit fast 700 Händlern – ein ideales Testfeld also.
Wirtschaftsförderung mit Bedenken
Die Stadt sieht in der Technologie eine Chance, sich als Standort für grüne Innovationen zu positionieren. Die Roboter sollen den Lieferverkehr reduzieren und lokale Geschäfte unterstützen.
Gleichzeitig sollen die Regulierungen mögliche Konflikte entschärfen. Die klaren Vorgaben zu Geschwindigkeit und Betriebsbereichen sollen verhindern, dass Fußgänger oder Menschen mit Behinderungen beeinträchtigt werden. DoorDash betont, dass die Roboter menschliche Fahrer nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen. Komplexere Lieferaufträge blieben den Menschen vorbehalten.
Nächste Schritte und regionale Signalwirkung
Nach dem Komitee-Beschluss wird nun der vollständige Verordnungstext erarbeitet. Die finale Entscheidung liegt beim Stadtrat.
Fällt der Beschluss positiv aus, könnte Riverside zum Vorbild für andere Städte werden. DoorDash prüft zudem, ob es in Riverside eine operative Zentrale einrichtet – was neue Arbeitsplätze schaffen würde. Gelingt das Pilotprojekt, würde die Innenstadt von Riverside zum lebendigen Testlabor für die nachhaltige, automatisierte Lieferung der Zukunft.
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