Dogecoin: Geschmackloser Trend?
24.01.2026 - 03:18:31Dogecoin steckt in einer schwierigen Marktphase. Technische Verkaufssignale, nachlassende Handelsaktivität und eine vorsichtige Risikostimmung belasten die Kryptowährung – obwohl mit einem neuen US-ETF eigentlich ein Zugeständnis an institutionelle Anleger kommt. Im Kern prallen hier reifere Markt-Infrastruktur und abgekühlte Nachfrage aufeinander.
Technische Lage: Druck am Unterstützungsbereich
Dogecoin notiert aktuell bei rund 0,12 US‑Dollar und damit nahe am 52‑Wochen-Tief. Auf Wochensicht hat der Coin spürbar nachgegeben, auch im Monatsvergleich steht ein Minus.
Aus technischer Sicht dominiert ein klar bärisches Bild. Auf Tagesbasis wurde ein „Death Cross“ bestätigt: Ein kurzfristiger gleitender Durchschnitt ist unter einen längerfristigen gefallen. Damit hat sich im Bereich um 0,135 US‑Dollar ein hartnäckiger Widerstand gebildet.
Wichtige Marken im Überblick:
- Unterstützung: Zone knapp oberhalb von 0,12 US‑Dollar
- Widerstände: zunächst um 0,13 US‑Dollar, darüber der Bereich um 0,135 US‑Dollar
- RSI (14 Tage): rund 36, was auf schwache Dynamik, aber noch kein klares Oversold-Signal hindeutet
Charttechniker beobachten vor allem die Unterstützung knapp über 0,12 US‑Dollar. Ein klarer Bruch nach unten könnte laut Marktanalysen weitere Abgaben in Richtung 0,11 US‑Dollar nach sich ziehen. Aufhellen würde sich das Bild erst, wenn Dogecoin wieder nachhaltiger über 0,13 US‑Dollar klettern kann und damit das unmittelbare Verkaufsszenario entschärft.
Handelsvolumen und Derivate: Risikoappetit schwindet
Parallel zur schwachen Kursentwicklung ist das Handelsvolumen deutlich zurückgegangen. Das signalisiert fehlende Kaufbereitschaft auf dem aktuellen Niveau und passt zu der insgesamt vorsichtigen Stimmung im Kryptomarkt.
Im Derivatesegment stehen vor allem Long-Positionen unter Druck. In den vergangenen Tagen wurden bullische DOGE-Kontrakte im Volumen von über einer Million US‑Dollar zwangsliquidiert, als der Kurs nachgab. Das deckt sich mit der Entwicklung in vielen Meme-Coins, bei denen spekulative Hebelpositionen überproportional abgebaut werden.
Neuer 21Shares-ETF: Infrastruktur wächst, Nachfrage nicht
Mit dem physischen Dogecoin-ETF von 21Shares (Ticker: TDOG) steht in den USA nun ein reguliertes Produkt zur Verfügung, das direkt durch DOGE hinterlegt ist und von der Dogecoin Foundation unterstützt wird. Für die Infrastruktur des Ökosystems ist das ein wichtiger Schritt, da der Coin damit formell leichter für professionelle Anleger zugänglich wird.
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Der unmittelbare Markteffekt fällt aber ernüchternd aus. Trotz der Notierung an der Nasdaq blieb ein deutlicher Nachfrageimpuls bislang aus. Kursverlauf und On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass institutionelle Zuflüsse vorerst verhalten bleiben. DOGE bewegt sich weiter in einem abwärts gerichteten Trendkanal – ein Zeichen, dass die reifere Produktlandschaft aktuell nicht in steigende Preise übersetzt wird.
On-Chain-Daten: Hohe Konzentration, nachlassende Aktivität
On-Chain-Analysen zeigen eine sehr hohe Konzentration der Bestände: Rund 90 % des Gesamtangebots liegen in wenigen großen „Whale“-Wallets. Diese Struktur verstärkt die potenzielle Volatilität, da einzelne größere Adressen spürbare Marktbewegungen auslösen können.
Im August 2025 hatten große Adressen noch rund eine Milliarde DOGE zugekauft. Seit dem vierten Quartal 2025 ist jedoch ein Trend zu Verkäufen oder Umverteilungen zu erkennen. Gleichzeitig hat die Netzaktivität nach einem Zwischenhoch im Dezember 2025 wieder nachgelassen. Damals kletterte die Zahl der aktiven Adressen kurzfristig auf über 71.000, inzwischen deuten geringere Transaktionsvolumina auf eine temporäre Abkühlung der Nutzung hin.
Makroumfeld und Ausblick
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld spielt Dogecoin derzeit ebenfalls nicht in die Karten. Die Bank of Japan hat ihren Leitzins heute bei 0,75 % belassen, von der Geldpolitik kommen also keine neuen Impulse. Zugleich kämpfen auch große Kryptowährungen wie Bitcoin damit, zentrale Unterstützungszonen zu halten. In einem solchen, eher risikoscheuen Umfeld fließt weniger spekulatives Kapital in volatile Assets wie DOGE.
Charttechnisch bleibt der kurzfristige Ausblick vorerst negativ: Death Cross, schwaches Momentum und rückläufiges Volumen sprechen gegen eine schnelle Erholung. Einige Analysten verweisen jedoch auf ein mögliches „Falling Wedge“-Muster im Wochenchart – eine Formation, die historisch häufig größeren Richtungsbewegungen vorausgeht. Damit dieses Szenario überhaupt relevant wird, müsste Dogecoin zunächst den Bereich um 0,12 US‑Dollar stabil verteidigen und anschließend wieder über zentrale Widerstände im Bereich von 0,13 bis 0,135 US‑Dollar ausbrechen; gelingt das nicht, rückt perspektivisch eher die Zone um 0,10 US‑Dollar in den Fokus.
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