Dogecoin, ETF

Dogecoin ETF: Großer Wurf oder Strohfeuer?

23.01.2026 - 00:09:31

Der erste US-ETF für Dogecoin startet zu einem heiklen Zeitpunkt, während der Kurs um die psychologische Schwelle von 0,12 US-Dollar kämpft. Die weitere Entwicklung hängt von diesem Niveau ab.

Der Meme-Coin bekommt sein erstes ETF-Vehikel in den USA – und das ausgerechnet jetzt, wo DOGE an einer technisch heiklen Marke hängt. Am 22. Januar 2026 startet der 21shares Dogecoin ETF (TDOG) an der NASDAQ. Gleichzeitig kämpft der Kurs um die psychologisch wichtige $0,12-Marke. Zufall? Kaum.

TDOG bietet institutionellen und Retail-Anlegern direkten Zugang zu Dogecoin über ein reguliertes Börsenprodukt – ohne Wallet, ohne Crypto-Exchange, einfach über das normale Brokerage-Konto. Die Managementgebühr liegt bei 0,50 Prozent. 21shares, einer der führenden Crypto-ETP-Anbieter weltweit, arbeitet dabei eng mit dem House of Doge zusammen, dem offiziellen Corporate-Arm der Dogecoin Foundation.

Der Launch folgt auf das Solana-ETF, das im November 2025 debütierte, und erweitert die DOGE-Produktpalette von 21shares, die bereits ein 2x Long Dogecoin ETF (TXXD) und ein europäisches ETP umfasst. Federico Brokate, Global Head of Business Development bei 21shares, betont die wachsende Merchant-Akzeptanz und die starke Community hinter DOGE. Marco Margiotta, CEO von House of Doge, sieht TDOG als weiteren Schritt zur breiteren Zugänglichkeit innerhalb etablierter Finanzstrukturen.

Timing trifft auf Technicals: $0,12 als Scheidelinie

Der Kurs steht aktuell bei rund $0,1267 – und damit genau dort, wo sich in den nächsten Tagen entscheiden dürfte, ob der ETF-Launch Momentum entfacht oder verpufft. Die Tagesspanne zwischen $0,1209 und $0,1285 zeigt deutlich: Der Markt arbeitet aktiv an diesem Bereich. DOGE ist zuletzt um etwa 5 Prozent gefallen und unter die technische Basiszone um $0,1258 bis $0,1260 gerutscht.

Was macht $0,12 so entscheidend? Es ist eine psychologische Schwelle, an der sich viele Positionen bündeln. Runde Marken sind bei DOGE nicht nur Chartmathematik, sondern Triggerpunkte für impulsive Bewegungen. Der Coin reagiert historisch schnell und heftig – nicht in sanften Trends, sondern in kurzen, scharfen Schüben.

Der jüngste Breakdown unter $0,126 kam auf erhöhtem Volumen und bestätigte einen kurzfristig bearishen Strukturwechsel. Wenn DOGE so abrutscht, entsteht oft ein Sog: Positionen, die auf “Support hält schon” gesetzt haben, geraten ins Minus, Stops werden getriggert, Liquidationen folgen.

Zwei Szenarien, zwei Welten

Bricht $0,12, wird’s ungemütlich. Das wahrscheinlichste Ziel liegt dann im Bereich $0,116 bis $0,119. Ein intraday Spike reicht nicht – es braucht einen sauberen Bruch plus schwachen Reclaim-Versuch. Praktisch heißt das: DOGE fällt unter $0,12, versucht zurückzuspringen, scheitert, und die nächste Liquiditätszone wird angelaufen. Dieser Ablauf ist bei DOGE extrem typisch, da der Markt stark über Derivate läuft und Leverage die Bewegungen beschleunigt.

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Hält $0,12 jedoch, dreht das Setup komplett. Dann ist ein Rebound in die Zone $0,124 bis $0,126 realistisch – der sogenannte Pflicht-Reclaim. Ohne den bleibt jeder Bounce fragil. Schafft DOGE diesen Reclaim sauber, wird $0,13 das nächste Ziel. Das ist die Marke, an der Shorts nervös werden und Momentum-Trader wieder aufspringen. Bei stabiler Gesamtstimmung ist ein Push in Richtung $0,14 durchaus drin.

Die Derivatemärkte geben aktuell den Ton an. Funding Rates zeigen, wie einseitig die Positionierung ist. Neutral bis negatives Funding erhöht grundsätzlich die Bounce-Wahrscheinlichkeit, weil weniger Longs “überfüllt” sind. Gleichzeitig bleibt der Markt fragil – bei einem echten Breakdown ziehen viele Positionen schnell die Reißleine.

Payment-App “Such” als neuer Katalysator

Ein frischer Trigger für 2026 ist die geplante Dogecoin-Payment-App namens “Such”, die Alltagstransaktionen und kleine Merchants vereinfachen soll. Ein Launch wird in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet. Das ist relevant, weil DOGE genau bei einem Punkt immer kritisiert wurde: “viel Meme, wenig Nutzen.” Payments sind ein sauberes Gegenargument – zumindest als Narrativ.

Eine App-Ankündigung allein pumpt nicht dauerhaft. Aber sie kann genau in der Phase helfen, in der DOGE am Support hängt: Sie gibt Tradern einen Grund, nicht nur auf den Chart zu starren. Utility-Narrative plus Meme-Momentum sind eine explosive Mischung, sobald der Markt wieder risk-on schaltet.

Der neue ETF trifft also auf eine technisch angespannte, aber narrativ interessante Gemengelage. DOGE ist ein Coin, der an wenigen Levels entschieden wird – und aktuell ist das Level $0,12. Support halten, Reclaim schaffen, dann erst weiterdenken.

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