DIW-Studie: Deutsche Wohnungen werden erstmals kleiner
07.01.2026 - 14:44:12Die durchschnittliche Wohnungsgröße in Deutschland schrumpft. Eine neue DIW-Studie belegt das Ende eines jahrzehntelangen Wachstumstrends. Ökonomen prognostizieren, dass dieser Rückgang in den kommenden Jahrzehnten anhält.
Historische Trendwende auf dem Wohnungsmarkt
Seit 1965 kannte der deutsche Wohnungsmarkt nur eine Richtung: mehr Platz. Die durchschnittliche Wohnung wuchs von 69 auf 94 Quadratmeter. Die Fläche pro Kopf verdoppelte sich sogar auf knapp 49 Quadratmeter. Doch diese Ära ist vorbei.
Die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt nun eine Stagnation. Die Prognose der Ökonomen ist eindeutig: Bis 2050 wird die Durchschnittswohnung auf etwa 88,5 Quadratmeter schrumpfen. Das sind fast sechs Quadratmeter weniger als heute.
„Die Wachstumsphase ist definitiv beendet“, sagt DIW-Experte Konstantin Kholodilin. Fläche werde wieder zu einem knapperen und kostbareren Gut. Der Markt trete in eine Phase der Konsolidierung ein.
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Warum wir künftig enger wohnen
Zwei Haupttreiber erzwingen das Umdenken: die Demografie und die explodierenden Kosten.
- Mehr Singles: Der Anteil der Einpersonenhaushalte hat sich seit den 1960ern auf 41 Prozent verdoppelt. In Metropolen wie Berlin oder München leben teils 50 Prozent allein. Diese Haushalte benötigen weniger Gesamtwohnfläche.
- Explodierende Preise: Hohe Immobilienpreise und gestiegene Zinsen machen große Wohnungen für viele unerschwinglich. Für Bauträger sind kleinere, effizientere Einheiten wirtschaftlich attraktiver und leichter zu vermarkten.
Der schleichende Wandel im Neubau
Die Trendwende im Gesamtbestand kommt nicht überraschend. Im Neubau schrumpfen die Wohnungen bereits seit 2005. Es dauerte fast zwei Jahrzehnte, bis dieser Effekt in der trägen Gesamtstatistik sichtbar wurde.
Deutschland folgt damit einem internationalen Trend, hinkt ihm aber hinterher. In Ländern wie Belgien oder Japan begannen Neubauwohnungen bereits um die Jahrtausendwende kleiner zu werden.
Doch weniger Fläche bedeutet nicht zwangsläufig weniger Komfort. Architekten setzen seit Jahren auf intelligente Grundrisse:
* Offene Wohnküchen
* Multifunktionale Räume
* Verzicht auf reine Verkehrsflächen wie lange Flure
Die Folgen: Ökologie und ein neuer Markt
Die Schrumpfung hat auch eine positive Seite für die Klimaziele. Jeder Quadratmeter weniger muss beheizt und instand gehalten werden. Langfristig könnte so der Energiebedarf des Wohnsektors sinken.
Der Markt wird sich ausdifferenzieren. Während im Luxussegment große Flächen gefragt bleiben, konzentriert sich der Massenmarkt auf kompakte Einheiten. Das hat Folgen:
* Höhere Nachfrage nach platzsparenden Möbeln
* Potenzielle Teilung großer Altbauwohnungen
* Fokus auf Lage und Ausstattung statt reiner Größe
Experten warnen jedoch: Kleinere Wohnungen allein lösen das Problem der Wohnungsnot nicht. Die Knappheit an Bauland in Ballungsräumen bleibt bestehen. Die neue Ära ist nicht die der Expansion, sondern die der Effizienz.
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