Disney+ und Finanzämter im Visier von Jahresend-Phishing
30.12.2025 - 14:00:12Zwei gezielte Betrugswellen nutzen die Feiertagszeit, um Nutzerdaten abzugreifen. Kurz vor dem Jahreswechsel schlagen Verbraucherschützer Alarm: Raffinierte Phishing-Kampagnen zielen auf Abonnenten des Streaming-Dienstes Disney+ und auf Steuerzahler ab. Die Angreifer nutzen die erhöhte digitale Aktivität und typische Jahresend-Sorgen aus.
Eine neue Betrugswelle bedroht die Feiertags-Filmeabende von Disney+-Kunden. Die Verbraucherzentrale warnte am 30. Dezember vor betrügerischen E-Mails, die angeblich vom Streaming-Dienst stammen. Sie geben vor, dass die Zahlungsdaten des Nutzers ungültig oder abgelaufen seien.
Die Nachrichten sind optisch täuschend echt gestaltet und nutzen das offizielle Disney+-Design. Unter Druck gesetzt wird der Empfänger mit der Drohung, der Account werde sofort gesperrt, wenn er nicht innerhalb kurzer Frist handelt. Ein “Jetzt aktualisieren”-Button führt zu einer gefälschten Login-Seite, die Zugangsdaten und Kreditkartennummern abfängt.
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Der Zeitpunkt ist perfide gewählt: Viele Jahresabonnements verlängern sich automatisch Ende Dezember oder im Januar. Die Betrüger spielen mit der plausiblen Angst, den Service genau in der Feiertagszeit zu verlieren.
Steuer-Phishing nutzt Jahreswechsel-Stress
Parallel dazu kursieren gefälschte Mitteilungen, die angeblich von Finanzbehörden stammen. Sie beziehen sich auf das Steuerportal ELSTER oder das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt).
Die Phishing-E-Mails behaupten, ein “Steuerbescheid” oder eine “Erstattungsberechnung” stehe zur Verfügung. Anders als beim offiziellen Verfahren, bei dem Nutzer nur eine Benachrichtigung über eine Nachricht im sicheren Postfach erhalten, enthalten diese Betrugsversuche direkte Links zu gefälschten Websites.
Diese Seiten fordern umfangreiche persönliche Daten, angeblich zur Bearbeitung einer Erstattung. Der Jahreswechsel ist dabei ein idealer Vorwand: Viele Bürger erwarten Ende Dezember Steuerunterlagen oder sind unsicher über Fristen.
So erkennen Sie die Betrugsversuche
Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine einfache Drei-Punkte-Regel zum Schutz:
1. Absender prüfen: Oft stammen die Mails von verdächtigen oder zufällig generierten Adressen.
2. URL kontrollieren: Vor dem Klicken mit der Maus über den Link fahren – zeigt sich eine fremde Domain?
3. Nie unter Druck handeln: Seriöse Anbieter und Behörden setzen keine ultimativen Fristen von wenigen Stunden.
Disney+ fordert niemals Zahlungsdaten über Links in E-Mails an. Echte Steuerbehörden versenden keine direkten Links zu Bescheiden und fragen nie Login-Daten per E-Mail ab. Im Zweifel sollten Nutzer die offizielle Website oder App direkt aufrufen, statt auf Links in unerwünschten Nachrichten zu klicken.
Ausblick: Betrug wird 2026 noch raffinierter
Cybersicherheitsexperten erwarten, dass sich die Betrugsmuster im neuen Jahr weiterentwickeln. Statt “Zahlungsupdates” könnten bald “Kontobestätigungen” zum Jahresbeginn das neue Thema sein.
Die Prognose für 2026: KI-gestütztes Phishing wird zunehmen. Dabei generieren Algorithmen E-Mails mit perfekter Grammatik und persönlichem Kontext, die kaum noch von echten Nachrichten zu unterscheiden sind. Die Devise für das neue digitale Jahr lautet daher: Bei jeder unaufgeforderten Datenanfrage höchste Skepsis walten lassen.
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