DIN, KI-Tools

DIN 8581-1: KI-Tools schaffen jetzt verständliche Sicherheitsunterweisungen

09.01.2026 - 15:43:12

Eine aktuelle Studie belegt, dass moderne KI-Systeme technische Sicherheitsdokumente zuverlässig in Einfache Sprache nach DIN 8581-1 übersetzen können. Dies ermöglicht Unternehmen eine effiziente und rechtssichere Umsetzung.

Moderne KI-Systeme können technische Sicherheitsanleitungen zuverlässig in verständliches Deutsch übersetzen. Das belegt eine neue Studie, die einen entscheidenden Engpass für deutsche Unternehmen beseitigt.

Seit Mai 2024 müssen Firmen ihre Sicherheitsdokumente nach der Norm DIN 8581-1 in Einfache Sprache übertragen – eine mühsame und teure Aufgabe. Eine Studie vom 6. Januar 2026 im Fachjournal MDPI zeigt nun: Die automatisierte intralinguale Übersetzung erfüllt die Qualitätsanforderungen. Für Sicherheitsverantwortliche bedeutet das eine Revolution. Sie können ihre Unterweisungen endlich effizient für alle Mitarbeiter verständlich machen.

Studie bestätigt: Automatisierung ist praxistauglich

Die Forschung unter Leitung von S. Deilen und C. Maaß liefert die ersten umfassenden Daten zur Anwendung der DIN-Norm auf maschinelle Übersetzung. Der Titel der Arbeit: “Evaluating Intralingual Machine Translation Quality: Application of an Adapted MQM Scheme to German Plain Language”.

Das Ergebnis ist eindeutig. Moderne Systeme wandeln komplexe Fachtexte zuverlässig in das vereinfachte Deutsch der Norm um. Die Qualität wird durch ein adaptiertes MQM-Framework (Multidimensional Quality Metrics) gesichert. So bleibt die inhaltliche Genauigkeit lebenswichtiger Anweisungen stets erhalten.

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„Dieser Validierungsschritt war der letzte Puzzlestein“, erklärt ein Branchenanalyst. „Bisher war die manuelle Umsetzung ein Kostentreiber. Jetzt haben Sicherheitsabteilungen ein skalierbares Werkzeug an der Hand.“ Die empfohlene Vorgehensweise: automatisierte Übersetzung mit anschließendem menschlichen Lektorat.

Sichere Unterweisungen für jede Belegschaft

Die rechtliche Verpflichtung ist klar: Sicherheitsunterweisungen müssen für alle Mitarbeiter verständlich sein. In einer zunehmend multilingualen Arbeitswelt scheitern traditionelle Fachtexte oder „Behörden-Deutsch“ oft an dieser Vorgabe. Im Schadensfall drohen den Unternehmen Haftungsrisiken.

Hier setzt die DIN 8581-1 an. Die Norm mit dem Titel “Einfache Sprache – Anwendung für das Deutsche” legt objektive Kriterien fest: maximale Satzlänge, Wortwahl und strukturelle Komplexität. Besonders für die Industrie- und Logistikbranche ist die automatisierte Umsetzung ein Durchbruch.

Notfall-Stopp-Prozeduren oder der Umgang mit Gefahrstoffen müssen von jedem verstanden werden – unabhängig von Sprachkenntnissen oder kognitiven Fähigkeiten. Aus dem „Nice-to-have“ wird ein Kernbestandteil des operativen Risikomanagements.

Norm setzt internationalen Standard um

Die DIN 8581-1 ist die nationale Umsetzung des internationalen ISO 24495-1-Standards für Einfache Sprache. Während die ISO Grundprinzipien wie Verständlichkeit und Anwendbarkeit definiert, macht die DIN konkrete Vorgaben für die deutsche Sprache.

Sie richtet sich an die „allgemeine Öffentlichkeit“ und ist damit weniger streng als die Regeln für „Leichte Sprache“, die auf Menschen mit erheblichen kognitiven Einschränkungen abzielt. Seit 2024 ist sie der Maßstab für barrierefreie Dokumentation in der deutschen Wirtschaft.

Die aktuelle Studie unterstreicht die Rolle der Norm in der digitalen Transformation. Sie löst das Problem der „intralingualen“ Übersetzung: die Umwandlung von deutschen Experten- in deutsche Laientexte.

2026: Das Jahr der barrierefreien Beschaffung

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist kein Zufall. Branchenpublikationen titeln bereits „Beschaffung als Schlüssel zur Barrierefreiheit“. Immer mehr Konzerne verlangen von ihren Zulieferern DIN-konforme Dokumentation.

Zwei Faktoren treiben die flächendeckende Einführung voran: verschärfte Gesetze und nun validierte Technik. Der European Accessibility Act ist seit Mitte 2025 voll anzuwenden. Prognosen gehen davon aus, dass bis Ende 2026 die meisten DAX-Unternehmen automatisierte DIN-Prüftools in ihre Redaktionssysteme integriert haben werden.

Für Dokumentationsmanager lautet die Botschaft: Die Werkzeuge sind einsatzbereit. Die Aufgabe für das erste Quartal 2026 liegt in der Integration dieser Lösungen in bestehende Lernmanagementsysteme (LMS) und digitale Unterweisungsplattformen. Der Weg zur sicheren und inklusiven Arbeitswelt ist jetzt technisch geebnet.

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