Digitales, Führungszeugnis

Digitales Führungszeugnis: Bundesregierung plant Ende des Papierwegs

18.01.2026 - 07:42:12

Die Bundesregierung will das polizeiliche Führungszeugnis noch in diesem Jahr vollständig digitalisieren. Das Dokument soll künftig als verifizierbares PDF über die BundID ausgestellt werden.

Die Bundesregierung will das polizeiliche Führungszeugnis noch in diesem Jahr vollständig digitalisieren. Ein Gesetzentwurf sieht vor, das Dokument künftig als verifizierbares PDF auszustellen.

Damit soll ein zentraler Verwaltungsakt endlich medienbruchfrei werden. Bislang wird das Zeugnis nach Online-Beantragung gedruckt und per Post verschickt – ein umständlicher Prozess für die rund fünf Millionen jährlich ausgestellten Dokumente. Die geplante digitale Version verspricht deutliche Beschleunigung.

Vom Papier zum verifizierbares PDF

Kern des Vorhabens ist eine sichere digitale Alternative zum Papier. Antragsteller sollen das Führungszeugnis künftig als PDF in ihrem BundID-Konto erhalten. Ein spezieller Barcode auf dem Dokument ermöglicht die Echtheitsprüfung.

Arbeitgeber, Vereine oder Behörden können diesen Code mit einer Smartphone-App scannen. Das System verifiziert sofort, ob das Dokument unverändert vom Bundesamt für Justiz (BfJ) stammt. Die Regelung soll für alle gängigen Zeugnisarten gelten – vom einfachen bis zum europäischen Führungszeugnis.

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Ein Quantensprung für den digitalen Bürgerdialog

Die Online-Beantragung ist zwar bereits möglich, der digitale Versand wäre jedoch ein großer Schritt. Statt auf den Postboten zu warten, landet das Dokument direkt im digitalen Postfach. Von dort lässt es sich unkompliziert weiterleiten.

Genau hier liegt der Knackpunkt der deutschen Digitalisierung. Eine aktuelle Umfrage zeigt: 59 Prozent der Bürger nutzen keine Online-Behördenangebote. Der Grund? Oft enden digitale Prozesse doch wieder auf dem Papier. Das digitale Führungszeugnis könnte dieses Misstrauen brechen.

Signalwirkung für die träge Verwaltung

Das Justizministerium setzt mit dem Projekt ein wichtiges Zeichen. Es ist ein zentraler Baustein des Onlinezugangsgesetzes (OZG), dessen Umsetzung bislang als zu langsam kritisiert wird.

Die Digitalisierung eines so häufig nachgefragten Dokuments hat Vorbildcharakter. Gelingt sie, könnte sie anderen Behörden zeigen: Durchgängige digitale Prozesse sind machbar und werden von den Bürgern angenommen. Sie sparen nicht nur Papier und Porto, sondern reduzieren auch den administrativen Aufwand erheblich.

Ambitionierter Zeitplan für 2026

Die nächsten Schritte sind ambitioniert. Nach der Kabinettsbefassung in der kommenden Woche geht der Entwurf in den Bundestag. Die Regierung peilt eine Umsetzung noch in diesem Jahr an.

Die eigentliche Herausforderung beginnt danach: Wird die Technik reibungslos funktionieren? Und vor allem: Akzeptieren Arbeitgeber und Vereine die digitale Version genauso wie das traditionelle Papier? Die Antworten darauf werden zeigen, ob Deutschland einen echten Digitalisierungsschub erlebt – oder nur ein weiteres Stück Papier durch einen Bildschirm ersetzt.

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