Digitale, Souveränität

Digitale Souveränität wird 2026 zum Produktivitäts-Motor

29.12.2025 - 04:24:11

Geopolitische Ereignisse führen zu einem Paradigmenwechsel: Unternehmen und Institutionen streben weg von großen Tech-Ökosystemen hin zu souveränen, kontrollierbaren IT-Lösungen für mehr Resilienz.

Eine neue Bewegung fordert zum Jahreswechsel die digitale Autonomie zurück. Unter dem Schlagwort “Proaktive Agenda-Klärung” wenden sich Experten von passiver Tool-Akzeptanz ab. Auslöser sind die geopolitischen Tech-Erschütterungen des Herbstes, die die Verwundbarkeit durch digitale Abhängigkeiten schonungslos offenlegten.

Der Sputnik-Moment von Den Haag

Den entscheidenden Impuls lieferte ein Vorfall am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Das Gericht musste im Herbst Microsoft-Produkte durch die Open-Source-Lösung “Open Desk” ersetzen. Grund waren US-Sanktionen, die den Zugriff auf Cloud-Dienste blockierten.

Dieser Fall demonstrierte die ultimative Form der digitalen Fremdbestimmung: den Kontrollverlust über die eigene Arbeitsinfrastruktur. Für viele Beobachter markiert er den Wendepunkt im Denken über digitale Souveränität. Die Abhängigkeit von großen Tech-Ökosystemen gilt nicht mehr nur als Risiko, sondern als konkrete Bedrohung für die Handlungsfähigkeit.

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Europas Antwort: Resilienz als Strategie

Als Reaktion gründete sich im November in Berlin das European Network for Technological Resilience and Sovereignty (ETRS). Die Allianz hat ein klares Ziel: Europas Abhängigkeit von US-amerikanischen und chinesischen Technologien reduzieren.

Doch die “Proaktive Agenda-Klärung” geht weiter. Sie überträgt diese politische Strategie auf den einzelnen Arbeitsplatz. Echte Produktivität, so die These, ist nur noch möglich, wenn Nutzer ihre digitale Agenda selbst bestimmen – und nicht von Algorithmen oder Plattform-Updates diktieren lassen.

Ein globaler Trend setzt sich durch

Die Bewegung ist kein rein europäisches Phänomen. Bereits Ende Oktober startete UniCloud Africa eine souveräne Cloud-Plattform in sechs afrikanischen Staaten. Die Initiative “One Cloud, One Africa” zeigt: Digitale Unabhängigkeit wird weltweit als Wettbewerbsvorteil erkannt.

Für den einzelnen Wissensarbeiter bedeutet das eine klare Forderung: Wer seine Tools nicht selbst wählt und kontrolliert, riskiert, seine Agenda von außen diktieren zu lassen. Es geht nicht mehr um temporären “Digital Detox”, sondern um dauerhaftes “Digital Ownership”.

Paradigmenwechsel: Von der Bequemlichkeit zur Resilienz

Lange Zeit war die nahtlose Integration großer Ökosysteme das höchste Gut. Die Ereignisse des Jahres haben den Preis dieser Bequemlichkeit gezeigt: Erpressbarkeit. Der Wechsel des IStGH zu Open Source mag wie ein Komfort-Verlust wirken, gilt Sicherheitsexperten aber als massives Upgrade in Sachen Widerstandsfähigkeit.

Die Agenda – was wann und wie bearbeitet wird – liegt wieder bei den Nutzern. Dieser Mentalitätswandel wird die IT-Strategien im kommenden Jahr prägen. Für 2026 erwarten Analysten eine Welle von Migrationen hin zu souveränen, kontrollierbaren IT-Lösungen, den sogenannten “Sovereign Stacks”.

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