Digitale, Patientenakte

Digitale Patientenakte: Viele Deutsche fühlen sich überfordert

15.01.2026 - 23:32:12

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens stößt bei vielen Bürgern auf praktische Hürden. Das Bundesgesundheitsministerium startet eine Forschungsinitiative für nutzerzentrierte Lösungen.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens kommt bei vielen Bürgern nicht an. Trotz politischer Initiativen wie der elektronischen Patientenakte (ePA) scheitert die Praxis oft an komplizierten Systemen. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) versucht nun mit einer neuen Forschungsförderung gegenzusteuern.

Regierung fördert Forschung zur Frauengesundheit

Als Signal für mehr Patientenorientierung startete das BMG am Mittwoch eine neue Förderinitiative. Sie soll wissenschaftliche Erkenntnisse für eine bessere, patientinnenzentrierte Versorgung liefern. Experten werten dies als wichtiges Bekenntnis: Der Erfolg digitaler Lösungen hängt maßgeblich von ihrer Akzeptanz im Alltag ab.

ePA und Co.: Die Hürden im Praxisalltag

Die Theorie klingt gut, die Realität sieht anders aus. Seit Anfang 2025 wird die elektronische Patientenakte für alle gesetzlich Versicherten automatisch angelegt. Die Verwaltung läuft jedoch primär über Smartphone-Apps. Für Menschen ohne moderne Geräte oder mit geringer digitaler Kompetenz wird das zum Problem. Sie sind auf externe Hilfe angewiesen.

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Studien belegen diese Kluft: Zwar begreift eine Mehrheit der Deutschen die Digitalisierung grundsätzlich als Chance. Fast die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich jedoch überfordert. Besonders ältere Menschen, eine Hauptzielgruppe, haben Schwierigkeiten mit den neuen Technologien. Die digitale Spaltung droht genau jene auszuschließen, die am meisten profitieren könnten.

Was bedeutet “nutzerzentriert” wirklich?

Patientenvertreter und Ärzteverbände fordern eine konsequente Wende. Es geht nicht darum, analoge Prozesse einfach zu digitalisieren. Der Fokus muss auf dem konkreten Nutzen für Anwender liegen. Das bedeutet: intuitive, barrierefreie Oberflächen und bürokratieentlastende statt -erzeugende Anwendungen.

Eine weitere Kernforderung ist die Stärkung der Gesundheitskompetenz. Patienten müssen verstehen, wie Systeme funktionieren und welchen Vorteil sie bringen. Nur dann können sie diese selbstbestimmt nutzen. Dazu gehört auch ein transparenter Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten.

Große Strategie, kleine Probleme

Die Bundesregierung treibt die Digitalisierung mit Gesetzen wie dem Digitalgesetz (DigiG) energisch voran. Diese makrostrategische Ebene steht im Kontrast zu den Alltagsproblemen der Nutzer. Der Erfolg der gesamten Strategie hängt davon ab, ob die Lösungen in der Praxis ankommen.

Die Kritik an mangelnder Benutzerfreundlichkeit ist daher mehr als ein Detail. Sie berührt die Grundlage des Vorhabens. Solange die Technik als kompliziert gilt, bleiben Potenziale ungenutzt. Die neue BMG-Initiative zeigt, dass diese Erkenntnis in der Politik ankommt. Die Herausforderung ist nun, den Grundsatz der Nutzerzentrierung auf alle Kernelemente der Telematikinfrastruktur zu übertragen.

Ausblick: Wird die Digitalisierung alltagstauglich?

Die kommenden Monate sind entscheidend. Schafft die Digitalisierung den Sprung von der Technologie- zur Nutzergetriebenheit? Die Schließung der digitalen Kluft muss Priorität werden. Das erfordert Investitionen in Schulungen und alternative, nicht-app-basierte Zugangswege.

Ärzteschaft und Patientenorganisationen werden weiter darauf drängen, systematisch in Entwicklungsprozesse einbezogen zu werden. Nur durch kontinuierliches Feedback aus der Praxis dient die Technik am Ende den Menschen. Die BMG-Initiative ist ein hoffnungsvolles Zeichen. Der Weg zu einem einfachen, für alle zugänglichen digitalen Gesundheitssystem ist jedoch noch weit.

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