Digital+Vital, Senioren

Digital+Vital: Senioren lernen Gehirn-Apps von Gleichaltrigen

04.01.2026 - 04:55:12

Eine bundesweite Initiative schult Senioren im Umgang mit verschreibungsfähigen Gesundheits-Apps. Ehrenamtliche Botschafter fördern die Akzeptanz und Nutzung digitaler Medizinprodukte.

Die Initiative „Digital+Vital“ startet bundesweit neue Schulungskurse für Senioren. Ehrenamtliche Gesundheitsbotschafter vermitteln den Umgang mit digitalen Therapien – vor allem für die geistige Fitness.

In dieser Woche nehmen hunderte neue, ehrenamtliche Gesundheitsbotschafter ihre Arbeit in Gemeindezentren und Volkshochschulen auf. Ihr Fokus liegt auf der praktischen Anwendung: Sie erklären die elektronische Patientenakte (ePA) und zeigen, wie verschreibungsfähige Gesundheits-Apps funktionieren. Das Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) zielt darauf ab, die digitale Kluft im Gesundheitswesen zu schließen.

Peers als Türöffner zur digitalen Medizin

Das Konzept setzt auf Vertrauen: Ältere Menschen lernen von Gleichaltrigen. Die speziell geschulten Botschafter bauen Berührungsängste ab und übersetzen die technische Sprache der Apps in die Lebensrealität der Senioren. Experten betonen, dass dieser persönliche Zugang die Akzeptanz für digitale Technologien massiv erhöht.

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Im Mittelpunkt stehen zunehmend sogenannte DiGAs (Digitale Gesundheitsanwendungen). Diese haben im Gegensatz zu vielen Lifestyle-Apps im Store den strengen Prüfprozess des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durchlaufen. Ärzte können sie bei diagnostizierten kognitiven Einschränkungen verschreiben – die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Rezept fürs Gehirn: Apps als Medizinprodukt

Apps wie NeuroNation MED sind dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistet. Sie verfolgen evidenzbasierte, multimodale Trainingsansätze, die über simples Rätselraten hinausgehen. Die Anwendungen passen sich adaptiv an das Leistungsniveau des Nutzers an und nutzen spielerische Elemente („Gamification“).

  • Evidenzbasiert: Medizinische Leitlinien empfehlen spezifische kognitive Trainingsverfahren.
  • Personalisert: Die Apps vermeiden Über- oder Unterforderung.
  • Verschreibungsfähig: Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Die Nutzerzahlen solcher Apps steigen seit Ende 2025 spürbar an. Dieser Trend korreliert direkt mit der verbesserten Aufklärungsarbeit durch Initiativen wie „Digital+Vital“.

Antwort auf den demografischen Wandel

Der Start der Schulungswelle fällt in eine Zeit unter massivem Systemdruck. Angesichts des demografischen Wandels und steigender Fallzahlen bei leichten kognitiven Störungen (MCI) werden präventive, digitale Maßnahmen zur Notwendigkeit. Sie sollen helfen, Versorgungslücken – besonders im ländlichen Raum – zu schließen.

Die Szene professionalisiert sich rasch. Während früher viele Pilotprojekte isoliert agierten, sorgt die Bündelung unter dem Dach der BAGSO heute für standardisierte Qualität. Analysten werten dies als Zeichen, dass „Digital Health“ für Senioren den experimentellen Status verlässt und in der Regelversorgung ankommt.

Was kommt als nächstes?

Der Markt bleibt dynamisch. Brancheninsider blicken gespannt auf die potenzielle Zulassung weiterer Anwendungen wie Cogthera in der zweiten Jahreshälfte 2026. Diese Applikationen zielen noch spezifischer auf neurodegenerative Prozesse ab.

Die Rolle der Gesundheitsbotschafter wird sich voraussichtlich weiterentwickeln – vom Erklärer zum Begleiter in einer hybriden Gesundheitswelt, in der App und Arztbesuch Hand in Hand gehen. Experten prognostizieren, dass bis Ende 2026 ein zweistelliger Prozentsatz der Senioren digitale Gesundheitsanwendungen routinemäßig nutzen wird.

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