Digital, Senioren

Digital Überall: Österreichs Senioren entdecken KI und E-Government

10.01.2026 - 19:33:12

Österreich startet mit KI-Kursen für Senioren ins neue Jahr, um die digitale Spaltung zu überwinden. Das Programm „Digital Überall“ weitet sein Angebot 2026 deutlich aus.

Seit dieser Woche laufen die ersten Workshops der Initiative „Digital Überall“. Sie sollen tausenden Seniorinnen und Senioren essentielle digitale Fähigkeiten vermitteln – von Smartphone-Grundlagen bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Die Anmeldung für das Frühjahrssemester ist seit 7. Januar in mehreren Bundesländern geöffnet.

Das von der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) koordinierte und vom Bundeskanzleramt finanzierte Programm hat seinen Schwerpunkt deutlich verschoben. Waren frühere Jahre stark auf Grundlagen ausgerichtet, stehen nun Zukunftstechnologien und E-Government-Dienste im Fokus.

In Gemeinden wie Ybbsitz und Passail begannen diese Woche bereits aktualisierte Module. Sie behandeln das nationale digitale Identitätssystem „ID Austria“ und Cybersicherheit. Besonderes Interesse wecken spezielle Sessions zum Thema „Leben mit zunehmender Digitalisierung & KI“. Sie sollen Tools wie ChatGPT für die ältere Generation entmystifizieren.

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In Graz hat das Senior:innenbüro die Anmeldung für Kurse von Januar bis Juni eröffnet. Das Berufsförderungsinstitut Wien startete am 10. Januar einen der ersten Workshops des Jahres zum Thema Tablet- und Smartphone-Nutzung.

Vertiefung durch „Digital Überall PLUS“

Ein zentrales Element der 2026er-Ausgabe ist die vollständige Implementierung von „Digital Überall PLUS“. Dieser Vertiefungskurs bietet statt einmaliger dreistündiger Einführungen umfassende Workshop-Serien mit 12 bis 18 Unterrichtseinheiten.

Das Format reagiert auf eine häufige Kritik an Technik-Schnupperkursen: das Fehlen nachhaltigen Lernens. Die längeren Serien in Bundesländern wie Kärnten und Niederösterreich behandeln praktische Fähigkeiten. Dazu gehören Online-Banking-Sicherheit, digitale Fotoverwaltung und der sichere Umgang mit Kommunikations-Apps wie WhatsApp.

Anbieter wie der Österreichische Verein für Inklusive Gesellschaft und verschiedene Volkshochschulen passen ihre Curricula speziell an. Sie bieten langsamere Lerngeschwindigkeiten, gedruckte Handouts mit großer Schrift und „Bring dein eigenes Gerät“-Politik.

Rennen gegen die digitale Spaltung

Der Start ist zeitlich entscheidend für Österreichs strategische Ziele. Die Bundesregierung will bis 2030 erreichen, dass 80 Prozent der Bevölkerung über grundlegende Digitalkompetenzen verfügt. Derzeit bleibt ein bedeutender Teil der Senioren offline oder „untervernetzt“.

Branchenbeobachter sehen in der „ID Austria“-Einführung einen Haupttreiber für die Workshops. Immer mehr Verwaltungsvorgänge – von Steuererklärungen bis zum Gesundheitsakte-Zugang – verlagern sich ausschließlich ins Internet. Digitale Kompetenz wandelt sich so von einer Annehmlichkeit zur Notwendigkeit für gesellschaftliche Teilhabe.

Daten des Bundeskanzleramts zeigen: Die Initiative erreichte seit ihrem Start bereits zehntausende Teilnehmer. Die 2026er-Erweiterung dürfte Rekordzahlen bringen – nicht zuletzt wegen der KI-Themen, die bei neugierigen Senioren auf grosses Interesse stossen.

Ausblick: Rollout beschleunigt sich im Frühjahr

Nach dem Start dieser Woche soll das Programm im Frühjahr Fahrt aufnehmen. Weitere Workshops beginnen bereits nächste Woche, darunter Sessions in Klagenfurt am 12. Januar. Weitere Ausweitungen in Tirol und Vorarlberg folgen noch im Januar.

Die OeAD wird die Kursliste auf der „Digital Überall“-Plattform dynamisch aktualisieren. Gemeinden können Workshops basierend auf lokaler Nachfrage anfragen. Für Januar und Februar bleibt der Fokus auf Grundlagen und Sicherheit. Sie bereiten Teilnehmer auf fortgeschrittene „Digital Überall PLUS“-Module vor, die später im Jahr starten.

Angesichts des rasanten technologischen Wandels sind diese Workshops eine wichtige Infrastruktur für soziale Inklusion. Sie stellen sicher, dass Österreichs digitale Zukunft für Bürger aller Altersgruppen zugänglich bleibt.

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