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Digital Networks Act: EU will Bürger vor Betrugs-SMS schützen

25.01.2026 - 03:09:12

Die EU-Kommission stellt neue Regeln gegen betrügerische Smishing-Nachrichten vor. Der Entwurf für den Digital Networks Act (DNA) soll den bisherigen Telekommunikationsrahmen ersetzen und einen einheitlichen EU-weiten Schutz etablieren.

Das Kernstück des Verbraucherschutzes ist Artikel 284. Er verpflichtet zu koordinierten Maßnahmen gegen Cyberkriminalität wie Phishing und Smishing – also gefälschte SMS, die auf Passwörter oder Bankdaten abzielen. Die Kommission reagiert damit auf eine professionalisierte Betrugswelle.

Cybersicherheitsexperten sehen darin einen Paradigmenwechsel. “Digitale Widerstandsfähigkeit wird nun auf der menschlichen Ebene definiert”, sagt Matt Cooke von Proofpoint. Die Sicherheit der künftigen Gigabit-Netze hänge maßgeblich vom Schutz ihrer Nutzer ab.

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Ende des nationalen Flickenteppichs

Bisher bekämpften Mitgliedsstaaten Smishing mit eigenen Lösungen wie SMS-Firewalls. Der DNA will diesen Flickenteppich durch einen verbindlichen EU-Rahmen ersetzen. Das Gesetz soll die Zusammenarbeit zwischen Anbietern und Behörden intensivieren und fortschrittliche Filtertechnologien beschleunigen.

Die konkrete technische Umsetzung wird im weiteren Gesetzgebungsprozess festgelegt. Klar ist: Telekommunikationsanbieter erhalten eine rechtliche Pflicht, effektiver gegen betrügerische Nachrichten vorzugehen.

Warum die EU jetzt handelt

Der Vorstoß kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Bedrohung durch Smishing erreicht neue Höchststände. Nationale Sicherheitsbehörden, wie das österreichische Finanzministerium, warnen regelmäßig vor professionellen Betrugswellen. Der jährliche wirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden.

Verbraucherschützer beobachten das Vorhaben genau. Organisationen wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßen grundsätzlich stärkere Verbraucherrechte. Sie fordern aber, dass nationale Spielräume für spezifische lokale Herausforderungen erhalten bleiben.

Was kommt als Nächstes?

Der Entwurf geht nun zur Prüfung an Europäisches Parlament und Rat. Es folgen intensive Verhandlungen über die Details der neuen Regeln. Das Gesetzespaket ist komplex und umfasst auch Themen wie Netzinvestitionen und die Frequenzvergabe.

Dennoch sendet die Priorisierung des Endnutzerschutzes ein klares Signal: Die EU erklärt den Kampf gegen alltägliche Cyberkriminalität zur Chefsache. Für Verbraucher könnte das einen spürbar sichereren digitalen Alltag bedeuten.

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