Digital Independence Day startet europäische Offensive für Open Source
04.01.2026 - 23:52:12Der erste Digital Independence Day startet mit Wechsel-Partys und Workshops. Wirtschaftlicher Druck durch steigende Lizenzkosten und die KI-Revolution treiben den Umstieg auf europäische Open-Source-Lösungen voran.

Heute startet in ganz Europa eine beispiellose Kampagne für digitale Unabhängigkeit. Hunderte „Wechsel-Partys“ und Workshops markieren den ersten „Digital Independence Day“. Die Initiative zielt darauf ab, die Abhängigkeit von US-Plattformen zu brechen.
Vom CCC auf die Straße: So funktioniert der Aktionstag
Was der Chaos Computer Club (CCC) Ende Dezember auf dem 39C3 ankündigte, wird heute Realität. In Hackerspaces und Gemeindezentren helfen Experten Bürgern und Unternehmen beim Umstieg auf europäische Open-Source-Alternativen. Prominente Unterstützer wie Nextcloud, Ecosia und Mastodon treiben die Bewegung voran.
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Der Fokus liegt auf konkreten Schritten:
* Wechsel von Browsern und Cloud-Office-Suiten
* Migration zu selbst gehosteten Kommunikationsplattformen
* Praktische Hilfe statt theoretischer Debatten
„Es geht nicht mehr nur um Datenschutz, sondern um demokratische Prozesse“, betonen CCC-Sprecher. Das Ziel ist eine kritische Masse, die europäische Software-Ökosysteme nachhaltig stärkt.
Preisschock treibt Unternehmen in die Offensive
Wirtschaftlicher Druck beschleunigt den Wandel. Die für Juli 2026 angekündigten massiven Preiserhöhungen für Microsoft 365-Lizenzen wirken als Katalysator. Für viele IT-Verantwortliche ist der heutige Tag kein Symbol, sondern der Startschuss für notwendige Migrationsprojekte.
Eine Bitkom-Studie bestätigt den Trend: 73 Prozent der Unternehmen und Behörden sehen Open Source als unverzichtbar für digitale Souveränität. Die Motivation hat sich verschoben – von Kosteneinsparungen hin zu technischer Kontrolle und Unabhängigkeit von Anbietern.
Verwaltung wird zum Vorreiter des Wandels
Überraschend übernimmt der öffentliche Sektor eine Führungsrolle. Schleswig-Holstein treibt sein Ziel voran, 80 Prozent der Verwaltungsarbeitsplätze auf LibreOffice umzustellen. In Österreich setzt das Bundesheer vermehrt auf Open Source für militärische Informationssicherheit.
Diese Leuchtturmprojekte senden ein starkes Signal: Wenn komplexe Verwaltungen den Wechsel schaffen, ist er auch für Unternehmen machbar. Experten sehen staatliche Initiativen als „Eisbrecher“, die das Ökosystem für Dienstleister wirtschaftlich attraktiv machen.
KI-Revolution erzwingt offene Standards
Die rasante Entwicklung der Agentic AI treibt den Wechsel zusätzlich voran. Diese agentenbasierte KI agiert autonom über Softwaregrenzen hinweg – und stößt in geschlossenen Systemen schnell an Grenzen.
Die Gründung der „Agentic AI Foundation“ durch Tech-Größen und die Linux Foundation unterstreicht: Offene Standards sind für die nächste KI-Generation unerlässlich. Unternehmen, die jetzt auf Open-Source-Infrastrukturen setzen, sichern sich die Flexibilität, KI-Agenten direkt in ihre Datenumgebungen zu integrieren.
Brüssel bereitet nächsten Schlag vor
Der heutige Aktionstag ist nur der Auftakt. Am 30. Januar 2026 findet in Brüssel der „EU Open Source Policy Summit“ statt. Dort sollen Open-Source-Lösungen stärker in der europäischen Industriepolitik verankert werden.
Analysten prognostizieren für die kommenden Monate hybride Cloud-Modelle, bei denen sensible Daten in souveränen Open-Source-Umgebungen bleiben. Der Erfolg der heutigen Wechsel-Partys wird zeigen, wie bereit Europa ist, Komfort gegen echte digitale Unabhängigkeit zu tauschen.
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