DiGA-Start, Apps

DiGA-Start 2026: Apps auf Rezept jetzt einfacher erhältlich

01.01.2026 - 02:43:12

Ärzte verschreiben digitale Gesundheitsanwendungen nun direkt elektronisch, was Wartezeiten verkürzt. Zugleich etablieren sich dauerhaft gelistete Apps zur Demenzprävention in der Regelversorgung.

Ab sofort können Ärzte digitale Gesundheitsanwendungen direkt elektronisch verschreiben. Das beendet die umständliche Zettelwirtschaft und beschleunigt den Therapiebeginn für Patienten mit Gedächtnisproblemen. Parallel etablieren sich dauerhaft zugelassene Apps zur Demenzprävention in der Regelversorgung.

Elektronische Verordnung ersetzt Papierkrieg

Die größte Hürde für digitale Therapien fällt: Statt des papierbasierten „Muster 16“ übermitteln Ärzte den Verordnungscode für eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) nun direkt elektronisch an die Krankenkasse. Das verkürzt die Wartezeit für Patienten erheblich.

Bislang musste der Freischaltcode per Post beantragt werden – ein bürokratisches Hindernis, besonders für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen. Die neue e-Verordnung soll den Weg von der Diagnose zum Therapiestart um Wochen verkürzen. Für Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen, bei denen jeder Monat zählt, ist das ein entscheidender Fortschritt.

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Die technische Infrastruktur in den Arztpraxen ist nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung startklar. Die Hersteller der Praxissoftware haben die notwendigen Updates bereitgestellt.

Feste Plätze für digitale Demenzprävention

Während der Zugang einfacher wird, steht das Angebot auf solideren Beinen. Mehrere Apps haben die Hürde zur dauerhaften Listung im DiGA-Verzeichnis genommen. Sie sind damit fester Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen.

Im Fokus stehen Anwendungen für die leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI), eine mögliche Vorstufe der Demenz. Ein Beispiel ist die App NeuroNation MED, die seit Mai 2025 dauerhaft zugelassen ist. Sie bietet gezieltes Gedächtnistraining für Patienten, für die es oft keine medikamentöse Therapie gibt.

Die Strategie der Kassen verschiebt sich damit von der reinen Pflege hin zur aktiven Verzögerung des Krankheitsfortschritts. Die Evidenz für den Nutzen digitaler kognitiver Trainings gilt mittlerweile als robust.

Vom Training zur Pflege: Der nächste Schritt

Das digitale Ökosystem wächst über die reine Therapie-App hinaus. Nach den DiGAs rücken nun auch Digitale Pflegeanwendungen (DiPAs) stärker in den Blick. Sie sollen den Alltag von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen erleichtern.

In Modellprojekten werden bereits Apps erprobt, die beispielsweise eine individuelle Musiktherapie für Menschen mit Demenz ermöglichen. Solche niedrigschwelligen Angebote zielen auf mehr Lebensqualität und Entlastung für die Pflegenden.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die elektronische Patientenakte (ePA), die seit 2025 für alle Versicherten automatisch angelegt wird. Sie soll sicherstellen, dass alle Behandler und Pflegekräfte über genutzte digitale Anwendungen informiert sind.

Digitaler Fortschritt bei steigenden Beiträgen

Der Ausbau der digitalen Versorgung findet in einer angespannten finanziellen Lage statt. Viele Krankenkassen haben zum Jahreswechsel ihre Zusatzbeiträge erhöht.

Experten sehen in den digitalen Präventionsangeboten jedoch einen Schlüssel, um langfristig die explodierenden Pflegekosten zu dämpfen. Die Rechnung: Kann der Eintritt der Pflegebedürftigkeit bei tausenden Patienten auch nur um Monate verzögert werden, spart das Milliarden.

Der Markt reagiert mit einer Konsolidierung. Apps ohne nachgewiesenen medizinischen Nutzen verschwinden, während evidenzbasierte Lösungen wie NeuroNation MED sich etablieren.

Der nächste Meilenstein kommt im Oktober

Der heutige Start ist nur der Auftakt. Ein weiterer großer Schritt ist für Oktober 2026 geplant: Dann wird die Medikationsliste in der ePA zu einem vollwertigen, digitalen Medikationsmanagement ausgebaut.

Für Demenzpatienten mit mehreren Medikamenten könnte das der nächste große Fortschritt sein. Das System soll dann automatisch an Einnahmen erinnern und vor Wechselwirkungen warnen – direkt verknüpft mit den Daten der Arztpraxis.

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