DiGA-Markt, Arthrose-Apps

DiGA-Markt: Arthrose-Apps etablieren sich nach Marktbereinigung

02.01.2026 - 17:22:12

Digitale Gesundheitsanwendungen für Kniearthrose werden strenger bewertet. Apps wie Mawendo und Vivira überzeugen mit Wirksamkeit, während Orthopy aus dem Verzeichnis flog.

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind in der Arthrose-Behandlung angekommen. Nach einem Jahr der Marktbereinigung und strengeren Leitlinien setzen sich evidenzbasierte Apps durch – andere fliegen aus dem Verzeichnis.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Hürden für den dauerhaften Verbleib im DiGA-Verzeichnis deutlich erhöht. Die Folge: Eine klare Trennung zwischen wirksamen und unwirksamen Anwendungen. Für Patienten mit Kniegelenksarthrose bedeutet das mehr Sicherheit und weniger Experimente.

Orthopy fliegt, Mawendo und Vivira glänzen

Die größte Zäsur des Jahres 2025 war der Rauswurf der App Orthopy. Sie konnte die geforderten Nachweise für einen positiven Versorgungseffekt nicht mehr erbringen und verlor damit ihren Erstattungsstatus. Branchenkenner sehen darin ein klares Signal: Der anfängliche „Fast-Track“ ist kein Freifahrtschein in die dauerhafte Versorgung.

Gleichzeitig festigten Apps wie Mawendo und Vivira ihre Position. Sie lieferten in klinischen Studien den Beweis: Sie reduzieren Schmerzen und verbessern die Kniefunktion messbar. Vivira punktet mit einem personalisierten Ansatz – Algorithmen passen das Training täglich an Schmerzniveau und Fortschritte des Nutzers an.

Anzeige

Passend zum Thema digitale Therapie: Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage stellt in einem kostenlosen Spezialreport 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen vor, die gezielt Kniegelenke und angrenzende Muskulatur stärken. Diese Mini‑Workouts sind für Einsteiger geeignet, benötigen kaum Zeit und lassen sich sofort zuhause durchführen – ideal, um Wartezeiten auf die Physiotherapie zu überbrücken. Viele Betroffene berichten von spürbarer Entlastung und besserer Beweglichkeit. Jetzt kostenlosen 3‑Minuten‑Übungen-Report per E‑Mail anfordern

Neue Leitlinien geben digitaler Therapie Rückenwind

Die im vergangenen Jahr aktualisierte S3-Leitlinie zur Gonarthrose vollzieht einen Paradigmenwechsel. Sie rückt aktive Bewegung und Eigenverantwortung der Patienten stark in den Forderung. Passive Maßnahmen treten in den Hintergrund.

Genau hier schließen die digitalen Helfer eine kritische Lücke. Bei oft wochenlangen Wartezeiten auf Physiotherapie-Termine ermöglichen sie den sofortigen Therapiestart. Die Leitlinie empfiehlt explizit edukative Elemente und strukturiertes Training – beides Kernkompetenzen der Apps.

  • Mawendo konnte in einer Studie eine höhere Trainingsadhärenz als herkömmliche Papier-Pläne nachweisen.
  • Vivira senkt durch personalisierte Übungspläne nachweislich die Abbruchquote.

Ökonomie spricht für Apps – mit einer Einschränkung

Krankenkassen wie die Techniker oder AOK sehen in den DiGAs ein Mittel, teure Knie-Operationen zu vermeiden oder hinauszuzögern. Die Rechnung ist einfach: Eine App für einige hundert Euro pro Quartal ist volkswirtschaftlich günstiger als eine Knieprothese mit fünfstelligen Folgekosten.

Doch es gibt auch Kritik. Physiotherapeutenverbände mahnen: Apps können keine Fehlhaltungen korrigieren, wenn sie ohne Sensoren oder Kamera-Feedback arbeiten. Sie sehen die digitale Therapie idealerweise als Begleitung zur persönlichen Betreuung.

Blick auf 2026: KI-Kamera und bessere Vernetzung

Was kommt als Nächstes? Der größte technologische Sprung zeichnet sich bei der Bewegungserkennung ab. Entwickler arbeiten an „Computer Vision“. Dabei analysiert die Smartphone-Kamera via KI die Übungsausführung in Echtzeit und gibt korrigierendes Feedback. Das würde den größten Kritikpunkt ausräumen.

Zudem soll die Vernetzung mit der elektronischen Patientenakte (ePA) vorankommen. Orthopäden könnten dann den Trainingsfortschritt direkt in der Praxissoftware einsehen und die Therapie anpassen. Die Phase der Experimente ist vorbei – die Ära der evidenzbasierten digitalen Therapie hat begonnen.

Anzeige

PS: Wenn Ihr Knie oft schmerzt oder Sie Therapiezeiten überbrücken müssen, kann der kostenlose 17‑Übungen‑Report schnelle Hilfe bieten. Jede Übung ist Schritt für Schritt beschrieben, benötigt keine Geräte und lässt sich unkompliziert in Trainingspläne von DiGA‑Apps integrieren. Viele Anwender nutzen die kurzen Einheiten täglich und berichten von weniger Schmerzen und mehr Stabilität. Gratis‑PDF mit 17 Übungen jetzt sichern

@ boerse-global.de