DiGA-Apps: E-Rezept-Start soll Wartezeiten überbrücken
05.01.2026 - 16:54:12Seit dieser Woche verschreiben Ärzte digitale Therapie-Apps per E-Rezept. Die Neuerung soll psychisch Erkrankten schneller helfen. Hintergrund sind monatelange Wartezeiten auf einen Therapieplatz.
Nach Verzögerungen im Vorjahr ist die elektronische Verordnung für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) nun bundesweit verpflichtend. Die “Apps auf Rezept” werden damit zur sofort verfügbaren Kassenleistung – ein direkter Versuch, die kritische Zeit bis zum ersten Therapiegespräch zu überbrücken.
Bisher war der Weg bürokratisch: Patienten benötigten ein Papierrezept und einen Freischaltcode ihrer Krankenkasse. Jetzt läuft der Prozess über die Telematikinfrastruktur und soll nur noch Tage, teils sogar Stunden dauern. Branchenbeobachter sehen darin die endgültige Ankunft der DiGAs in der Regelversorgung.
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Digitale Ersthilfe in der Versorgungskrise
Die Dringlichkeit ist hoch. Die Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz liegt im Schnitt bei über 14 Wochen. In dieser Lücke sollen DiGAs als offiziell anerkannte Überbrückungshilfe wirken.
Apps gegen Depressionen, Panikstörungen oder Schlafprobleme kann der Hausarzt nun direkt verordnen. Hersteller und Fachgesellschaften betonen: Die digitalen Helfer ersetzen keine Gesprächstherapie. Sie sollen die Wartezeit füllen – ein Konzept, das als Blended Care bekannt ist.
- Für die Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis des BfArM sind klinische Studien nötig. Viele Anwendungen zeigen darin signifikante Verbesserungen der Symptome.
- Die “Wartezeitüberbrückung” ist fester Teil der Strategie vieler Krankenkassen.
- Durch das Digital-Gesetz (DigG) sind die Kassen verpflichtet, Codes schnell bereitzustellen.
Der Preis der digitalen Hilfe
Trotz des Fortschritts bleibt die Wirtschaftlichkeit ein Thema. Die Ausgaben der Krankenkassen für DiGAs stiegen im vergangenen Jahr stetig an. Kritiker fordern eine engmaschigere Überwachung des tatsächlichen Nutzens im Alltag.
Mit der Erweiterung des Spektrums auf höhere Risikoklassen steigen auch die Anforderungen. Das BfArM prüft nun strenger, ob die versprochenen Effekte unter breiten Versorgungsbedingungen bestehen bleiben. Analysten erwarten für 2026 eine Marktkonsolidierung: Nur Apps mit robusten Daten und hoher Nutzerakzeptanz werden sich durchsetzen.
Zwischen Akzeptanz und Bürokratie
Die eVerordnung ist Teil der großen Digitalisierungsstrategie im Gesundheitswesen. Deutschland hat damit weltweit einen Vorreiterrolle bei der Erstattung von Gesundheits-Apps.
Die Reaktionen der Ärzteschaft sind gemischt. Jüngere Mediziner begrüßen die Entlastung im Praxisalltag. Verbandsvertreter kritisieren dagegen den bürokratischen Aufwand und sorgen sich vor Regressen, falls der Nutzen einer App später aberkannt wird.
Was kommt als Nächstes?
Experten rechnen 2026 mit einem sprunghaften Anstieg der Verordnungszahlen. Vor allem im Bereich der psychischen Gesundheit könnte die DiGA zur Standard-Erstintervention werden.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Vernetzung. Geplant ist, dass Daten aus den Apps nahtlos in die elektronische Patientenakte (ePA) fließen. Ob diese technische Vision angesichts der komplexen Telematik-Infrastruktur reibungslos gelingt, bleibt offen. Für Patienten ist die Hürde zur digitalen Hilfe aber so niedrig wie nie.
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