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Aktien New York Ausblick: Unter Druck erwartet - Trump attackiert Powell

12.01.2026 - 14:59:09

Die US-Börsen steuern am Montag in Rekordnähe auf einen schwächeren Handelsauftakt zu.

Seine Spuren hinterlässt der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Chef Jerome Powell, der sich weiter zuspitzt. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Zudem hat sich Trump auf die großen Kreditkartenanbieter eingeschossen und droht ihnen wegen ihrer Zinspraktiken

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial US2605661048 eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart 0,6 Prozent tiefer auf 49.186 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 zeichnet sich anhand der Indikation ein 0,7 Prozent schwächerer Start bei 25.575 Punkten ab.

Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf. "Damit ist eine weitere Eskalationsstufe der Bemühungen von US-Präsident Trump erreicht, die Fed nach seinen Wünschen umzugestalten", hieß es am Montag in einem Kommentar der DZ Bank. Trump fordert seit langem mit Nachdruck eine schnellere Senkung des Leitzinses.

Trump hinterlässt am Montag bei Aktien aber auch anderweitig seine Spuren: Die Papiere von Kreditkartenanbietern gerieten vorbörslich unter Druck, mit Verluste zwischen 1,7 und 3,4 Prozent bei Visa US92826C8394, Mastercard US57636Q1040 und American Express US0258161092. Der US-Präsident fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.

Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden vorbörslich auch Aktien aus der Bankenbranche, in der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Branchen-Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan US46625H1005, die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, bewegten sich vorbörslich 2,2 Prozent tiefer. Bei der Citigroup US1729674242 war der Abschlag mit 3,6 Prozent besonders groß.

Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart US9311421039 auf, die vorbörslich 3,4 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Außerdem kooperiert der Konzern mit dem Google US02079K1079-Mutterkonzern Alphabet US02079K3059, um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.

Fast drei Prozent schwächer entwickeln sich vorbörslich die in den USA gehandelten Aktien des Sandalenherstellers Birkenstock JE00BS44BN30, der seine Anleger den Eckdaten zum ersten Geschäftsquartal enttäuschte. Laut dem Experten Luca Solca von Bernstein Research verfehlten diese die Markterwartungen. Er glaubt, dass dies die Sorgen der Anleger noch vergrößert.

Verluste von 1,1 Prozent bahnen sich im Gesundheitssegment beim Krankenversicherer Unitedhealth US91324P1021 an. Laut dem "Wall Street Journal" kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.

Einen Kurssprung um gut zehn Prozent gibt es hingegen beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals US00182C1036, der laut dem Barclays-Fachmann Glen Santangelo einen "beeindruckenden Ausblick" abgelieferte.

@ dpa.de

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