Deutsche Anleihen kaum verändert
13.01.2026 - 17:31:48Der richtungweisende Euro-Bund-Future DE0009652644 stieg geringfügig um 0,02 Prozent auf 128,11 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug 2,84 Prozent.
Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA konnte dem Handel keinen größeren Impuls geben. Im Dezember hatte die Inflation in den USA unverändert bei 2,7 Prozent gelegen. Analysten hatten diese Teuerung im Schnitt erwartet. Die Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel lag etwas tiefer bei 2,6 Prozent.
Nach Einschätzung von Ökonomen dürften die Preisdaten kaum Einfluss auf die Zinserwartungen in den USA haben. Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, zeigen sich weiter wenig Auswirkungen der US-Zollpolitik. Sollte sich dies in den kommenden Monaten fortsetzen, "hat die US-Notenbank Fed grünes Licht für weitere Zinssenkungen". Im weiteren Verlauf des Jahres werden allgemein weiter sinkende Zinsen in den USA erwartet.
Am Morgen hatte noch ein Ausverkauf bei japanischen Staatsanleihen nach der Spekulation auf eine mögliche vorgezogene Neuwahl in Japan die Kurse an den Anleihemärkten allgemein belastet. Medienberichten zufolge, könnte Japans Premierministerin Sanae Takaichi, die seit Oktober 2025 amtiert, ihre Macht durch neue Mehrheitsverhältnisse festigen. Takaichi steht für eine aggressive Fiskalpolitik und befürwortet eine expansive Geldpolitik.

